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Facebook stirbt 2016… oder vielleicht doch nicht?



Jahreswende, das heißt: Bäume schmücken, Bäume abschmücken. Geschenke einpacken, Geschenke auspacken. Altes reflektieren, sich Neues vornehmen. Aber das heißt auch: Trends prophezeien und Prognosen erstellen. Was wird 2016 kommen? Was wünschen wir uns? Auch in Sachen Social Media wurde in den vergangenen Wochen viel spekuliert. Einige Artikel haben wir unter die Lupe genommen und fassen die Top 5 der wichtigsten „Must-Knows“ zusammen.



Facebook stirbt, Facebook stirbt nicht. Was denn nun? Das gesamte Jahr 2015 über begegneten uns immer wieder Artikel (*1), in denen diskutiert wurde, ob neue soziale Medien wie Snapchat und Instagram die altbewährte Plattform Facebook bald ablösen würden. Während der „Coolness-Faktor“ für jüngere User die zentrale Rolle spielte – schließlich sind inzwischen auch Eltern bei Facebook – stellte der Faceboook-Newsfeed Unternehmen vor Probleme. Dort werden nämlich nicht mehr alle Postings angezeigt. Stattdessen entscheiden Algorithmen individuell, welche Inhalte ein User erhält.

Laut Onlinemarketing.de (*2) spielen mehr als 100.000 Variablen eine Rolle bei der Entscheidung, welche Postings auf der Startseite der User zu sehen sind.

Der Reichweitenverlust durch technische Gegebenheiten ist aber nur ein Faktor. Stark verändert hat sich außerdem auch das Nutzungsverhalten. Während früher Informationen von eigenen Freunden der inhaltliche Schwerpunkt waren, wird Facebook heute immer häufiger als Newschannel, also zur Information über tagesaktuelle Neuigkeiten, genutzt. Was heißt das nun aber für Start-ups?

Social Media Trends 2016
Facebook und Twitter? Oder längst Instagram und Snapchat? Was in den sozialen Medien 2016 wichtig wird.

#1 Nicht kostenlos, aber günstig

Damit Ihre Unternehmensseite auf Facebook nicht stirbt, müssen Sie die neuen Gegebenheiten für sich nutzen. Allfacebook.de (*3) rät, folgende Schritte zu beachten:

  1. Überlegen Sie, welche Ziele mit den Inhalten erreicht werden sollen.
  2. Wen genau möchten Sie auf Facebook erreichen?
  3. Was ist Ihnen die Erreichung dieses Zieles wert?
  4. Haben Sie Inhalte, die Sie bei der Erreichung des Zieles unterstützen?
  5. Öffnen Sie den Facebook-Anzeigen- oder PowerEditor und erstellen Sie eine Anzeige zu diesem Ziel!

Diese Anleitung des Portals spiegelt den wohl wichtigsten Trend für 2016 wider: Wer im neuen Jahr noch auf organische Reichweite in den sozialen Medien baut, der wird nicht weit kommen. Der Mythos vom kostenlosen Werbekanal Facebook ist längst vorbei. Jedoch ist die Plattform immer noch sehr günstig und lohnenswert. Oftmals reicht ein geringes Budget schon aus, um die Reichweite um ein Vielfaches zu erhöhen. Und das gilt nicht nur für Facebook, sondern auch für alle anderen Social Media-Plattformen.

#2 „Think mobile“ gilt auch für Social Media

Nicht nur für die Website, sondern auch für die sozialen Medien gilt: think mobile! Das gilt natürlich für die Wahl der Themen und Bildmotive, aber auch für mobiloptimierte Bilder und Videos. Fotos müssen das passende Format haben und Videos idealerweise auch ohne Ton sofort zum Ansehen anregen. Aber auch das Thema Social Commerce wird immer wichtiger. Mit dem „Canvas Ad Format“ auf Facebook, dem „Twitter Buy Button“ und den „buyable pins“ auf Pinterest, hat der Online-Handel die sozialen Netzwerke längst erreicht und wird sich dort immer mehr verbreiten (*2). Nutzen Sie also die zusätzlichen Vertriebsmöglichkeiten!

#3 Content: abwechslungsreich und aktuell

Natürlich kommen die Gerüchte von Instagram und Snapchat als das nächste Facebook nicht von ungefähr. Was sie bieten, ist Abwechslung. Snapchat basiert auf dem Prinzip, dass Bilder und 10-sekündige Videoschnitte nur 24 Stunden lang angesehen werden können. Dann werden sie automatisch gelöscht. Durch die Flüchtigkeit der Inhalte wird Lust auf mehr gemacht.

