Vorschau auf die neue Staffel Die Höhle der Löwen



Ab dem 18. August schickt der Privatsender VOX zum zweiten Mal Existenzgründer in Die Höhle der Löwen. Die für den Grimme-Preis 2015 nominierte Fernsehshow machte im vergangenen Jahr ein breites Publikum mit der Gründerwelt vertraut und stieß auf großes Interesse bei den Zuschauern. Wir stellen bereits jetzt drei Geschäftsideen samt Deal, den sich die Gründer erhoffen, vor und geben damit eine Vorschau auf die 2. Staffel.

In insgesamt elf neuen Folgen werden die Unternehmer Judith Williams, Frank Thelen, Jochen Schweizer, Lencke Steiner und Vural Öger junge Gründer auf den Prüfstand stellen und darüber entscheiden, ob sie deren Geschäfte finanziell unterstützen. Die Spielregeln sind simpel. Die Teilnehmer müssen die Investoren davon überzeugen, mindestens die eingangs geforderte Investitionssumme bereitzustellen. Wer mit einer Forderung von 100.000 Euro in die Verhandlung eintritt und beispielsweise nur 50.000 Euro geboten bekommt, muss das Interesse der anderen Investoren wecken, sonst geht er mit leeren Händen nach Hause.

In der vergangenen Staffel wurden 57 Geschäftsideen vorgestellt, 16 davon erhielten einen Zuschlag. Insgesamt versprachen die Investoren den 16 Start-ups 1,9 Millionen Euro. Jovana und Maja Vatralj von JULY & MARGE berichten:

Wir sind froh, dass wir bei der „Höhle der Löwen” mitgemacht haben. Über Nacht wurde unser Produkt bekannt – was wir ohne die TV-Show niemals so geschafft hätten. Was uns sehr freut, ist, dass man Beli-Luu jetzt sogar bei Douglas kaufen kann. Das ist natürlich eine Adelung für uns und unser Produkt und macht uns sehr stolz.

In manchen Fällen platzten die Deals im Nachgang, Sven Schaller von Wellmed (Bettenhaus Gailing) zieht trotzdem ein positives Resümee:

Die Ausstrahlung der Sendung vergangenen August hatte in den Folgetagen extremste Kommunikationseskapaden auf allen Wegen zur Folge. Hunderte Mails und Anrufe, die kaum zu bewältigen waren. Viele Neu- und Stammkunden meines bestehenden Unternehmens Bettenhaus Gailing mit zwei Fachgeschäften haben uns auf die Sendung angesprochen, einige sind erst dadurch auf uns aufmerksam geworden und haben bei uns eingekauft. Auch in diversen Verbänden, Vereinigungen und im geschäftlichen Umfeld hat die Sendung positiv zum Renommee von Geschäft und meiner Person beigetragen. Der Deal hat – trotz Handschlag vor der Kamera – leider nicht geklappt, „Reichtum” ist also keiner entstanden, aber meines Erachtens hat die Teilnahme an der Sendung trotzdem gelohnt.

Mir diesen Geschäftsideen wagen sich Gründer dieses Mal in die Höhle

Es gibt kaum einen Supermarkt, in dem nicht ein Fair Trade Regal steht. Aber auch der Medienerfolg des Fairphones zeigt, dass man mit Waren aus nachhaltiger und fairer Produktion Geld verdienen kann. Genauso wie Erze, Kaffee und Bananen wird auch Kautschuk, der Rohstoff für Kondome, vor allem in Entwicklungsländern produziert. Und wie das dort so häufig ist, erhalten diejenigen, die die größte Arbeit damit haben, kaum etwas von den Erlösen, obwohl die Margen vergleichbar mit denen von Luxusprodukten sind.

Einhorn nutzt Kautschuk aus fairer und nachhaltiger Produktion (Bild: einhorn.my)
Einhorn nutzt Kautschuk aus fairer und nachhaltiger Produktion (Bild: einhorn.my)

Warum also das Konzept nicht auch auf Verhütungsmittel übertragen? „Sex macht mit gutem Gewissen viel mehr Spaß”, dachten sich zwei Unternehmer aus Berlin und fanden auch den passenden Namen für das Produkt: Einhorn. Im Februar starteten sie eine Crowdfunding Kampagne und sammelten mehr als 100.000 Euro Startkapital ein. Mittlerweile gibt es die Einhörner auch im Einzelhandel zu kaufen. Die Gründer bieten 10 % der Unternehmensanteile im Tausch für 300.000 Euro.

Bester Kaffee aus Beuteln

Manche schwören auf Espresso, andere auf Filterkaffee. Wer gerade unterwegs, im Büro oder beim Camping nicht auf eine Kaffeemaschine zurückgreifen kann und trotzdem nicht auf seinen Filterkaffee verzichten möchte, für den sind die Coffee Bags von der Hamburger Kaffee Manufaktur Life is You genau das Richtige. Die Coffee Bags enthalten genau eine Portion gemahlenen Kaffee und werden mit heißem Wasser direkt in der Tasse aufgebrüht. Man muss den Kaffee auch nicht ziehen lassen. Sobald der Beutel bis zum Rand mit heißem Wasser gefüllt wurde, ist der Kaffee fertig.

Die Kaffeebeutel werden direkt in der Tasse gebrüht (Bild: lifeisyou.de)
Die Kaffeebeutel werden direkt in der Tasse gebrüht (Bild: lifeisyou.de)

Der Coffee Bag verbindet eine einfache Handhabung mit den Vorteilen der Handbrühung. Bei dieser Zubereitungsmethode fließt das Wasser ohne hohen Druck mit natürlichem Schwall durch den Kaffee. Durch das behutsame Aufbrühen ohne Druck lösen sich weniger Bitterstoffe und Aromen können sich besser entfalten. Das Ziel heißt 150.000 Euro für ein Fünftel am Unternehmen.

Pflanzen zum Mitnehmen

Mobile Garden ist ein handlicher und tragbarer Blumen- und Kräutertopf. Er wurde von tsurishinobu einer traditionellen japanischen Heimgartenbauweise inspiriert. Für den Entwurf erhielt die Japanerin Akiko Takahashi bereits zahlreiche Design Awards. Auch beim Elevator Pitch Baden-Württemberg hat es für einen zweiten Platz in Konstanz gereicht. Die mobilen Vasen sind in verschiedenen Farben erhältlich und wasserdicht. Das Material besteht aus recycelbarem Plastik. Die mobilen Gärten sind für sieben Euro das Stück im Onlineshop des Start-ups aus dem Schwarzwald erhältlich. Dort entsteht auch eine Online-Community, in der die Mobile Garden-Fans diskutieren und Ableger tauschen können. Die Löwen sollen 15 % der Unternehmensanteile für 20.000 Euro erhalten.

Mobile Gardens sind Vasen zum mitnehmen (Bild: mobilegarden.org)
Mobile Gardens sind Vasen zum mitnehmen (Bild: mobilegarden.org)

Gründercoach Felix Thönnessen, der bei der neuen Show Die Höhle der Löwen die Start-ups coachen konnte, hat fünf wichtige Tipps für ein erfolgreiches Investorengespräch zusammengestellt. Weitere Beiträge zur Höhle der Löwen im Blog sind: