Peter Kellendonk über den Sonderpreis beim Gründerwettbewerb IKT Innovativ



Der Gründerwettbewerb IKT Innovativ geht in die nächste Runde. Jährlich zeichnet der Gründerwettbewerb vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie innovative Geschäftsideen mit einem hochdotierten Preis aus und fördert damit die Gründerlandschaft im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik. Bis Ende Mai können sich kreative Gründer beim Gründerwettbewerb IKT Innovativ bewerben, der in diesem Jahr wieder einen Sonderpreis vergibt. Verliehen wird der Sonderpreis von der Kellendonk Elektronik GmbH, die Start-ups zum Thema „Vom Smart Home zu Smart Grids – Innovative Informations- und Kommunikationstechnik für die Energieversorgung von Morgen“ sucht. Wir haben mit Geschäftsführer Peter Kellendonk über das Engagement beim Wettbewerb IKT Innovativ und über die Gründerszene im Energiebereich gesprochen.

Für-Gründer.de: Die Kellendonk Elektronik GmbH ist ein leistungsstarkes und unabhängiges Technologieunternehmen. Warum engagieren Sie sich beim Gründerwettbewerb und unterstützen damit die Gründung neuer Unternehmen?

Peter Kellendonk von Kellendonk Elektronik: Man darf auch im Erfolg nicht vergessen, wie alles angefangen hat. Ich war 1996 auch mal ein Gründer. Zwar hatte ich ein paar gute Ideen, aber sonst wusste ich über den Aufbau eines Unternehmens nicht viel. Dass sich alles so gut entwickelt hat, war auch etwas Glück. Mit diesem Wettbewerb kann man sicherlich einigen fähigen Gründern eine wichtige Starthilfe geben. Deshalb mache ich beim Gründerwettbewerb – IKT Innovativ sehr gerne mit.

Für-Gründer.de: Sie schreiben in der aktuellen Runde 1/2013 den Sonderpreis „Vom Smart Home zu Smart Grids“ aus. Wieso unterstützen Sie gerade Start-Ups aus dem IKT-Bereich?

Peter Kellendonk von Kellendonk Elektronik: Gute Ideen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik kann es nie genug geben. Und gerade die Energieversorgung von morgen ist ein Bereich, in dem angesichts der massiven Veränderungen innovative Ansätze gefragt sind. Das wissen wir aus eigener Erfahrung, denn das ist auch unser Haupt-Betätigungsfeld.

Peter Kellendonk ist Geschäftsführer der Kellendonk Elektronik GmbH, die dieses Jahr einen Sonderpreis im Rahmen des Wettbewerbs IKT Innovativ vergibt.
Peter Kellendonk ist Geschäftsführer der Kellendonk Elektronik GmbH, die dieses Jahr einen Sonderpreis im Rahmen des Wettbewerbs IKT Innovativ vergibt.

Für-Gründer.de: Was genau verbirgt sich hinter den Begriffen Smart Home und Smart Grid?

Peter Kellendonk von Kellendonk Elektronik: In beiden Bereichen geht es um eine intelligente Vernetzung. Bei Smart Home können die elektrischen Geräte im Haushalt miteinander kommunizieren und ihren Einsatz aufeinander abstimmen. Bei Smart Grid geht es um intelligente Stromnetze. Dabei werden zwischen Energieversorgern und Verbrauchern Informationen ausgetauscht, wie hoch gerade das Energie-Angebot ist. Der Verbrauch kann dann über eine gezielte Steuerung entsprechend angepasst werden.

Für-Gründer.de: Mit welchen Ideen können sich Gründer und Gründerteams für den Sonderpreis bewerben, und was für Einsendungen erhoffen Sie sich?

