Nach dem Vertragsabschluss: Franchisekonzept umsetzen



Um erfolgreicher Franchisenehmer zu werden, gilt es, sich an die Vorgaben des Franchisegebers zu halten. Folgt man der vom Franchisegeber zur Verfügung gestellten Know-how-Dokumentation, ist ein Baustein für den Erfolg des eigenen Franchisebetriebes schon gesetzt. In unserem umfangreichen Franchise-Leitfaden beschreibt die Franchiseberatung SYNCON, worauf man bei der Umsetzung eines etablierten Geschäftskonzeptes unbedingt achten sollte.



Nachdem ein geeignetes Franchisesystem gefunden, die Franchise-Finanzierung sichergestellt und der Franchisevertrag unterzeichnet ist, wird es für den zukünftigen Franchisenehmer ernst: Das Franchisekonzept muss umgesetzt und der Standort zeitnah eröffnet werden. Dabei unterstützt der Franchisegeber seinen neuen Franchisepartner in der Regel mit einer umfassenden Know-how-Dokumentation, die Schritt für Schritt den Aufbau eines erfolgreichen Franchisebetriebes erklärt. Worauf man als Franchisenehmer für eine gelungene Umsetzung des Franchisekonzeptes achten muss, erfahren Sie – neben vielen weiteren Franchise-Tipps – in unserem Franchise-Leitfaden, der kostenlos zum Download zur Verfügung steht:

Einen ersten Einblick in unsere Publikation „Gründen mit Konzept“ gibt im nachfolgenden Interview Michaela Jung von der im deutschsprachigen Raum führenden Franchiseberatung SYNCON. Sie klärt angehende Franchisenehmer darüber auf, worauf sie bei der Umsetzung des Franchisekonzeptes achten müssen, und gibt außerdem Tipps für einen erfolgreichen Start in der Franchisewirtschaft.

Michaela Jung, SYNCON
Michaela Jung von SYNCON unterstützt Franchisenehmer beim erfolgreichen Aufbau ihres Betriebes (Bild: SYNCON)

Für-Gründer.de: Wie lange dauert es normalerweise vom Vertragsabschluss bis zur Ladeneröffnung und was sind die wesentlichen Schritte, die für den Franchisenehmer anstehen?

Michaela Jung von SYNCON: Professionelle Franchisesysteme entwickeln für diese arbeitsintensive Phase einen „PAN“-Plan. Das ist ein „Partner-ans-Netz“-Plan, in dem alle notwendigen Schritte bis zur Ladeneröffnung, inklusive der beteiligten Personen aus der Franchisezentrale und auch extern, und eine Timeline enthalten sind. Je nach Franchisesystem kann es bis zur Ladeneröffnung einige Wochen oder auch mehrere Monate dauern, vor allem, wenn erst noch ein Standort gefunden werden muss oder größere (Um-)Bauarbeiten anstehen.

Die wichtigsten Schritte sind: Grundausbildung des Franchisepartners und seiner Mitarbeiter. Falls diese noch fehlen, geht es an die Suche und Auswahl geeigneter Mitarbeiter, Standortsuche, Planung und Neu- bzw. Umbau des Standortes, Einrichtung und Kennzeichnung des Standortes, Erstbestellung der Produkte und Organisationsmittel sowie die Planung des Eröffnungsevents.

Für-Gründer.de: Welche Leistungen des Franchisegebers bieten dem Franchisepartner nach Eröffnung Ihrer Erfahrung nach den größten Mehrwert?

Michaela Jung von SYNCON: Das laufende Partnermanagement, das heißt das intensive Coaching des Franchisepartners und seiner Mitarbeiter bei der Umsetzung des Konzeptes ist der größte Mehrwert, um als Franchisenehmer rasch erfolgreich werden zu können.

Die bestehenden Erfahrungen im Franchisesystem werden durch den Partnermanager, ergänzt durch die Know-how-Dokumentation und das systemeigene Intranet, auf den Franchisenehmer übertragen. Er profitiert so vom Wissen aller im Franchisesystem und erspart sich Zeit, Geld, Ärger und viele Stolpersteine von klassischen „Start-ups“.

Für-Gründer.de: Was enthält die Know-how-Dokumentation genau?

Michaela Jung von SYNCON:

Die Know-how-Dokumentation ermöglicht den Know-how-Transfer vom Franchisegeber auf die Franchisepartner.

Das Franchisekonzept wird idealerweise einmal entwickelt und mit jedem neuen Franchisepartner multipliziert. Dafür braucht der Franchisepartner Know-how. „To know how“ heißt „gewusst, wie’s gemacht wird“. Dieses systemtypische Wissen ist umfassend in der Know-how-Dokumentation beschrieben und wird in der Grundausbildung dem Franchisepartner und seinen Mitarbeitern vermittelt.

Für-Gründer.de: Woran erkennt man eine gute Know-how-Dokumentation?

Michaela Jung von SYNCON: Die Know-how-Dokumentation liefert das konkrete Anwendungswissen für den Franchisepartner. Neben Prozessbeschreibungen findet der Franchisepartner in einer guten Know-how-Dokumentation klar definierte Aufgaben – übrigens für beide Seiten – sowie Richtlinien, die eine systemkonforme Umsetzung sicherstellen.

Inhalte, die in jeder Know-how-Dokumentation vorkommen sollten, sind: Marketing- und Vertriebskonzept und -instrumente, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Controlling und Benchmarking, Training, Konzept zur Einrichtung und Kennzeichnung, alles rund um die Dienstleistung bzw. die Produkte, Systemkommunikation, Schutzrechte und Qualitätssicherung.

Für-Gründer.de: Was sind Ihre wichtigsten Tipps, um zu einem wirtschaftlich möglichst erfolgreichen Franchisenehmer zu werden?

Michaela Jung von SYNCON: Wer Teil eines Franchisesystems wird, ist davon überzeugt, dass das Wissen vieler eher zum Erfolg führt, als das Wissen eines Einzelnen. Darum ist es für den Franchisenehmer notwendig und erfolgsweisend, die systemtypischen Vorgaben – die sogenannten Richtlinien – die er im Rahmen der Grundausbildung vermittelt bekommt, in seiner täglichen Arbeit umzusetzen.

Die Richtlinien eines Franchisesystems dienen dem Franchisenehmer als „Leitplanken zum Erfolg“.

Teil dieser Leitplanken sind etwa die regelmäßige Wirtschaftsplanung durch den Franchisenehmer, das zeitnahe Feedback durch ein professionelles, systeminternes Controlling und Benchmarking sowie die konsequente Umsetzung der gemeinsam verabschiedeten Marketing- und Salesplanung.

Für-Gründer.de: Vielen Dank für das Interview!

Über SYNCON:

Als führende Franchiseberatung im deutschsprachigen Raum mit Büros in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet SYNCON seinen Kunden individuelle Franchiseberatung, maßgeschneidert für den geplanten Entwicklungsschritt in den Bereichen Aufbau, Optimierung und Expansion.