GründerDaily wird unterstützt von
Ad topMehr erfahren

Wettbewerbe: 2,9 Mio. Euro an Gründer und Start-ups



Gründer- und Businessplanwettbewerbe sind für viele Start-ups der beste Ort, um das Konzept der eigenen Gründung beurteilen zu lassen. Während die einen aus Angst vor Kritik dieses Urteil scheuen, nehmen andere das Feedback dankend an und machen aus ihren Ideen „ausgezeichnete“ Ideen. Darüber hinaus winken den Wettbewerbsteilnehmern neue Kontakte, attraktive Preise und die Aufmerksamkeit der Medien.



In unserer neuen Publikation „Gründerwettbewerbe in Deutschland 2016″ haben wir Kennzahlen aus 145 Wettbewerben des Jahres 2015 zusammengetragen, geben die Top 50 Start-ups der 810 Preisträger bekannt und stellen einen umfassenden Wettbewerbsleitfaden für das Jahr 2016 zur Verfügung.

Dies ist schon unsere dritte umfangreiche Analyse der deutschen Wettbewerbslandschaft für Gründer und im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der analysierten Gründer- und Businessplanwettbewerbe in dieser Ausgabe sogar nochmals gestiegen – von 124 auf 145 Wettbewerbe. Der zahlenmäßige Anstieg ist einerseits auf neu ins Leben gerufene Wettbewerbe sowie andererseits auf weitere ausfindig gemachte Wettbewerbe zurückzuführen.

Gründerwettbewerbe bieten Geld, Gründerwissen und gute Kontakte

Manche Gründer- und Businessplanwettbewerbe sind überaus spendabel und prämieren die besten Plätze mit bis zu mehreren zehntausend Euro Preisgeld. Für Gründer erscheint dies sehr verlockend. Aber abgesehen davon wird bei vielen Wettbewerben auch noch mehr geboten. Fast überall werden Workshops und Seminare zu Spezialthemen oder Vorträge bekannter Unternehmer veranstaltet. Darüber hinaus steht auch das Netzwerken im Fokus. Denn Gründerwettbewerbe sind auch Kontaktbörsen und an Investorennetzwerke geknüpft.

Nicht zuletzt ist die mediale Aufmerksamkeit ein Pluspunkt auf der Habenseite, wenn man mit einer spannenden Geschäftsidee an einem Gründerwettbewerb teilnimmt. Schließlich sind Journalisten stets auf der Suche nach neuen Innovationen und Geschichten. Dr. Stefan Krausz, Gründer von pixolus, gehörte im Vorjahr zu den Top Start-ups der Gründerwettbewerbe und kennt die positiven Effekte der Wettbewerbe:

Wettbewerbsteilnahmen brachten uns viel Aufmerksamkeit durch Presseartikel und wichtige Kontakte – bis hin zur Gewinnung von Kunden. Außerdem hinterfragen und konkretisieren wir jedes Mal unser Geschäftskonzept.

Wer seine Wettbewerbsteilnahme also richtig nutzt, verbessert die Rahmenbedingungen für seine Gründung und steigert die Erfolgschancen am Markt.

Gründerwettbewerbe 2015 in Zahlen

Insgesamt haben wir 145 Gründerwettbewerbe des Jahres 2015 und deren 810 prämierte Start-ups ausgewertet. Zusammen haben die Wettbewerbe 944 Auszeichnungen überreicht.

  • 105 der Wettbewerbe schütteten Preisgelder an die prämierten Teilnehmer aus. Die Summe beläuft sich auf stolze 2,9 Mio. Euro.
  • Bei 40 Wettbewerben gab es hingegen kein Geldpreise. Hier wurden Sachpreise wie Medienleistungen, kostenfreie Büroräume oder Coachings vergeben.

Folglich gehen die Fördereffekte von Gründerwettbewerben deutlich über die 2,9 Mio. Euro hinaus, auch wenn die Sachpreise, der Wissenstransfer und die PR-Effekte schwer zu quantifizieren sind. Zudem variiert die Höhe der ausgezahlten Preisgelder sehr stark.

  • Es gab 38 Wettbewerbe, die jeweils 25.000 Euro oder mehr unter den Gewinnern verteilten.
  • 19 Wettbewerbe schütteten sogar 50.000 Euro oder mehr an die bestplatzierten Unternehmen aus.