Peter Kellendonk von Kellendonk Elektronik: Künftig werden die Anwendungsfelder von Smart Home und Smart Grid immer weiter miteinander verschmelzen. Denn die Vernetzungs-Infrastruktur kann man für beide Zwecke nutzen. Jetzt geht es darum, energiesparende und gleichzeitig komfortable Anwendungen in den Alltag zu integrieren. Die Innovationen müssen potenziellen Kunden begeistern können und marktfähig sein. Wenn Gründer also gute Ideen haben, sollten sie sich auch Gedanken machen, wie das praktikabel umgesetzt werden kann – und zudem zu einem Preis, den auch die Verbraucher zu zahlen bereit sind.

Für-Gründer.de: Warum ist der Energiemarkt gerade für Gründer und junge Unternehmen ein lohnendes Betätigungsfeld?

Peter Kellendonk von Kellendonk Elektronik: In keinem anderen Technologiebereich ist der Umbruch so grundlegend. Das Energiemanagement muss sich unter den neuen Bedingungen der Energiewende grundlegend verändern. Kluge Köpfe können sich da voll entfalten. Zudem ist der Energiemarkt ein ökonomisch immens wichtiger Bereich. Hier ist eine funktionierende Infrastruktur eine wichtige Grundlage für den Wohlstand der gesamten Gesellschaft. Für Gründer und junge Unternehmen kann dieses Gebiet also auch wirtschaftlich attraktiv sein.

Für-Gründer.de: Für wie wichtig halten Sie Unternehmensgründungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland?

Peter Kellendonk von Kellendonk Elektronik: Ein Land ohne riesige Bodenschätze braucht nun einmal Kreativität, Weitsicht und Durchhaltevermögen seiner Unternehmer. Und die besten Ideen kommen nun mal aus jungen Unternehmen. Da gibt es keine großen Hierarchien und keine bürokratischen Wasserköpfe. Gute Ideen werden einfach umgesetzt. Auch wenn das nicht immer alles sofort erfolgreich sein kann, ist eine lebendige Gründer-Landschaft eine wichtige Basis für den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Für-Gründer.de: Wie schätzen Sie das Gründungsverhalten in Deutschland ein?

Peter Kellendonk von Kellendonk Elektronik: Es könnten noch viel mehr kluge und kreative Köpfe den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Unternehmensgründung eine schwierige Entscheidung ist, die auch Mut erfordert. Deshalb ist es wichtig, dass man die jungen Leute in dieser Situation unterstützt. Solche Aktionen wie dieser Gründerwettbewerb gehören dazu.

Kellendonk Elektronik will kreative Gründer im Bereich Energie fördern. (Quelle: Screenshot Website www.kellendonk.de)
Kellendonk Elektronik will kreative Gründer im Bereich Energie fördern. (Quelle: Screenshot Website www.kellendonk.de)

Für-Gründer.de: Welchen Ratschlag würden Sie einem Unternehmensgründer mit auf den Weg geben?

Peter Kellendonk von Kellendonk Elektronik: Ich will nicht behaupten, dass ich das Patentrezept habe, das den Gründern Erfolge  garantiert. Außerdem gibt es da viele Experten, die noch bessere Tipps geben können. Ich glaube aber aus eigener Erfahrung, dass junge Unternehmer die richtige Balance zwischen kurzfristigen und langfristigen Projekten finden müssen. Kurzfristige Erfolge sind wichtig, damit das Unternehmen wirtschaftlich überleben kann. Es ist aber mindestens genauso wichtig, die Visionen nicht aus dem Auge zu verlieren, die man am Anfang der Selbstständigkeit hatte. Auch wenn es ein paar Jahre dauert, bis man diese Vorstellungen umsetzt, man sollte beharrlich bleiben. Es lohnt sich.

Für-Gründer.de: Vielen Dank für das Gespräch!

Kontakt

Peter Kellendonk, Geschäftsführer der Kellendonk Elektronik GmbH

Kellendonk Elektronik GmbH
Butzweilerhof Allee 4
50829 Köln
Telefon: 0221.99 58 90
Website: www.kellendonk.de

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