Bei Facebook besteht die Mehrheit der Postings aus Links, Texten oder Bildern. Doch auch hier kann für Spannung gesorgt werden. So funktionieren beispielsweise animierte GIF-Bilder seit 2015 bei Facebook und auch Zitate bzw. Sprüche, welche auf Bilder geschrieben werden, lagen 2015 im Trend.

t3n Screenshot Instagram
Dieser Screenshot des Instagram-Accounts von t3n zeigt den Trend aus dem Jahr 2015: Sprüche oder Zitate, die auf Bildern hinterlegt sind. (Quelle: www.instagram.com/t3n_magazin)

In einem Beitrag von t3n (*4) wird beschrieben, dass Live-Streamings 2016 zunehmen werden. So haben Twitter mit Periscope und Facebook mit einer Live-Stream-Funktion für verifizierte Seiten längst die Möglichkeiten geschaffen, um über neue Wege mit Fans zu kommunizieren.

Das führt auch direkt zum nächsten Punkt: Aktuelle Inhalte und Schnelligkeit werden weiterhin siegen.

#4 Mehr Direktinhalte = höhere Reichweite

Instant Articles, Videos, Notizen – Facebook will die User bei sich behalten und nicht an Seiten von Dritten verlieren. Das heißt konkret: Videos bei Facebook einstellen, statt den passenden YouTube-Link posten. Texte direkt über Facebook streuen, statt auf die eigene Website verlinken. Das ist aber natürlich nicht für jede Art von Content sinnvoll. Wenn die direkte Publikation über Facebook Ihnen aber mehr Reichweite beschafft, sollten Sie abwägen, ob es für Ihre Zielerreichung relevanter ist, einige User auf einen externen Inhalt zu leiten oder Ihre Information an möglichst viele Personen zu vermitteln. Insbesondere bei Videos profitieren Sie nicht zwangsläufig von den Klicks auf Ihren YouTube-Channel, wenn Sie diesen bei Facebook teilen.

Videos, die direkt via Facebook hochgeladen werden, starten automatisch. Hierdurch haben Sie die Chance, in wenigen Sekunden Neugier auf das gesamte Video zu wecken. Bei eingebundenen YouTube-Videos ist die Hürde, sich das Video tatsächlich auch anzuschauen, einen Klick weiter entfernt.

#5 Twitter mit Smiley? Ohne 140 Zeichen?

Was ist besser: Ein Stern oder ein Herz als Symbol für das Twitter-„Gefällt mir“? Darüber wurde nach der Umstellung von Stern auf Herz im Jahr 2015 heftig diskutiert. Auf Socialmediatoday.com (*5) wird ein Tweet besprochen, durch den sich das Gerücht breit machte, dass User sich 2016 selbst aussuchen können, welches aus 36 Emojis sie als „Like“ vergeben. Eine weitere „Prognose“ sagt, dass Google Twitter übernehmen wird. Außerdem wurde auch über nachträglich editierbare Tweets und eine Abschaffung der Zeichenbegrenzung spekuliert.

Während zumindest eine Erhöhung der Zeichenbegrenzung bereits von Twitter getestet wird (*6), sind die übrigen Thesen von Socialmediatoday.com wohl eher noch mit Augenzwinkern zu sehen. Schon zu Beginn von 2016 ist aber eines klar: Die sozialen Medien verändern sich immer weiter und Unternehmen müssen mitziehen, wenn sie diese effektiv für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen möchten. Wer immer noch nur auf den Schneeballeffekt hofft, wird seine Social Media-Kanäle 2016 nicht vorantreiben können. Zusammengefasst sollten Sie sich also folgende Fragen bereits jetzt zu Jahresbeginn stellen:

  • Wie viel Budget sind mir die sozialen Medien wert?
  • Wie erreiche ich mobile User am besten?
  • Wie schaffe ich Abwechslung und qualitativ hochwertige Beiträge?
  • Kann ich durch Direktinhalte die Reichweite erhöhen?

Mehr über soziale Medien erfahren Sie auf Für-Gründer.de. Dort finden Sie eine Übersicht relevanter Plattformen sowie mehr über die richtige Nutzung der Social Media. Beispielsweise erklären wir, worauf es bei einem Facebook Post wirklich ankommt und wie Sie Ihre Tweets optimieren können.

Quellenauszug Social Media Trends 2016