Die Top 10 der besten Expertentipps für Gründer 2015



Wer gründet, dem hilft das Wissen von Experten. Um nützliche Tipps für die Existenzgründung zu teilen, haben wir im Jahr 2015 weit über vierzig Experten zu verschiedenen Themen befragt.  Darunter unter anderem zum Mindestlohngesetz, das in diesem Jahr eingeführt wurde. Aber auch zu Bereichen, an die man vielleicht manchmal gar nicht denkt, beispielsweise: Wie werde ich meine Social Media-Kanäle wieder los? Wir blicken zurück auf die 10 beliebtesten Experteninterviews aus dem Jahr 2015.

Expertenwissen 2015

#1 Keine Angst vor der Akquise

Egal ob Friseursalon, neues Szenegetränk oder hilfreiche App – ganz unabhängig vom Produkt benötigt jedes Unternehmen eines, nämlich Kunden. Doch die Akquise ist für viele ein schwieriges Thema. Schließlich kostet es Überwindung und insbesondere zu Beginn einer Gründung stellt sich die Frage: Wo fange ich nur an? Peter Mumme von der Vertriebsunterstützung Mumme & Partner machte Mut und erklärte, wie Gründer das Thema Akquise am besten angehen. Eine gute Nachricht dabei war, dass man sich die notwendigen Kompetenzen als Vertriebler jederzeit aneignen kann:

Als Vertriebsexperte wird man nicht geboren, maximal berufen!

#2 Potenzielle Kunden im Web zu tatsächlichen Käufern machen

Die Kunden sind sowohl offline als auch online das A und das O, wenn ein Unternehmen gut laufen soll. Wer beispielsweise einen Webshop betreibt, für den wird neben der Anzahl der Besucher aber auch das Thema Conversion Rate bedeutend. Sprich: Aus Kunden auch Käufer machen. Hierfür haben die Gründer des Start-ups overheat nicht nur eine Software entwickelt. Sie haben uns im Interview auch Tipps mit auf den Weg gegeben und verraten, was die größten drei Conversion-Killer sind.

#3 Auf Seite 1 bei Google & Co.

Kunden und Käufer müssen allerdings nicht immer direkt auf Ihrer Webseite landen. Zahlreiche Kunden entscheiden sich nicht bewusst für ein Unternehmen, sondern werden über eine Suchmaschine auf Sie aufmerksam. Ihr Internetauftritt sollte daher strategisch, also suchmaschinenoptimiert, ausgerichtet sein. SEO, Search Engine Optimization, ist längt ein eigenständiges Berufsfeld geworden.

SEO fängt bei der Wahl des Grundsystems wie beispielsweise WordPress oder Typo3 an und hört bei der Interaktion mit den Kunden auf.

Das sagte uns André Ullmann von der Agentur Pro-Medial in diesem Interview und gab jede Menge Tipps rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung.

#4 Trends im Webdesign: Usability, Minimalismus, Effektivität

Sind die Kunden dann erst einmal auf der Website, sollen sie sich dort aber dann auch wohlfühlen. Hierfür ist es wichtig, beim Webdesign an den User zu denken. Zugleich sollte die Internetpräsenz aber das Unternehmen widerspiegeln und die Betreiber müssen sich mit dem Design identifizieren. Außerdem ist inzwischen auch die mobile Optimierung der Homepage unerlässlich. Jede Menge zu beachten also: Mit der Werbeagentur mindmelt sprachen wir darüber, was ein gutes Webdesign auch wirklich gut macht und wie Gründer das am besten umsetzen können. Usability, Minimalismus und Effektivität waren dabei die zentralen Begriffe.

Experten 2015
Die beliebtesten Experteninterviews im Überblick.

#5 Grün, grün, grün – ist mein Corporate Design

Einen neuen Blick auf das Thema Corporate Design gab uns die Berliner Agentur racoon, welche sich auf nachhaltiges Design spezialisiert hat. Dabei liegt der größte Unterschied in der Überlegung, bei wem man seine Maßnahmen umsetzt und ob, bspw. beim Druck, umweltschonende Materialen genutzt werden.

Nötig ist die Bereitschaft, selber Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und zu schauen, welche nachhaltigen Möglichkeiten es gibt, um das unternehmerische Erscheinungsbild umweltschonender umzusetzen.

