FSK 18: Sexy Geschäftsideen bringen Schwung in die Kiste



Innovation macht auch vor der Erotik-Branche nicht halt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl kreativer Geschäftsideen, die sich das Internet zunutze machen und ihren Kunden ein in jeder Hinsicht großes Vergnügen bereiten. Ob die Vermittlung von bezahlten Dates, über eine App steuerbare Vibratoren oder Fotografien ansehnlicher Oberkörper mit persönlichen Nachrichten – wir präsentieren die Geschäftsideen mit dem größten Sexfaktor.

Mit Sex Geld zu verdienen, ist wahrlich keine Innovation. Die Prostitution reicht über 3.000 Jahre in die Vergangenheit zurück und wird damit nicht ohne Grund als das älteste Gewerbe der Welt bezeichnet. Doch mit dem Aufkommen neuer Technologien wie dem Internet hat sich die Branche gewandelt. Webseiten mit pornografischen Inhalten – auf deren Verlinkung wir hier verzichten möchten – gehören zu den am häufigsten besuchten Internetauftritten der Welt. Das Kennenlernen neuer Partner hat sich dank Tinder, Lovoo & Co. mittlerweile von der realen Welt ins Internet verschoben. Doch das ist nur der Anfang. Nachfolgend stellen wir daher vier anregende, amüsante und zugleich unanständige Geschäftsideen vor.

Tittygram
tittygram – nur eine von vielen verrückten Ideen (Screenshot: Tittygram)

Tittygram: Your boobs. Your message.

Als russische Antwort auf Instagram entwickelte CEO Vladimir Gritsenko mit Tittygram ein simples, aber durchaus erfolgversprechendes Geschäftsmodell: Für 14,95 Dollar können Besucher von tittygram.com Fotografien von Models erwerben, auf deren Brüste eine individuelle, 35 Zeichen lange Nachricht niedergeschrieben wird. Diese Bilder können über soziale Netzwerke geteilt, Freunden als besonderes Geschenk zum Geburtstag überreicht oder auch als Poster an die Wand gehängt werden. Für besonders anspruchsvolle Kunden empfiehlt sich die Premium-Variante für 29,95 Dollar, bei der man sich das Model selbst aussuchen kann.

Wer jetzt sich fragt, warum es das nicht auch mit männlichen Models gibt, kann sich freuen. Man kann natürlich auch Nachrichten auf männlichen Oberkörpern hinterlassen.

WorldVibe: Vibrator mit Smartphone App

Das Internet der Dinge ist ein großes Hype-Thema in der Start-up-Szene. Mit WorldVibe hat sich Ronald Müller diesem Thema gewidmet, indem der 29-jährige Ingenieur einen Vibrator entwickelt hat, der via Bluetooth über eine eigens dafür programmierte Smartphone-App gesteuert werden kann. Als Feature hat der Multivibrator etwas ganz Besonderes zu bieten: Durch eine simple Touch-and-Slide-Technik können auf spielerische Art und Weise persönliche Vibes über die App erstellt und abgespeichert werden. Hat man seine perfekte „Vibrationsmelodie“ gefunden, kann diese per Klick immer wieder abgespielt werden. Fehlt es einem selbst an Kreativität, können vorgefertigte Vibes über die App heruntergeladen werden.

Damit ist WorldVibe für etwa 76 Euro nicht nur ein Spielzeug für Singles, sondern auch für Paare geeignet. Einziges Manko: Eine Bedienung des Vibrators über das Internet scheint noch nicht möglich zu sein. Paare, die in einer Fernbeziehung leben, müssen sich wohl noch ein wenig gedulden, bis die Nutzung von WorldVibe über mehrere Kilometer hinweg möglich ist.

WorldVibe
WorldVibe eignet sich auch für Paare (Bild: WorldVibe)

Myblackbook: Intime Kontakte sammeln und bewerten

Online-Dating kann zur Sucht werden, wie Tinder-Chef Sean Rad in einem Interview vor kurzem erst von sich selbst behauptete. Da kann es bei der Vielzahl der verschiedenen Dating-Apps passieren, dass man den Überblick über seine Eroberungen verliert, dachte sich wohl das Hamburger Entwicklerteam von Myblackbook.

Mit ihrer App soll es möglich sein, „Kontakte und intime Erfahrungen zu sammeln und zu bewerten“, sodass man stets eine Übersicht über alle Dating-Partner und „deren Qualitäten“ habe.

Zu jedem Kontakt können Profile angelegt und Informationen wie Fotos, Kontaktdaten, Fortschrittsstatus und Bewertungen hinterlegt werden. Mit nur einem Klick wird ein „Bootycall“ durchgeführt und das nächste Date organisiert.

Die App richtet sich entsprechend der Darstellung auf der Webseite vorwiegend an Männern, kann aber natürlich auch von Frauen gebraucht werden. Außerdem ist Myblackbook durch einen persönlichen Pin gesichert, sodass Neugierige nicht ohne Weiteres auf die App zugreifen können.

Ohlala: Die App für bezahlte Dates

Pia Poppenreiter launchte 2014 die App PEPPR, die die Buchung und Vermittlung von erotischen Dienstleistungen ermöglichen sollte und in der Presse für großes Aufsehen sorgte. Nachdem das Gründerteam kurze Zeit später wieder aus dem eigenen Start-up ausstieg, bleibt Pia Poppenreiter mit ihrem neuen Start-up Ohlala auch dieses Mal dem Thema Vermittlung treu.

Ohlala vermittelt wie auch PEPPR bezahlte Dates auf Knopfdruck, konzentriert sich dabei aber nicht nur auf sexuelle Dienstleistungen. Wie weit die spontane Verabredung gehen soll, wird vorher im verschlüsselten Chat besprochen. Es scheint, als sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch das horizontale Gewerbe an der modernen Technik bedient und auf eine Vermittlung per App wie Ohlala oder PEPPR zurückgreift.

Ohlala
Bei „Ohlala“ wird vermittelt (Screenshot: Ohlala)
Über uns | Impressum | Datenschutz | Mediadaten | Jobs | Partner | Presse | Berater Login