Das sind die Sieger des ersten Science4Life Technology Slams



Beim ersten Science4Life Technology Slam in Frankfurt am Main haben sich diese Woche 19 Start-ups aus dem Bereich Life Sciences und Chemie in jeweils drei Minuten vorgestellt. Das Publikum spielte die Jury und vergab Schulnoten von eins bis sechs. Wir stellen die drei Gewinner und ihre Ideen vor.

Neben der Verständlichkeit und dem Unterhaltungswert des Vortrags wurden die Start-ups natürlich vor allem hinsichtlich ihres Angebots beurteilt. Wer das Publikum von sich überzeugen konnte, leistete eine besondere Kür, denn es saßen auch Fachleute aus den verschiedensten Bereichen darunter. So galt es Investoren, Business Angels, Business Developer, Geldgeber, Branchenexperten und Multiplikatoren zu umgarnen.

Die Gründer erklärten dem Auditorium nicht nur die jeweilige Geschäftsidee, sondern sie erzählten auch, was sie für ihren Erfolg noch brauchen – beispielsweise Kapital oder Vertriebspartner. Bei einem anschließenden Networking-Event konnten sich die „Slammer“ mit den Zuhörern aus dem Publikum unterhalten und sich zum Produkt oder einer möglichen Zusammenarbeit austauschen.

Platz 3: Caveomed GmbH

Das Start-up aus dem Bereich Medizintechnik wurde im April 2014 gegründet. Das Gründerteam besteht aus Prof. Dr. med. Albertus M. Scheule, der 15 Jahre lang am Universitätsklinikum Tübingen tätig war. Sein Mitgründer Matthias Kyank hat einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Die Tübinger Gründer haben ein Patent auf ein neues Gefäßverschlusssystem angemeldet, das sowohl dem Anwender als auch dem Patienten mehr Sicherheit bzw. Komfort bieten soll. CaveoVasc, so heißt das Produkt, funktioniert durch eine sogenannte „Doppelballontechnik“. Der bei Caveomed geplante Verkaufsstart des Produkts ist für März 2016 angedacht.

Und noch einmal für Laien wie uns: CaveoVasc kann beispielsweise bei einer Katheteruntersuchung oder einer Lysetherapie (nach einem Schlaganfall) angewendet werden. Es reduziert Komplikationen und ist komfortabler für die Patienten.

Gewinner des ersten Technology Slams
Die Preisträger: (vlnr.): Prof. Dr. Albertus Scheule (CaveoMed GmbH), Sascha Knauer und Christina Uth (Sulfotools), Prof. Jochen Maas (Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH), Dr. Gerrit Hohenhoff (Nephila Silk Innovation GmbH) (Foto: CfL CONSULTING)

Platz 2: Sulfotools

Beim Darmstädter Start-up Sulfotools steht die Umwelt im Fokus. Mit der sogenannten „Smoc-Technologie“ können giftige Lösungsmittel durch Wasser ersetzt werden. Das ist günstiger als Chemikalien, spart Ressourcen und erhöht zugleich die Qualität der Produkte. Eingesetzt wird das Verfahren allen voran für Kosmetika und Arzneimittel. Das Team, bestehend aus Sascha Knauer und Christina Uth, suchte im Gegensatz zu den meisten anderen Teilnehmern keine Investoren, sondern einen Business Developer sowie einen Berater.

Platz 1: Nephila Silk Innovation GmbH

„Wir suchen Investoren, die keine Angst vor Spinnen haben“, sagt CEO Dr. Gerrit Hohenhoff zum Abschluss seiner Präsentation. Der Grund: Seine Idee ist es, mit Spinnenfäden und zellfreien Venen die Regeneration von Nervensträngen zu ermöglichen. Wenn das Nephila Silk Innovation gelingt, können künftig gelähmte Körperteile wieder aktiviert werden.

Ganz klar eine sinnvolle Sache – da stimmen wir zu. Erklären lassen wollen wir es den Gewinner deswegen auch noch einmal selbst:

Weitere Informationen zu Science4Life gibt es auf Für-Gründer.de. Wenn Sie weitere Gründerevents kennenlernen wollen, lesen Sie hier weiter.

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