Limited-Gründung für deutsche Unternehmen: Simon Fritzsche von GO AHEAD



Bei der Existenzgründung ist die Wahl der Rechtsform eine grundlegende Entscheidung, die den weiteren Verlauf der Gründung und Unternehmensführung tiefgreifend beeinflusst. Neben den Rechtsformen GmbH oder KG können sich deutsche Existenzgründer auch für die Gründung einer englischen Limited entscheiden. Eine Limited-Gründung ist aufgrund der Haftungsbeschränkung und dem geringen Startkapital in Höhe von einem britischen Pfund eine interessante Alternative vor allem für international tätige Unternehmer. Simon Fritzsche von dem Gründungsservice GO AHEAD erklärt, wie man eine Limited gründet, und spricht über Vorteile und Kosten einer Limited-Gründung.

Für-Gründer.de: Herr Fritzsche, GO AHEAD bietet Unterstützung bei der Wahl der Rechtsform beim Start in die Selbstständigkeit. Geben Sie uns doch bitte einen kurzen Überblick über das Leistungsspektrum.

Simon Fritzsche vom Gründungsservice GO AHEAD

Simon Fritzsche von GO AHEAD: GO AHEAD versteht sich selbst als Dienstleister für den Gründer. Unser Ziel ist es, den Gründungsprozess so einfach wie möglich zu gestalten, denn schließlich soll sich der Gründer um sein Kerngeschäft kümmern – und nicht um die rechtlichen Aspekte.

Aus dieser Philosophie sind viele unterschiedliche Servicepakete entstanden, die Gründer im Baukastenprinzip buchen können. So ist eine One-Stop-Gründung möglich. Und das in verschiedenen Rechtsformen. Und auch nach der Gründung sind wir als Partner unserer Kunden aktiv. So unterstützen wir die Limited-Kunden mit diversen Services im Kontakt mit dem Companies House in Cardiff.

Für-Gründer.de: Eine der Kapitalgesellschaften, bei deren Gründung Sie den Existenzgründern zur Seite stehen, ist ja die englische Limited. Was spricht für die Wahl einer englischen Rechtsform bei einer Gründung in Deutschland?

Simon Fritzsche von GO AHEAD: Das ist eine ganze Menge. Zuerst einmal ist die Limited eine kostengünstige Variante des Haftungsschutzes für das private Kapital. Den gibt es zwar inzwischen auch mit der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), doch im Gegensatz zu dieser Rechtsform ist die Limited international anerkannt und flexibler im Einsatz.

Gerade für Gründer, die im Internethandel unterwegs sind und in diesen Fällen meist auch internationale Kontakte pflegen, führt kein Weg an einer Limited vorbei. Viele erfolgreiche Gründungen in der englischen Rechtsform finden Sie zum Beispiel auch in unserem Blog. Da sieht man die ganze Bandbreite der Rechtsform.

Für-Gründer.de: Wie läuft der Prozess der Limited-Gründung mit GO AHEAD im Detail ab?

Simon Fritzsche von GO AHEAD: Den Prozess haben wir aufgrund unserer Erfahrung aus den letzten zehn Jahren weitestgehend standardisiert. Damit ist die Gründung ganz leicht – und trägt trotzdem den individuellen Anforderungen jeder einzelnen Gründung Rechnung. Wer bei uns die Gründung einer Limited beauftragt, bekommt von GO AHEAD alle notwendigen Unterlagen, eine ausführliche Beschreibung und natürlich Support über unser telefonisches Service-Center. Wir haben in einem Video die wesentlichen Punkte festgehalten.

Für-Gründer.de: Mit welchen Kosten muss der Gründer rechnen?

Simon Fritzsche von GO AHEAD: Für die Limited-Gründung in Deutschland zahlt der Gründer bei GO AHEAD einmalig 260 €. Sollte er sich für das Servicepaket mit Secretaryservice und Registered Office in England entscheiden, so kommen noch einmal 280 € jährlich hinzu. Die notariell beglaubigten Gründungsdokumente können schon für 70 € erworben werden. Berücksichtigt man die Leistungen und insbesondere auch das notwendige Registered Office, sind die Preise der seriösen Anbieter durchaus vergleichbar.

Für-Gründer.de: Welche Folgepflichten sind mit der Gründung einer Limited verbunden und bieten Sie auch hier Unterstützung?

Simon Fritzsche von GO AHEAD: Die Limited ist in Großbritannien veröffentlichungspflichtig. Das geschieht durch einen sogenannten Annual Account, der neun Monate nach Ende des Geschäftsjahres im Companies House in Cardiff vorliegen muss. Natürlich unterstützen wir auch hierbei unsere Kunden. Das reicht vom Übertragen der Kennzahlen aus der deutschen Bilanz in die englischen Formulare über den Versand nach England bis hin zum Expressservice in ganz dringenden Fällen.

Für-Gründer.de: Wie viele Limited-Gründungen haben Sie bisher betreut und wie hat sich die Popularität der Limited in den letzten Jahren entwickelt?

Simon Fritzsche von GO AHEAD: Über 40.000 Limited-Gründungen durfte GO AHEAD begleiten. Wobei wir feststellen, dass nach den Boomzeiten in den Jahren 2003 bis 2006 heute eine kontinuierliche Nachfrage herrscht. Als Online-Gründungsagentur sind wir führend und begleiten einen Großteil der Unternehmensgründungen, unter anderem auch auf Grund der Messen oder Seminare.

Für-Gründer.de: In Deutschland gibt es ja mittlerweile auch die Unternehmergesellschaft oder Mini-GmbH – wie wird diese Rechtsform außerhalb von Deutschland beurteilt?

Simon Fritzsche von GO AHEAD: Die Frage stellt sich durchaus auch für Deutschland. Sicher ist:  Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) ist außerhalb von Deutschland kaum bekannt. Wobei ich zu behaupten wage, dass auch innerhalb von Deutschland viele diese neue Rechtsform gar nicht kennen. Hinzu kommt, dass in vielen Urteilen erst Rechtssicherheit hergestellt werden muss. Der Prozess ist für die Unternehmergesellschaft zurzeit voll im Gange.

Für-Gründer.de: Wie sieht das Leistungsspektrum von GO AHEAD bei der Gründung einer Unternehmergesellschaft aus?

Simon Fritzsche von GO AHEAD: Bei der Unternehmergesellschaft unterstützen wir die Gründer durch eine Fülle an Musterunterlagen und Informationen. Damit ist die vereinfachte Gründung der Unternehmergesellschaft nach dem Musterprotokoll möglich und problemlos durchzuführen. Abseits dieser Gründung über das Musterprotokoll verliert die Unternehmergesellschaft alle Vorteile der kostengünstigen Gründung – im Übrigen einer der Vorzüge der Limited gegenüber der Unternehmergesellschaft.

Ähnlich wie bei der Limited bieten wir den Gründern auch in der Variante der Unternehmergesellschaft ein Starterkit.

 

Für-Gründer.de: Und zum Abschluss: Personen- oder Kapitalgesellschaft, was sollte Ihrer Meinung den Ausschlag für die Entscheidung geben?

Simon Fritzsche von GO AHEAD: Die Kapitalgesellschaft bietet unmittelbaren Haftungsschutz. Dieser lässt sich ebenso bei einer Personengesellschaft als Limited & Co. KG herstellen. GO AHEAD empfiehlt allen Unternehmern, welche aktiv in der eigenen Gesellschaft tätig sind, die Limited & Co. KG. Wer dagegen Kapitalgeber einbinden möchte, sollte die Kapitalgesellschaft wählen.

Für-Gründer.de: Vielen Dank für das Gespräch!

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