7 Tipps für den perfekten Facebook Post und Tweet



Zu lang, zu spät, zu unauffällig. Es gibt immer einen Grund, weshalb ein Facebook Post oder ein Tweet nicht so gut läuft, wie gewollt. Gerade am Anfang tun sich Unternehmen oft schwer damit, die Öffentlichkeitsarbeit ins Rollen zu bringen. Dazu gehört auch, herauszufinden, wie sie ihre Fanbase im Social Web richtig ansprechen. Studien gibt es in Massen, Ergebnisse auch, jede PR-Agentur erzählt etwas anderes. Stellt sich die Frage: Was denn nun?

So viel vorab: Eine Musterlösung für Ihren Tweet oder Facebook Post werden wir auch nicht liefern können. Denn die einzig wahre Antwort auf die Frage „Wie sehen der perfekte Facebook Post und der ideale Tweet auf Twitter aus?“ lautet in unseren Augen „Es kommt drauf an“. Auf die Zielgruppe. Auf die Inhalte. Auf die Kapazitäten. Das erklärt dann wiederum auch, weshalb jeder etwas anderes erzählt. Wir beziehen uns in der nachfolgenden Analyse insbesondere auf die Social Media-Kanäle von Existenzgründern und Start-ups. Aus verschiedenen Studienergebnissen haben wir all das selektiert, was aus unserer Sicht und Erfahrung für Ihren Tweet oder Facebook Post relevant ist.

#1: Links richtig einsetzen!
Für Ihren Facebook Post ist im ersten Schritt wichtig, dass Sie richtige URL-Links nutzen. Facebook zeigt die Metadaten Ihres Links dann nämlich direkt mit an. Wie Sie in unserem Beispiel für den Facebook Post sehen können, beinhalten die Überschrift und die Kurzbeschreibung so auch bereits sämtliche wichtige Informationen. Im Text oben können Sie sich dann kurzhalten. Sie müssen also nicht erst vollständig erklären, worum es in dem Link geht, sondern den Inhalt nur noch kurz und interessant anteasern. Natürlich müssen hierfür aber die angezeigten Metadaten aussagekräftig sein. Sollte das nicht der Fall sein, können Sie diese direkt bei Facebook anpassen.

Beispiel Facebook Post mit Metadaten.
Beispiel für einen Facebook Post mit Metadaten.

Nutzen Sie die URL-Methode, wird Ihr Facebook Post deutlich mehr Klicks bekommen, als wenn Sie ein Bild hochladen und einen zusätzlichen Link posten, den Sie mit einem URL-Shortener gekürzt haben. Wie Sie bei unserem zweiten Beispiel für einen Facebook Post unten sehen, sind hier dann auch keine Metadaten vorhanden. Sie benötigen also mehr Text, außerdem sind gekürzte Links auch für die Reichweite negativ.

Beispiel für Facebook Post ohne Metadaten
Beispiel für einen Facebook Post ohne Metadaten.

Für Ihren Tweet müssen Sie dann aber natürlich allein wegen der begrenzten Zeichenanzahl einen gekürzten Link nutzen. Metadaten werden hier ohnehin nicht angezeigt.

Für mehr Aufmerksamkeit auf Twitter empfiehlt sich, zusätzlich ein Bild in Ihren Tweet zu integrieren.

#2: Kein Hashtag-Spam!
In Maßen statt in Massen. Das gilt für Hashtags, die viel zu häufig unbedacht genutzt werden – und zwar sowohl bei Facebook als auch bei Twitter. Sinnvolle Hashtags können die Reichweite eines Posts oder Tweets zwar erhöhen. Sinnvoll liegt aber nicht in der Definition des Verfassers. Hashtags sind nur dann sinnvoll, wenn sie allgemein bekannt sind. Beispielsweise während Events oder Fernsehsendungen. Wenn Sie also Informationen im Kontext mit der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ (#DHDL) verbreiten, sollten Sie einen Hashtag nutzen. Mehr Aufmerksamkeit erhalten Sie aber nur, wenn sich genügend User auf einen Hashtag geeinigt haben.

Welche Hashtags im Trend liegen, sehen Sie bei Twitter in der linken Spalte. Ist Ihr Begriff dort nicht dabei, sollten Sie über die Suche schauen, ob der Begriff häufig gebraucht wird.

