Science4Life Venture Cup: Gewinner der 1. Phase stehen fest



Die drei Gewinner der ersten Stufe, der Ideenphase, des Science4Life Venture Cup 2014 kommen aus den Bereichen Medizintechnik, Chemie und Pharma. Im Rahmen des Gründerwettbewerbs haben angehende Gründer aus den Branchen Life Sciences und Chemie die Gelegenheit, ihre Geschäftsideen von Experten auf die Marktfähigkeit prüfen zu lassen. Insgesamt wurden 65 Ideen eingereicht.

Am 29. November wurden die drei besten Ideen der ersten Phase beim Science4Life Venture Cup im Industriepark Höchst prämiert. Dabei dominieren die Bereiche Medizintechnik, Chemie und Pharma. Die Benennung fand im Anschluss an einen Tagesworkshop statt, der für die 30 besten Teams der laufenden Wettbewerbsrunde angeboten wurde. Gewonnen haben die Gründerteams von Akesion, DexLeChem und iStent. Ziel der Ideenphase ist die frühe Vorbereitung der Teilnehmer auf die richtig heißen Phasen des Wettbewerbs, der mit insgesamt 66.000 Euro dotiert ist. Die Rückmeldung sei wichtig für die Gründer, so Dr. Detlef Terzenbach, Leiter des Themenfeldes Bio/Nano/Umwelttechnologie bei der Hessen Trade & Invest:

Die neue Ideenphase ist ein wertvolles Instrument, um die Teilnehmer des Venture Cups schon in einer ganz frühen Phase abzuholen und ihnen wichtige Rückmeldungen geben zu können.

Science4Life beste Ideen
Das Arzneimittel von Akesion, das neuartige Produktionsverfahren von DexLeChem und der Selbsttest von iSent überzeugten die Jury und tragen nun den Titel „beste Ideen“ der ersten Phase beim Science4Life Venture Cup.

Das Team von Akesion entwickelt ein Arzneimittel namens „AK01″, das häufige Spätfolgen von Operationen wirksam vorbeugen und somit verhindern soll. Das Problem ist, dass bei mehr als der Hälfte aller Operationen Spätfolgen auf den Patienten zukommen, für die es derzeit keine wirksame Prophylaxe gibt. Durch dieses Medikament sollen aufwendige, riskante und den Patienten und das Gesundheitssystem belastende Folgebehandlungen verhindert werden.

Die Geschäftsidee der DexLeChem GmbH basiert auf einem patentierten Verfahren zur Herstellung von chiralen (eigenschaftsgleiche, wirkungsunterschiedliche Stoffe) pharmazeutisch-chemischen Produkten, bei dem die eingesetzten Edelmetallkatalysatoren mehrfach verwendet werden können. Bei dem neuartigen Produktionsverfahren findet, anstatt einer Destillation, eine thermisch schonende extraktive Abtrennung statt. Somit können die Katalysatoren wiederverwendet und bei der Herstellung Kosten von mehr als 20 % eingespart werden.

Das Team iStent überzeugte mit einem Selbsttest, durch den Patienten überprüfen können, ob sich nach einer Stent-Implantation ihre Blutgefäße verengt haben. So können Patienten schnell und unkomplizierte selbst eine erneute Gefäßverengung (Restenose) detektieren, ohne sich jedes Mal einer ausgeprägten klinischen Betreuung zu unterziehen.

Dr. Karl-Heinz Baringhaus vom Hauptsponsor Sanofi freut sich über den Einfluss des Science4Life Venture Cups auf die naturwissenschaftliche Gründerszene:

Dass sich wieder so viele Teams aus unterschiedlichen Bereichen beworben haben, zeigt, welche Rolle der Wettbewerb inzwischen in der naturwissenschaftlich geprägten Gründerszene spielt.

Die Ideenphase ist die erste von drei Phase des Science4Life Venture Cups. Die nächsten Phasen beim Science4Life Venture Cup sind die Konzept- sowie die Businessplanphase. Um bei den folgenden Phasen dabei zu sein, ist die Teilnahme an der Ideenphase keine Voraussetzung. Somit können Interessenten jederzeit in die laufende Wettbewerbsrunde einsteigen. Die Teilnehmer sollten aus den Bereichen Life Sciences oder Chemie kommen bzw. sollte die Geschäftsidee aus einem der folgenden Bereiche kommen:

  • Agro
  • Biotechnologie
  • Chemie
  • Gesundheitswesen
  • Materialwissenschaft/Nanotechnologie
  • Medizintechnik
  • Pharma
  • Umwelttechnologie/Erneuerbare Energien

Sollte das Unternehmen bereits gegründet worden sein, darf die Gründung bei der Bewerbung am Gründerwettbewerb Science4Life max. 12 Monate zurückliegen. Bis zum 17. Januar 2014 haben naturwissenschaftliche Gründer die Gelegenheit, ihr Geschäftskonzept einzureichen. Für die letzte Phase ist der Einsendeschluss am 25. April 2014. In beiden Phasen können die besten Teams an professionellen Workshops teilnehmen und letztendlich großzügige Preisgelder gewinnen.

Weitere Informationen zum Science4Life Venture Cup sowie zur Erstellung eines Businessplans finden Sie auf Für-Gründer.de.

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