Lust auf den perfekten Bart? Dieses Start-up hilft Euch dabei!



Mit King Of Gents bringen vier Gründer aus Norddeutschland eine Geschäftsidee auf den deutschen Markt, die sich bereits in Amerika bewährt hat. Der Onlineshop für Rasurbedarf lässt nicht nur Hipsterherzen höher schlagen. Eine Gründerstory über Marktführerschaft, Marketingstrategien und Mario Kart.

Für-Gründer.de: Hallo Torben, mit King of Gents wollt ihr das morgendliche Ritual für Männer so angenehm wie möglich machen. Wie wollt ihr das erreichen?

Torben Jensen von King of Gents: Zurzeit ist die trockene Rasur mit dem Elektrorasierer die wohl am häufigsten gewählte Rasurart. Viele haben sich auch für die Nassrasur mit Einwegrasierern aus Kunststoff entschieden. Wir möchten aber die traditionelle Nassrasur mit Pinsel, Seifenschaum und einem Edelstahl-Rasierer bzw. Rasiermesser wieder salonfähig machen.

Das Ritual ist mit unserer Oldschool-Alternative angenehmer, da der Schaum mit dem Pinsel besser die Haare aufstellt und die Klingen so scharf sind, dass ein sehr gepflegter Eindruck entsteht. Zudem sind wir besonders stolz auf unser hauseigenes Aftershave-Balm. Dieses lassen wir in einer süddeutschen Manufaktur herstellen und haben bei der Auswahl des Geruchs viele verschiedene Alternativen getestet. Wir haben uns auf ein sehr edles und männliches Aroma geeinigt, welches auch von vielen Frauen immer wieder besonders gelobt wird.

Für-Gründer.de: Wie genau funktioniert das Geschäftsmodell?

Torben Jensen von King of Gents:

Technisch gesehen sind wir ein ganz normaler Onlineshop. Wir richten uns aber im Gegensatz zu den etablierten Marken auch an Männer, die noch keine Liebhaber der klassischen Nassrasur sind.

Durch unser konzentriertes Sortiment, die scharf kalkulierten Bundle-Angebote und die einfach gehaltenen Erklärungstexte, verpackt in einem modernen Design, grenzen wir uns deutlich von den Shops ab, für die man erst ein Grundstudium in klassischer Nassrasur absolvieren muss, um dort einkaufen zu können. Wer sich näher damit beschäftigt, stellt schnell fest, dass es eine Welt für sich ist, in der ein Normalverbraucher sich schnell überfordert und unwohl fühlt. Wir glauben aber, dass das Gefühl einer geilen „Old-Fashioned Rasur” bei jedem Mann gut ankommt, auch wenn er keine Zeit hat, sich vorher entsprechende Literatur durchzulesen.

Für-Gründer.de: Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Torben Jensen von King of Gents: Die klassische Nassrasur haben wir ja nicht erfunden. Auch das Konzept konnten wir in Ansätzen vorher beobachten. Wie so vieles stammt auch diese Idee aus den USA. Mit dem Betreiber des amerikanischen „King of Gents” stehen wir in persönlichem Kontakt. Allerdings gibt es in diesem Markt einen Unterschied zu den meisten Branchen. Wir Deutschen sind dieses Mal die Ersten, die das Konzept vernünftig umsetzen.

Für-Gründer.de: Woher bezieht ihr die Produkte und wie wählt ihr die besten Sachen aus? Welchem Qualitätscheck werden sie unterzogen?

Torben Jensen von King of Gents: Bevor wir das Projekt angegangen sind, haben alle zunächst einen Masterabschluss in Rasur- und Bartpflege absolviert. Das ist jetzt natürlich nur metaphorisch gemeint, aber wir haben wirklich viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt.

Zunächst haben wir uns einen Überblick über den Weltmarkt verschafft. In jedem Land werden solche Produkte produziert und verkauft. Die Bandbreite an Rasierprodukten wirkt unendlich.

Eine besondere Rolle für den Weltmarkt spielen Deutschland und Italien, aber auch Israel, die Türkei oder Pakistan. In jedem Land sitzen Produzenten, die eine Sache für die deutschen Ansprüche besonders gut produzieren können.

Wir haben damit angefangen, von allen etablierten Fremdmarken die besten Produkte auszuwählen und gehen jetzt immer mehr dazu über, alle Produkte unter eigener Flagge zu produzieren, damit wir unseren wachsenden Kundenansprüchen auch gerecht werden können. Da wir ja jeden Tag mit unseren Kunden sprechen, wissen wir mittlerweile am besten, worauf es den Männern in Deutschland, Österreich und der Schweiz ankommt.

Das Rasierwerkzeug ist von höchster Qualität und besticht durch Einfachheit in der Anwendung.
Eine Box von King of Gents mit Edestahl-Rasierer, Pinsel, Pinselhalter, Seifenschaum, Rasierseife, Aftershave Balsam und weiteren Klingen (Foto: King of Gents)

Für-Gründer.de: Die Glossybox ist eine Vorreiterin in Sachen Abobox. Habt Ihr für Euer Angebot eine ähnliche Strategie?

Torben Jensen von King of Gents:

Das Abobox-Modell ist tatsächlich eher ein nettes Angebot, das wir unseren Kunden nicht vorenthalten wollen, jedoch keinesfalls unser Geschäftsmodell.

Im Abobox-Markt Fuß zu fassen, ist von daher eher zweitrangig für uns. Die Glossybox richtet sich zudem an Frauen. Wir bedienen hingegen einen ganz anderen Markt.

Unsere Kunden sind Überzeugungstäter. Von daher haben wir Abonnements mit einer langen Laufzeit überhaupt nicht nötig. Wir können nur jedem Mann empfehlen, zunächst mit dem Rasurset von King of Gents einzusteigen. Wer danach noch Lust auf Plastikrasierer hat, dem können wir eh nicht mehr helfen. Die meisten Kunden sind danach allerdings auf den Geschmack gekommen und kehren von alleine wieder zu uns zurück.

Für-Gründer.de: Mit welchen Marketingstrategien macht ihr auf euch aufmerksam und wie viele Abonnenten konntet ihr schon gewinnen?

Torben Jensen von King of Gents: Jetzt ist eine große Flyeraktion mit Outfittery sowie eine Listung auf Groupon gestartet. Auch sind wir des Öfteren in Magazinen oder zuletzt auch bei der Sendung Taff auf ProSieben zu sehen gewesen.

Unser Investor Christopher Obereder übernimmt in diesem Bereich die Führung. Er hat viele Kontakte und wirkt damit auf unseren Absatz in etwa wie dieser Fliegenpilz in Mario Kart. Wir sind sehr froh, dass wir ihn für unsere Sache gewinnen konnten.

Christopher Obereder, Investor von King Of Gents:

Ich bin sehr überzeugt von dem Team und ihrem Geschäftsmodell. Mit King of Gents werden sie meines Erachtens in den nächsten Jahren zum Marktführer in Deutschland.

Für-Gründer.de: King of Gents ist neben Peinliche Pakete und Papa Carlo nur eine von mehreren Marken der Businessrebells GbR. Wie hängt alles zusammen?

Torben Jensen von King of Gents: Wir sind ein starkes Team mit dem Ziel, den Onlinemarkt verschiedener Branchen in den nächsten Jahren gehörig aufzumischen. Unter dem Namen Businessrebells verwirklichen wir dabei unsere Geschäftsideen.

Für-Gründer.de: Ihr sitzt in Norddeutschland, einer Region mit wachsender Gründerszene. Wo lässt es sich am besten neue Kontakte knüpfen und wie nehmt ihr die Gründungsförderung wahr?

Torben Jensen von King of Cents: Die Gründerförderung ist ja immer so eine Sache. Von Haus aus sind Unternehmer ja meist keine Freunde von Antragsfluten und Bürokratie. Wir sind an den Punkt gekommen, an dem staatliche Förderungsprogramme für uns quasi uninteressant sind. Vielmehr nutzen wir unsere Zeit, um an die Menschen in der Wirtschaft heranzutreten, die uns helfen können, unser Geschäftsmodell langfristig erfolgreich zu machen.

Hamburg ist für die Hälfte von uns zur Wahlheimat erklärt worden. Das heißt: Persönlich genießen wir diese Stadt mit all ihren Vorzügen sehr. Das kulturelle Erbe der Hanse treten wir voller Stolz an. Geschäftlich gesehen: Würde morgen die Hälfte unseres Teams nach Sibirien ziehen, hätte das keine Auswirkung auf King of Gents. Wir haben zum Glück das Zeitalter erreicht, in dem der Standort kaum noch eine Rolle spielt. Für diese Freiheit sind wir jeden Tag dankbar.

Für-Gründer.de: Ihr seid frisch in eine Zusammenarbeit mit Outfittery, die Curated Shopping für Männer betreiben, eingestiegen. Wie ist es dazu gekommen und wie gestaltet sich diese Kooperation konkret?

Torben Jensen von King of Gents: Wir haben damals Kontakt mit der Marketingabteilung aufgenommen. Beide Seiten haben die Chancen der Kooperation erkannt.

Outfittery wird zunächst Gutscheine für unser Produkte in 10.000 ihrer Versandboxen beilegen, während wir im Gegenzug einen Outfittery-Gutschein in 10.000 unserer Boxen beilegen. Die Zielgruppe ist die gleiche.

Echte Gentlemen sollen nicht nur wissen, wie man sich rasiert, sondern auch wie man sich kleidet – deswegen kooperieren die beiden Start-ups Outfittery und King Of Gents.
Die Gründer von King of Gents sind Gunnar Quedens, Torben Jensen, Victor Kopt und Jan Carstensen (Foto: King of Gents)

Für-Gründer.de: Welche weiteren Pläne habt ihr in den kommenden zwölf Monaten für King of Gents?

Torben Jensen von King of Gents: Ganz klar, wir wollen in den Einzelhandel. Sollte das noch dieses Jahr passieren, wären wir bestimmt nicht traurig. Wir wissen, dass wir das aber nur schaffen, indem wir unseren Lieferanten die entsprechende Verlässlichkeit abverlangen. Zudem müssen wir über den Onlinehandel jetzt beweisen, dass das Modell tragfähig ist.

Für-Gründer.de: Was ist euer wichtigster Tipp für andere Gründer?

Torben Jensen von King of Gents: Auch auf die Gefahr hin, uns selbst und die Worte anderer Gründer zu wiederholen, haben wir eigentlich nur einen wichtigen Rat:

Einfach anfangen und sich dann von Hindernis zu Hindernis hangeln. Wenn man nicht genau weiß, wie man anfangen soll: Gründergruppen bei Facebook sind immer hilfreich. Dort trifft man genau die Menschen, die einem aus Überzeugung und Leidenschaft weiterhelfen.

Wer mehr über uns erfahren möchte, darf uns auch gern anschreiben. Wir freuen uns immer, auf Gleichgesinnte zu stoßen.

Für-Gründer.de: Lieber Torben, herzlichen Dank und viel Erfolg.

  • Kontakt

  • Torben Jensen
  • King of Gents - Eine Marke der Businessrebells GbR
    Bloogewai 10
    25920 Risum
  • +49 40 18143299
  • info@kingofgents.com
  • http://kingofgents.com/