Denn nur bei Trend-Hashtags ist die Chance hoch, dass Ihr Facebook Post oder Tweet von Leuten, die nicht zu Ihren Fans zählen, gesehen wird. Sprich: Die Reichweite wird erhöht. Wenn der Begriff aber nicht bekannt genug ist, können Hashtags sogar dazu beitragen, dass die Reichweite für den Tweet oder Facebook Post durch die Nutzung geringer wird!

Das gilt für den Facebook Post noch mehr als für den Tweet. Bei Ihrem Facebook Post sollten Sie also wirklich nur in Ausnahmefällen Hashtags verwenden.

#3: Keep it short!
Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es manchmal nicht so einfach ist, aber in dieser einen Sache sind sich wirklich alle Forscher einig! Ein kurzer Facebook Post läuft besser als ein langer Facebook Post. Ob allerdings 40 oder doch 140 Zeichen für einen Facebook Post ideal sind, da sind sich die Forscher wiederum nicht so ganz einig.

Für Ihren Tweet ist die Länge rein technisch schon begrenzt. Damit Retweeter aber noch Platz für eigene Hinweise haben, liegt die optimale Länge für einen Tweet zwischen 120 und 130 Zeichen.

#4: Nicht zu oft zwitschern und posten!
Wann ist wenig zu wenig? Wann ist viel zu viel? Eine perfekte Richtlinie, wie häufig Sie einen Facebook Post oder einen Tweet schreiben sollten, gibt es in unseren Augen nicht. Fest steht aber, dass Sie regelmäßig Inhalte veröffentlichen müssen, damit Sie den Erwartungen Ihrer Fans gerecht werden und Sie nicht komplett aus den Timelines verschwinden. Nerven sollten Sie Ihre Fans und Follower aber auch auf keinen Fall.

Unser Fazit aus den Studien: Wenn Sie nicht gerade ein Nachrichtenportal oder ein Unternehmen mit vielen aktuellen News sein, sollten Sie maximal zwei Facebook Posts und maximal vier Tweets pro Tag veröffentlichen. Es darf aber auch Mal ein Tag lang ausgesetzt werden!

Infografik: Social Media für Gründer
Vier Dinge, an die Sie bei Ihrem Tweet bzw. Facebook Post denken sollten.

#5: Zur richtigen Zeit den richtigen Tweet bzw. Facebook Post!
Wenn Sie einen Firmenaccount haben, können Sie in Ihren Facebook-Statistiken genau einsehen, wann Ihre User online sind. Das hängt sicherlich von der entsprechenden Zielgruppe ab. Unsere Fans sind beispielsweise eher Langschläfer: Nicht vor 9 Uhr aktiv, um 21 Uhr dafür hellwach.

Doch aufgepasst! Es muss nicht unbedingt sinnvoll sein, während der aktivsten Zeiten einen Facebook Post zu platzieren. Manche Experten raten dazu, außerhalb der Hauptzeiten zu posten, also in der Regel nach Feierabend und am Wochenende. Der Grund? Die Informationsflut ist hier geringer. Das ist aber wohl nur für Themen ohne aktuellen Bezug ratsam.

Für Ihren Tweet gilt: Schnelligkeit siegt! Gerade bei aktuellen Themen sollten Sie immer vorne dabei sein. Schließlich ist Twitter ein Echtzeitmedium.

Auch was den Tag angeht, wird viel diskutiert. Welcher ist der beste Tag für einen ganz besonderen Tweet oder Facebook Post? Studien sagen, Donnerstag und Freitag seien gute Wochentage. Unsere persönliche Erfahrung ist: Am Sonntagabend und Montag ist das Interesse am größten – also zum Wochenanfang. Das ist nun also im Vergleich zu den Studien eine enttäuschende Antwort, ja, aber: Hier kommt es wirklich drauf an.

#6: Mehrwert schafft mehr Wert!
Wie im klassischen Journalismus zählt auch in den sozialen Medien: Die User wollen Content! Und Content heißt: keine Werbung. Auch unterhaltende Elemente können bei einem Facebook Post oder einem Tweet gut funktionieren. Versuchen Sie also nicht nur Ihre Unternehmensinformationen loszuwerden, sondern diese ansprechend zu verpacken. Bieten Sie Anreize, machen Sie neugierig, seien Sie kreativ! Bei einem Facebook Post haben Sie natürlich mehr Möglichkeiten als bei einem Tweet mit begrenzter Zeichenanzahl. Das heißt aber nicht, dass Sie bei einem Tweet keine Möglichkeiten haben (siehe #1).

#7: Interaktion, ja bitte!
Der Grundgedanke von Social Media – deswegen auch das „sozial“ im Name – ist der Austausch zwischen den Usern. Jeder Nutzer kann Inhalte veröffentlichen und anders als in den klassischen Medien (Fernsehen, Zeitung, Radio) sind die Social Media nicht auf Journalisten angewiesen, die die Medien mit Inhalten füllen. Das sollten Sie sich für Ihren Facebook Post oder Ihren Tweet auch jedes Mal aufs Neue bewusst machen.

Viele Unternehmen nutzen Facebook & Co. als Vertriebskanal und haben völlig falsche Erwartungen an die Community.

Hart gesagt: Keiner hat auf Ihren Kanal gewartet – Inhalte gibt es da schon genug. Sie müssen also durch einen professionellen Auftritt, lustige Aktionen, gute Inhalte oder anderweitig positiv mit Ihrem Tweet oder Facebook Post auffallen und sich von anderen unterscheiden. Wieso sollte jemand Ihrem Kanal folgen und nicht der Konkurrenz? Während Sie Ihre Social Media-Strategie entwickeln (und auch danach) sollten Sie immer Ihre Konkurrenz im Blick behalten. Und dann gilt: Anders machen. Besser machen.

Interaktion ist aber nicht nur aufgrund der Medienart gewünscht, sie führt auch zu einer höheren Reichweite. Aber Achtung! Interaktion ins Rollen zu bringen ist ein Prozess. Eine wirklich aktive Fanbase muss langfristig aufgebaut werden. Bei jedem Facebook Post und jedem Tweet sollten Sie also überlegen, ob und wie Sie Ihre User miteinbeziehen können. Denn das ist natürlich nicht immer sinnvoll. Generell gilt aber:

Sprechen Sie mit Ihren Usern. Die Social Media sind kein einseitiger Kanal zur Informationsstreuung, sondern eine Plattform für Austausch.

Übrigens: Wenn Sie selbst angeschrieben werden, kann sich auch Ihre Reaktionszeit positiv auf Ihren Kanal auswirken. Bei einem Tweet sollten Sie schneller als eine Stunde sein, bei einem Facebook Post schneller als einen Tag.

Fazit zum perfekten Social Media Post

Die Lösung für den perfekten Facebook Post oder den perfekten Tweet ist also, dass Sie nicht alles wie in Studienergebnissen und den Ratschlägen anderer machen müssen. Viel mehr gilt es, herauszufinden, welche Art von Facebook Post oder Tweet Ihrer Community gefällt. Dementsprechend sollten Sie Ihre Social Media Posts auch immer wieder in der Kommunikation anpassen. Probieren Sie aus und passen Sie so lange an, bis Sie den perfekten Facebook Post und den perfekten Tweet für Ihr Unternehmen gefunden haben.

Dabei können Sie erst einmal verschiedene Aktionen und variierende Uhrzeiten oder Intervalle testen. Außerdem sollten Sie Ihre Statistikfunktionen nutzen und ein monatliches Reporting erstellen. So können Sie von Monat zu Monat sehen, wie sich die User- und Klickzahlen sowie die Interaktion verändert haben und entsprechend planvoll anpassen.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Suche nach Ihrem ganz persönlichen perfekten Facebook Post und perfekten Tweet!

Weitere Informationen rund um die PR finden Sie auf Für-Gründer.de. Dort haben wir beispielsweise zusammengefasst, auf was Journalisten bei einer Pressemitteilung Wert legen und weitere Tipps für die Pressearbeit zusammengetragen. Wenn Sie sich für Social Media-Marketing interessieren, lesen Sie hier weiter. Eine Zusammenfassung für Tweets sowie ein kleines 1×1 der Twitter-Begrifflichkeiten finden Sie hier. Außerdem haben wir eine Übersicht wichtiger Social Media Plattformen für Sie erstellt.

Ausgewählte Studien, die wir für diesen Beitrag analysiert haben: