Team „Cookster“ gewinnt beim Berlin Startup Weekend



Ab dann galt das Startup Weekend-Motto „no talk, all action“ und die Teams arbeiteten teilweise bis früh in die Morgenstunden an ihren Geschäftsideen, programmierten Apps und unterhielten sich auf der Straße mit möglichen Konsumenten. Dabei erhielten sie tatkräftige Unterstützung unserer Coaches – einem Team aus Experten der Food – und Startup-Szene, das sich aus Mitarbeitern von Mondelēz International, einer Innovations-Agentur und ehemaligen Gründern zusammensetzte.

Für-Gründer.de: Wie setzten sich die Teams zusammen und welche Ideen haben sie vorgestellt?

Markus Schranner vom Berlin Startup Weekend: Die 60 Teilnehmer haben sich in neun Teams aufgeteilt. Der Prozess der Teamfindung ist immer sehr spannend zu beobachten: Es ist quasi ein organisiertes Durcheinander, bei der noch einmal jeder versucht, andere für seine Idee zu begeistern.

Die Teamleiter müssen natürlich dafür sorgen, dass sie am Ende ein Team haben, das sich ergänzt – also zum Beispiel, dass ein Designer, ein Programmierer und ein Marketingexperte mit dabei sind. Beim Startup Weekend Food Innovation hatten wir Teams mit zwei bis zehn Teilnehmern.

Das Team Cookster musste als erstes auf die Bühne, um innerhalb von 4 Minuten ihre Idee vorzustellen und sich anschließend den Fragen der Jury zu stellen
Das Team „Cookster“ musste als erstes auf die Bühne, um innerhalb von 4 Minuten die Idee vorzustellen und sich anschließend den  Juryfragen zu stellen

Für-Gründer.de: Wo lagen die inhaltlich größten Herausforderungen für die Teams auf dem Weg zum Pitch am Sonntag?

Markus Schranner vom Berlin Startup Weekend: Wir haben jedes Team gefragt, welches Problem ihr Produkt lösen soll. Erst nachdem diese Frage beantwortet war, konnten sie richtig loslegen. Trotzdem haben sich manche Teams erst am Sonntag eingestanden, dass ihre Idee so nicht umsetzbar ist und dann noch in letzter Minute einen „Pivot“ hingelegt – also ihre Idee an die neu gewonnenen Erfahrungen angepasst.

Für-Gründer.de: Haben es alle Teams bis zur finalen Präsentation geschafft und welche Idee konnte am meisten überzeugen und belegten die Plätze 1 bis 3?

Kai Thornagel von Mondelēz International: Am Ende waren es Dinge wie die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells, die Validierung des Konzepts und Fortschritt bei der Umsetzung, die den Ausschlag bei der Jurybewertung gaben.

Gewonnen hat das Team „Cookster“, die eine App präsentierten, mit der gestresste Büroangestellte ihr Abendessen individuell organisieren können: Die Zutaten für das maßgeschneiderte Wunschabendessen werden vom lokalen Supermarkt pünktlich zum Feierabend bereitgestellt. Ein erster Berliner Supermarkt signalisierte bereits Interesse.

Den Preis für das beste Design gewann die Beta-App „Bubblecook“ – das Team programmierte eine nach Zutaten sortierte Rezeptdatenbank, die auf innovative und explorative Weise bei der Suche nach dem passenden Gericht hilft. Ein nettes Add-On: auf Wunsch organisiert „Bubblecook“ die Aufgabenverteilung beim Kochen zu Zweit.

„FeedMyGang“ gewann mit ihrer Website zur Organisation des Mittagstisches (inkl. Lieferung) für Angestellte den Preis für den besten Pitch.

Die Idee von „Bubblecook“: Anhand von Zutaten das passende Rezept finden und die Kocharbeiten teilen

Für-Gründer.de: Wie ist Ihr Fazit als Veranstalter und wird es eine Food Innovation“-Fortsetzung geben?

Markus Schranner vom Berlin Startup Weekend: Das Fazit fällt sehr positiv aus, das Wochenende hat uns in jedem Fall bestärkt, wieder so eng mit einem Unternehmen wie Mondelēz International zusammenzuarbeiten. Über eine Wiederauflage des Startup Weekend Food Innovation haben wir noch nicht gesprochen, generell sind aber weitere Startup Weekends in Berlin geplant.

Kai Thornagel von Mondelēz International: Für uns von Mondelēz International war es ein Experiment von dem niemand den Ausgang vorhersagen konnte. Die Ergebnisse sprechen jedoch für sich! Wir sind sehr glücklich mitgemacht zu haben. Wir werden uns im Nachgang mit dem Organisationsteam zusammensetzen, um gemeinsam alles Revue passieren zu lassen. Momentan sehen wir jedoch nichts, was gegen eine Wiederholung des Events sprechen würde.

Für-Gründer.de: Vielen Dank für das Gespräch! Wir bleiben an „Cookster“ dran und hoffen, dass der erste Schritt in die Selbstständigkeit hiermit geschafft ist.

Auch andere Gründer aus Deutschland bekommen in diesem Jahr noch die Möglichkeit, an weiteren Startup Weekends teilzunehmen. Erfahren Sie hier die Termine unter anderem für Startup Weekend Events in Leipzig, Stuttgart oder München.

Weitere Veranstaltungen finden Sie direkt im Kalender.

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