Wer nun aber graues Recyclingpapier im Kopf hat, der irrt. Auch fair kann gut aussehen. Einblicke gibt es in diesem Beitrag.

#6 Tschüss, Facebook! So verabschieden Sie sich aus dem Web 2.0

Nun haben wir jede Menge Tipps dazu gehört, wie man seinen Internetauftritt bestmöglichst gestaltet. Was aber, wenn man sich aus dem Web verabschieden will? Oder, wenn zu unrecht schlechte Kommentare über das eigene Unternehmen zu finden sind? Mit Lars Niggemann von der Agentur Netzhygiene sprachen wir über den Abschied aus dem Web – der ist nämlich keine Seltenheit, wie der Gründer uns verriet:

Erste Plattformen schwächeln und manche Firma merkt nach der Anfangseuphorie, dass eine gepflegte dialogorientierte Kommunikation vor allem Arbeit bedeutet. Da steht dann bisweilen eine Fortführung des Engagements in Frage.

#7 Sich sicher sein: Onlinewerbung richtig gestalten

Unlauterer Wettbewerb, Jugendschutzgesetz und Urheberrecht sind Regelungen, die jeder Unternehmer bei der Werbung on- und offline zu beachten hat. Im Gegensatz zur Rechtslage für Printmedien verändert sich der Onlinemarkt allerdings schnell und Gründer sollten nicht nur einige Grundregeln, sondern auch aktuelle Rechtsanpassungen kennen.

Zu beachten sind zudem eine Vielzahl an Sonderregelungen, wie beispielsweise die Pflichtangaben nach der Preisangabenverordnung oder die Anbieterkennzeichnungspflichten nach dem Telemediengesetz.

Damit dabei nichts schief gehen kann, gab Melanie Ströbel von Loewenheim Rechtsanwälte Tipps zur rechtssicheren Werbung im Internet.

#8 Mindestens 8,50€, auch für Praktikanten

Apropos Recht, da trat dieses Jahr ja noch etwas in Kraft. Seit 2015 gilt das Mindestlohngesetz, das bei Gründern für so einigen Gesprächsstoff sorgte. 8,50€ pro Stunden erhält nun jeder, der arbeitet. Für die Start-up-Szene bedeutete das insbesondere Einsparungen bei Praktikanten. Häufig gefragte Fragen beantwortete uns Dr. Uwe Schlegel, Rechtsanwalt in der ETL-Gruppe und Experte bei felix1.de.

#9 Steuerlicher Erfassungsbogen? Kein Problem!

Bereits bei der Anmeldung eines Unternehmens müssen zahlreiche Formalien korrekt durchgeführt werden. Abschreckend kann da schon allein das Wort „steuerlicher Erfassungsbogen“ sein. Dass es aber gar nicht so schwer ist, diesen korrekt auszufüllen, beschrieb uns Steuerfachwirt Jonas Monschein. Im Interview schlüsselte er das Thema verständlich auf und zeigte, wie man sich in acht Schritten Punkt für Punkt am besten durch den Bogen arbeitet.

#10 Weshalb Sie eine Dauerfristverlängerung beantragen sollten

Wo wir gerade beim Thema Steuern sind: Wer als Existenzgründer die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch nimmt, der sollte sich auch das Thema Umsatzsteuer genauer ansehen.

  • Was bedeutet Vorsteuer?
  • Wie sieht eine korrekte Rechnung aus?
  • Welche Pflichten habe ich bei der Buchhaltung?
  • Wann bucht das Finanzamt ab?
  • Wo liegen die Stolpersteine in der Soll- und Ist-Versteuerung?

Diese und viele mehr Fragen beantwortete uns Andreas Reichert von der Steuerberatungsgesellschaft felix1.de.

Wir freuen uns auf viele spannende Experteninterviews im Jahr 2016 und wünschen Ihnen im Namen des gesamten Für-Gründer.de-Teams einen guten Rutsch!

  • Sie sind auf der Suche nach einem Experten, der Ihnen bei einem Anliegen beratend zur Seite steht? Wir vermitteln Ihnen kostenfrei in unserem Gründerpiloten einen passenden Ansprechpartner.