Verrückte Geschäftsideen aus aller Welt



Eine gefährliche Smartphone Attrappe, stachelige Kuscheltiere und rauchfreies Grillen auf Holzkohle – das sind drei unkonventionelle Geschäftsideen, die wir Ihnen heute vorstellen möchten.

Kuscheln im Igelcafé

Tokio gilt vielen als Inbegriff für verrückte Ideen. Besucher der japanischen Hauptstadt erwartet seit Anfang dieses Jahres nun eine neue, tierisch schräge Attraktion: das Igelkaffee Harry. Für umgerechnet 8 Euro darf man dort eine Stunde lang einen der Igel streicheln. Die Betreiber des Lokals möchten mit Hilfe ihrer Geschäftsidee mit dem Vorurteil aufräumen, dass Igel wegen ihrer Stacheln schwer zu handhaben seien:

Wir wollten den Leuten den Charme der Igel näherbringen, so eine Angestellte. Am süßesten ist es, wenn Igel sich entrollen und ihr Gesicht zeigen.

Seitdem das Kaffee, dessen Name sich vom japanischen Wort für Igel ableitet, Anfang des Jahres eröffnet wurde, erfreut es sich hoher Beliebtheit. Laut Medienberichten stehen die Menschen in Tokio vor dem Igelcafé Schlange, nur um eine der über 20 Igelzüchtungen in den Händen halten zu dürfen. Igel kommen in Japan nicht in der Natur vor, werden aber, so wie Hamster oder Meerschweinchen, häufig als Haustier gehalten.

Sleepy friend 💕 このねむがりやのハリネズミと遊んだ!😊

Ein von Laura (@walkonhomeboy) gepostetes Foto am

In Tokio gibt es nicht nur Tiere, sondern auch Ehefrauen oder -männer zum Mieten. Lesen Sie hier mehr.

Kein Spielzeug: Die Smartphone Attrappe von Ideal Conceal

Wer die folgende Geschäftsidee verstehen will, muss in die Welt der amerikanischen Waffengesetze eintauchen. Das Recht eine Waffe tragen zu dürfen, ist in der Verfassung der USA zentral verankert. Einige Bundesstaaten schränken dieses jedoch weitgehend ein, so dass Handfeuerwaffen nur in bestimmten Umständen und versteckt getragen werden dürfen. In anderen Bundesstaaten ist es erlaubt, Waffen offen und für jeden sichtbar zu tragen. Genau zwischen diesen beiden Philosophien positioniert sich das Waffen Start-up Ideal Conceal. Dieses hat eine Pistole entwickelt, die im gesicherten Zustand kaum von einem Alltagsgegenstand zu unterscheiden ist. Die Geschäftsidee entstand laut dem Erfinder Kirk Kjellberg auf dem Weg zum Klo:

Ein kleiner Junge sah meinen Pistolenhalfter und fing an zu schreien: ‚Der Mann hat eine Pistole!‘ und alle sahen mich an, als ob ich das Restaurant zusammenschießen wollte,

berichtete Kjellberg im Interview mit dem Nachrichtenportal CNN Money. Dieses Erlebnis sei sehr unangenehm für ihn gewesen. Gleichzeitig wollte er aber nicht auf sein Recht verzichten, eine Waffe tragen zu dürfen. Daher ersann er eine Pistole im Smartphone Look. Kritiker sehen darin eine Gefahr, denn sobald im Zusammenspiel mit der Polizei ein Mobiltelefon nicht mehr von einer Pistole unterscheidbar ist, könne ein einfacher Griff in die Hosentasche im Zweifel zu tragischen Situationen führen. Noch befindet sich die Waffe von Ideal Conceal im Zulassungsverfahren. Diesen Sommer soll sie für 395 Dollar in den USA auf den Markt kommen.

Ideal Conceal
Löst man die Sicherung wird aus der Smartphone-Attrappe eine Waffe (Bild: Ideal Conceal)

Rauchfreier Grill mit batteriebetriebenem Lüfter

Die Tage werden länger und es wird wieder Zeit, den Grill aus dem Keller zu holen. Wer es gerne rauchfrei mag, aber trotzdem nicht auf Holzkohle verzichten will, ist beim patentierten LotusGrill genau richtig. Die Kohle wird in einen schmalen Behälter eingelegt, der die Rauchentwicklung nach außen hin abschirmt. Damit die Kohle nicht erstickt, sorgt ein batteriebetriebener Lüfter für genug Frischluft im Inneren. Der Vorteil dieser Konstruktion liegt darin, dass der Grillmeister nie wieder im Abseits stehen muss, denn der Grill eignet sich dafür, dass man ihn direkt auf den Tisch stellt. Die Gäste können somit ihr Grillgut auch einfach selbst auflegen. Durch die doppelwandige Bauweise bleibt das Äußere des Grills kühl und kann mit bloßen Händen angefasst werden.

Das Funktionsprinzip des Lotus Grills (Bild: Lotus Grill)
Das Funktionsprinzip des LotusGrills (Bild: LotusGrill)