SAP zeigt Start-ups den Umgang mit der Datenflut



Am 19. Juni fand bereits zum zweiten Mal das SAP Start-up Forum in Berlin statt. Im Rahmen der Ganztagsveranstaltung präsentierten Gründer ihre Geschäftsideen in Pitches und erfuhren in vertiefenden Vorträgen mehr über die neue Datenbanktechnologie SAP HANA. Dabei handelt es sich um eine In-Memory Datenbank, die auf schnellen Arbeitsspeicher setzt und bis zu 100.000 mal schneller ist, als festplattenbasierte Datenbanken. Mit über 30 teilnehmenden Start-ups fand das Forum reges Interesse.

Die Eventreihe wird seit März 2012 in vielen Städten rund um den Globus – u.a. London, Paris und Hong Kong – ausgerichtet und bot seither rund 500 jungen Unternehmen die Möglichkeit, von der Erfahrung, den Kontakten und der SAP Technologie zu profitieren.

In Berlin lag der inhaltliche Fokus auf SAP HANA. Den teilnehmenden Start-ups wurden Test- und Entwicklungslizenzen, Software Development Kits und weiterführende technische Unterstützung von SAP im Wert von 65.000 Dollar vorgestellt und angeboten.

Neben der SAP-Softwarepräsentation konnten die Besucher in den Pausen und am Nachmittag auch die Chance nutzen, das Gespräch mit anderen Gründern und Venture Capital Gesellschaften, wie SAP VenturesHasso Plattner Ventures, Earlybird und High Tech Gründerfonds, aufzusuchen.

Cafer Tosun at SAP
SAP-Geschäftsführer Cafer Tosun bei seiner Berüßungsrede (Quelle: SAP)

Beginnend mit einleitenden Worten von Cafer Tosun, Luisa Silva und Gary Parnell von SAP, startete das Forum mit einem praktischen Beispiel für ein Unternehmen, das große Datenmengen verarbeiten muss und bereits von SAP unterstützt wird: Alacris.

Das Unternehmen Alacris verarbeitet mit der SAP-Technologie, bei der Auflistung des medizinischen Wirkprozesses eines Medikaments auf den Körper eines Krebspatienten, große Datenmengen. Auf diese Weise kann die Gefahr des Medikamenteneinsatzes zuerst am virtuellen Patienten getestet werden, ohne das Leben der realen Person zu beeinflussen.

Ein weiteres bereits von SAP unterstütztes Projekt ist SCOOP. Die Idee hinter der bereits SAP HANA nutzenden App SCOOP ist der bequeme Umgang mit der Datenflut auf dem Ipad. Der „Schöpflöffel” hilft dabei Strukturen und Funktionsweisen des Unternehmens zu analysieren und optimieren, damit der Umsatz steigt.

Etwas andere Ideen zur Nutzung von SAPs Datenbanktechnologie, fernab von Profit, stellten zwei studentische Gruppierungen vor. Eine davon ist die Database of Dreams. Das studentische Projekt stellt sich – mit dem Ziel der Weltverbesserung – der Aufgabe, persönliche, berufliche und gesellschaftliche Träume auf einer Plattform zu vereinen. Die individuellen Wünsche werden dann je nach Standort und Inhalt zusammengefasst.

SAP
Das SAP Start-up Forum fand dieses mal in den SAP Offices in Berlin statt.

In den drei Pitching Sessions stellten sich insgesamt 17 Start-ups mit ihren Geschäftsideen vor. Die erste Runde bestritt u.a. die Plattform elefunds. Mit der Spendensoftware können Kunden beim Online-Einkauf den zu zahlenden Betrag mit einem Klick aufrunden. Die Differenz wird daraufhin an wohltätige Organisationen gespendet. Bei der Wahl der Organisation wird darauf geachtet, welche Vorlieben der Konsument hat.

In der zweiten Pitching Session stellte sich das Start-up Conis Risk Consulting vor. Mit Hilfe von SAP HANA möchte das Start-up die politische Stabilität und das Risiko in einem Land abschätzen. Auf diese Weise können eventuell entstehende Kosten für ein in das Land expandierendes Unternehmen errechnet werden. So können neue Märkte kosteneffizient erschlossen werden.

Mit der SAP HANA Technologie möchte das Start-up YOVISTO die Analyse von Videodateien vereinfachen und so relevante Videos per Suchmaschine filtern. Das Ganze geschieht ohne menschliches Zutun. Niemand muss das Video wirklich „gesehen” haben. Stundenlange Archivarbeit von Journalisten könnte so Geschichte werden.

Anschließend wurden die 22 Start-ups, die es in das Bootcamp am 1. und 2. Juli in den Social Impact Labs in Berlin geschafft haben, von der Jury, u.a. bestehend aus Sonja Cornelißen von D-Labs, Jörg Sievert von SAP Ventures und Tim Weiss von Hasso Plattner Ventures, gekürt.

Die Gewinner sind: elefunds, PAYMILL, Apaxo, Blue Cell Networks, Brand a Trend, ChargePartner, CONIS Risk Consulting, ConWeaver, Deltamethod, Echobot Media Technologies, EGR Energy Systems, enercast, GoEuro Travel, 360°, JC Analytics, RetentionGrid, Sablono, VersionEye, yetu, yovisto und Zellkraftwerk.

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