Unternehmensnachfolge: Tag der Nachfolge am 30. Oktober 2012



Die Gründung im Rahmen der Unternehmensnachfolge gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Wie bei einer Existenzgründung mit einem neuen Unternehmen gibt es zahlreiche Dinge zu beachten. Beim „Tag der Nachfolge“ stehen dementsprechend zahlreiche Themen im Fokus.

jumpp, als „Hessenweite Leitstelle für Unternehmensnachfolge“, und die UHD Hessen, Projektträger des Förderprogramms „Kampagne für Weitermacher“, laden an der Unternehmensnachfolge interessierte Gründer am 30. Oktober 2012  von 13:30 bis 18:00 zum „Tag der Nachfolge“ ein. Veranstaltungsort sind die Räumlichkeiten der UHD Hessen in der Flughafenstraße 4, 60528 Frankfurt am Main. Die Veranstaltung bietet ein umfangreiches Programm rund um die Unternehmensnachfolge

  • Vortragsprogramm: Vorträge zu den Themenschwerpunkten „Kommunikation“, „Instrumente & Finanzen“ und „Bewertung, Recht, Steuern“.
  • Erfahrungsberichte aus der Praxis: Unternehmer schildern ihre persönlichen Erfahrungen, die sie bei ihrer Firmenübernahme gemacht haben.
  • Diskussionsrunde: Vertreter aus Ministerium, Wirtschaftsförderung und Kammern diskutieren zum Thema „Unternehmenskultur im Wandel“.
  • Berater-Café: Es besteht die Möglichkeit zu einem individuellen Gespräch mit Beratern. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung vorab erforderlich.
  • Marktplatz: Referenten und Aussteller stellen sich an Infoständen vor.

Melden Sie sich jetzt für den Tag der Nachfolge auf der Website an.

Einen umfangreichen Praxisfall zum Thema Nachfolge gibt es auch auf Für-Gründer.de.

Wir haben zum Thema Unternehmensnachfolge und Betriebsübernahme die Möglichkeit genutzt mit Frau Christine Acker von jumpp zu sprechen:

Christine Acker von jumpp

Für-Gründer.de: Können Sie uns ein paar Zahlen und Fakten zum Thema Nachfolge in Hessen nennen?
Frau Christine Acker von jumpp: In Hessen stehen von 2010 bis 2014 fast drei Prozent der Betriebe zur Übergabe bereit: Dies betrifft rund 8.700 Unternehmen und etwa 117.000 Beschäftigte laut Einschätzungen des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung (IfM Bonn). Geht man auf die Internetplattform www.nexxt-change.org, so stehen aktuell hessenweit 576 Verkaufsangebote und 616 Kaufgesuche.

In Relation zu Gewerbeanmeldungen- und -abmeldungen ergab das Statistische Bundesamt Folgendes: In 2011 erfolgten sechs Prozent der hessischen Anmeldungen aufgrund einer Übernahme, während 6,7 Prozent der Abmeldungen Betriebsübergaben betrafen.

Für-Gründer.de: Welche Finanzierungs- und Förderprogramme können im Rahmen der Nachfolge in Anspruch genommen werden?
Frau Christine Acker von jumpp: Grundsätzlich wird unterschieden zwischen der Förderung der Beratung, die Sie in Anspruch nehmen können, und der Finanzierung Ihres Vorhabens. Beispielsweise können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) über die RKW Hessen GmbH, das aus EU- und Landesmitteln finanzierte „Umsetzungsberatungsprogramm“ in Anspruch nehmen: Dieses bezuschusst die Beratungsleistung bei Nachfolge und Übergabe. Auch über die UHD Hessen GmbH, der Beratungseinrichtung der hessischen Einzelhandelsverbände, können Interessierte ein Förderprogramm, das sich unter anderem für Nachfolgeberatungen eignet, beantragen.

Darüber hinaus bietet das „KfW Gründercoaching Deutschland“ für Unternehmensnachfolger/ -innen die Möglichkeit, eine Förderung der Beratungsleistungen zu erhalten: Das Gründercoaching gilt in den ersten fünf Jahren nach dem Start und bietet einen nicht rückzahlbaren Zuschuss bis 90 Prozent oder maximal 4.500 Euro auf das Beratungshonorar einer bei der KfW zugelassenen fachkundigen Stelle – wie z.B. jumpp Frauenbetriebe e.V.

