Team „Cookster“ gewinnt beim Berlin Startup Weekend



In diesem Jahr fand in Berlin das weltweit erste Startup Weekend zum Thema Food Innovation statt. Unterstützt wurde das Event von Mondelēz International und der Kauffman Foundation. Vom 7. bis 9. Juni luden Eric Lindig sowie Marcia und Markus Schranner potenzielle Gründer in die Hauptstadt ein. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern entwickelten sie im CoWorking Space „CLUBOFFICE“ in nur drei Tagen erfolgversprechende Geschäftsideen zum Thema Food Innovation“.

Kein Entkommen, keine Ausreden, kaum Schlaf und viele rauchende Köpfe. Das klingt im ersten Moment wirklich nicht lustig, scheint es aber zu sein. Beim Besuch des Berliner Startup Weekends jubeln, klatschen und lachen die Teilnehmer als hätte es die anstrengenden drei Tage nie gegeben.

Lasse Chor moderierte nicht nur, er animierte das Publikum und die Teilnehmer, die längst eine Mütze voll Schlaf brauchten
Lasse Chor moderiert nicht nur, er animiert die Teilnehmer, die längst eine Mütze voll Schlaf nötig hätten

Für-Gründer.de schlich zwischen den Energiebündeln umher und wollte sich selbst einen Eindruck davon verschaffen, was nach so kurzer Zeit zustande kommt. Gewonnen hat das Team „Cookster“, das eine App entwickelte, mit der Angestellte ihr Abendessen individuell organisieren können.

Wir sprachen mit Markus Schranner vom Berlin Startup Weekend und Kai Thornagel von Mondelēz International über das Konzept des Berlin Startup Weekend Food Innovation, die Ideen der Teams und die Herausforderungen der Teilnehmer bis zum Pitch.

Für-Gründer.de: Das Berlin Startup Weekend Food Innovation fand so weltweit zum ersten Mal statt  – wie kam es dazu, den Fokus auf Food zu legen?

Kai Thornagel von Mondelēz International: Während im Tech-Bereich Neugründungen an der Tagesordnung sind, tut sich die Lebensmittelbranche hiermit noch etwas schwer. Zwar gibt es einige erfolgreiche Beispiele wie z.B. knusperreich, MyMüsli oder erdbär. Jedoch macht es die Food-Industrie durch ihre Strukturen, Kapitalintensität und auch Regulierungen jungen Unternehmern nicht leicht, ihre Ideen und Geschäftsmodelle zum Leben zu erwecken.

Daher wollen wir mit der Initiative die Förderung von Unternehmergeist insbesondere im Bereich Food unterstützen und jungen Gründern helfen, ihre Ideen zu konkretisieren und idealerweise in ein Start-up zu überführen.

Markus Schranner vom Berlin Startup Weekend: Es gibt viele Leute, die sich über die Food-Branche beschweren oder irgendwelche Verbesserungsvorschläge haben. Wir als Veranstalter haben uns überlegt, genau diesen Menschen eine Plattform zu geben, um eigene Konzepte zu präsentieren und es besser zu machen. Und es hat funktioniert: Die Ergebnisse sind toll.

Markus Schranner vom Berlin Startup Weekend (links) und Kai Thornagel von Mondelēz International
Markus Schranner vom Berlin Startup Weekend (links) und Kai Thornagel von Mondelēz International

Für-Gründer.de: Das Startup Weekend wurde von Mondelēz International unterstützt – wie kam es zur Zusammenarbeit und warum ist sie nötig?

Markus Schranner vom Berlin Startup Weekend: Wir als Veranstalter wollten durch den Fokus auf Food und die enge Zusammenarbeit mit Mondelēz International eine Verbindung zwischen der Lebensmittelindustrie und jungen Gründern herstellen, die an dieser Branche interessiert sind.

Das Startup Weekend Food Innovation hat bewiesen, dass diese enge Zusammenarbeit sehr produktiv ist: Die Mentoren und Coaches von Mondelēz International konnten den Gründern mit ihrer Erfahrung wertvolle Tipps geben. Und haben sich im Austausch mit den Teams sicherlich von deren Kreativität und Tatendrang inspirieren lassen.

Kai Thornagel von Mondelēz International: Irene Rosenfeld, CEO von Mondelēz International, sagte im vergangenen Jahr zur Umfirmierung unseres Unternehmens „we are the world’s biggest startup“. Zwar ist dies durchaus mit einem Augenzwinkern gemeint, aber es drückt aus, dass wir uns gewissermaßen auch wieder am Anfang befinden und mit frischem Unternehmergeist ans Werk gehen. Dass dies kein Lippenbekenntnis ist, wollen wir auch durch die Förderung von Unternehmertum in der Food-Branche, d.h. außerhalb unserer eigenen Mauern, beweisen.

Die Jury (v.l.n.r.): Peter Petermann, Benjamin Thym, Dr. Stephan Telschow, Ailine Liefeld und Jürgen Leiße
Die Jury (v.l.n.r.): Peter Petermann, Benjamin Thym, Dr. Stephan Telschow, Ailine Liefeld und Jürgen Leiße

Für-Gründer.de: Das Prinzip eines Startup Weekends ist: in 54 Stunden zum Startup – wie verlief das Event in Berlin im Detail?

Markus Schranner vom Berlin Startup Weekend: Es ging Freitagabend mit einem Elevator-Pitch los: Jeder der etwa 60 Teilnehmer hatte 60 Sekunden Zeit, um seine Idee vorzustellen. Danach entschieden die Teilnehmer selbst, welche Ideen umgesetzt werden sollten und formierten sich zu neun Teams.

Ab dann galt das Startup Weekend-Motto „no talk, all action“… Weiterlesen auf Seite 2