Was die Finanzierung Ihres Vorhabens anbelangt, so haben Sie derzeit verschiedene Möglichkeiten, auf Fremdkapital zurückzugreifen. Zum einen richtet sich der „Frankfurter Gründerfonds“ ConCap an Gründer/-innen oder Jungunternehmen mit Sitz in Frankfurt, die maximal drei Jahre am Markt sind, mit einem Kreditbedarf zwischen 2.500 EUR und 50.000 EUR. Das Beraterteam von ConCap prüft kostenfrei das Geschäftskonzept und bereitet auf das Bankgespräch vor. Ist dieses förderungswürdig, werden die Unterlagen an die Bürgschaftsbank Hessen weitergeleitet. Über die Bürgschaftsbank können Interessierte ebenfalls ein besonderes Programm beantragen: „BOB – Bürgschaft ohne Bank“.

Gelistete fachkundige Stellen, wie jumpp Frauenbetriebe e.V., beraten und unterstützen gerne bei Auswahl und Antragsstellung dieser Fördermittel. Bei jumpp können wir sowohl Übergeber/-innen als auch Übernehmer/-innen von A bis Z begleiten – und zwar unabhängig vom Finanzierungsvolumen: Gemeinsam wählen wir die individuell passenden Fördermöglichkeiten, stellen die Anträge, bereiten den Banktermin vor und begleiten ggf. die Kundin oder den Kunden dabei.

Ein weiterer Tipp: Falls hessische KMUs ihr Personal in Bezug auf die Unternehmensnachfolge weiterbilden möchten, können die Arbeitnehmer/-innen die Qualifizierungsschecks des Landes Hessen in Anspruch nehmen. Hier übernimmt ein Förderscheck 50 Prozent der Weiterbildungskosten, maximal 500 Euro pro Person und Jahr. Jumpp, als eine der gelisteten Qualifizierungsberatungsstellen, kann ebenfalls bei der Ausgabe der hessischen Qualifizierungsschecks helfen.

Mehr Auskünfte zur Finanzierung einer Nachfolge können Interessierte auch am Tag der Nachfolge erhalten: am 30.10.2012, von 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr, in Frankfurt. Diese Veranstaltung organisieren jumpp, als „Hessenweite Leitstelle für Unternehmensnachfolge“, und die UHD Hessen GmbH, als Projektträger der „Kampagne für Weitermacher“. Kompetente Ansprechpartner aus Wirtschaft und Politik informieren über die Chancen und Potenziale der Unternehmensnachfolge: über Vorträge, Erfahrungsberichte aus der Praxis, eine Diskussionsrunde, individuelle Gespräche im „Berater-Café“ und Infostände.

Für-Gründer.de: Wo finden Gründer, die im Rahmen einer Nachfolge in die Selbstständigkeit starten wollen, geeignete Unternehmen?
Frau Christine Acker von jumpp: Es gibt Internetplattformen, in welchen sich Anbieter wie auch Suchende listen lassen können. Beispiel für eine große, nicht-kommerzielle Börse, ist www.nexxt-change.org. Diese in Deutschland größte Plattform ist nun auch für ausländische Partner geöffnet. Hierfür wurde eine Kooperation mit Germany Trade & Invest (GTAI), www.gtai.com, mit rund 40 Auslandsstandorten, und der Nachfolgebörse der Wirtschaftskammern Österreichs geschlossen www.nachfolgeboerse.at. Darüber hinaus finden Interessierte in Hessen Kontakte auf www.unternehmensboerse-hessen.de

Jumpp, eingebettet in ein breites Netzwerk von kompetenten Akteuren aus der Wirtschaft und der Gründungsszene, kann ebenso sowohl Übergeber/-innen als auch Übernehmer/-innen gezielt bei ihrer Suche unterstützen.

Für-Gründer.de: Vielen Dank für das Gespräch!

jumpp unterstützt Gründer und Selbstständige – natürlich auch bei der Nachfolge – und ist dementsprechend in der Dienstleister- und Beraterbörse von Für-Gründer.de in der Rubrik Gründercoach & Marketingberatung gelistet:

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