Aber die höchstdotierten Wettbewerbe wie zum Beispiel der Gründerwettbewerb IKT Innovativ (künftig „Gründerwettbewerb Digitale Innovationen“), der CeBIT Innovation Award oder der Innovationspreis Thüringen lobten 100.000 Euro oder mehr für die Gewinner aus.

Infografik zu den Gründerwettbewerben 2015
Infografik zu den Gründerwettbewerben 2015

Die meisten Preise in Bayern, die höchsten in Baden-Württemberg

55 der 145 analysierten Wettbewerbe stehen Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet offen. 90 der Wettbewerbe, das sind 62 %, haben eine regionale Ausrichtung. Trotz ihrer geringeren Zahl stehen die bundesweiten Wettbewerbe mit 1,6 Mio. Euro für über 50 % der vergebenen Preisgelder.

  • 15 der 90 regionalen Wettbewerbe richten sich an Unternehmen mit Sitz in Bayern. Damit liegt das Bundesland an der Spitze.
  • In Bezug auf die ausgeschütteten Prämien steht aber Baden-Württemberg an erster Stelle der regionalen Wettbewerbe. Hier gab es 286.250 Euro von neun Wettbewerben.

Top Start-ups 2015: die erfolgreichsten Geschäftsideen des Jahres

51 Start-ups aus dem Topf der 810 erfolgreichen Teilnehmer konnten Erfolge bei mindestens zwei unterschiedlichen Wettbewerben erzielen. 39 Teams erhielten bei zwei Wettbewerben Auszeichnungen. Bei gleich drei Wettbewerben waren elf Unternehmen erfolgreich. Gold ging in in dieser Kategorie an das Start-up ioxp mit sogar vier prämierten Wettbewerbsteilnahmen im Jahr 2015.

Diese Mehrfachsiege sowie die dabei erhaltenen Preisgelder haben wir zur Erstellung eines Rankings der erfolgreichsten Preisträger herangezogen. Um die Top Start-ups in eine Reihenfolge bringen zu können, haben wir die drei Faktoren Anzahl an Auszeichnungen, Prämierungen bei verschiedenen Wettbewerben sowie Höhe der gewonnenen Preisgelder analysiert und gewichtet. Der auf diese Weise für jedes der 810 prämierten Unternehmen ermittelte Score führt zu einer Rangliste. Die besten fünf Unternehmen sind:

  • ioxp (Score: 14,95)
  • MEMBRASENZ (Score: 14,60)
  • COLDPLASMATECH (Score: 11,25)
  • Fovea (Score: 10,10)
  • SAIS (Score: 10,00)

Alle Top Start-ups des Jahres 2015 stellen wir Ihnen in unserer aktuellen Publikation Gründerwettbewerbe in Deutschland 2016 vor.

Gründerwettbewerbe legen zunehmend Augenmerk auf IKT-Branche

In Bezug auf die zu vergebenen Auszeichnungen erfolgte mehr als jede zweite Prämierung an Gründer ohne Einschränkung der Branche. Die Gesamtsumme der Preisgelder belief sich hierfür auf rund 1,3 Mio. Euro, also etwa 44 % aller Preisgelder. Aber möchte man den beliebtesten Branchenfokus identifizieren, wird man im IKT-Umfeld fündig.

Mit 18 % der zu vergebenen Auszeichnungen liegen Wettbewerbe für IKT-Gründer an erster Stelle der branchenbezogenen Wettbewerbe. Der Anteil in Höhe von 30 % der vergebenen Preisgelder unterstreicht zusätzlich die Bedeutung des IKT-Fokus innerhalb der Wettbewerbslandschaft. Auch bei start2grow, einem bundesweiten branchenoffenen Wettbewerb, sind technologieorientierte Geschäftsideen gerne gesehen, wie Sylvia Tiews, Teamleiterin von start2grow, erklärt:

Bei start2grow zählt die innovative, oft technologische Geschäftsidee, die durch ein schlagkräftiges Team in einen optimalen Businessplan gegossen wird. Die Gewinner überzeugen zudem in ihrem Pitch Jury und Kapitalgeber.

Ein anderer Schwerpunkt liegt auf der Unternehmensphase der Teilnehmer. So werden 38 % aller Auszeichnungen bzw. 26 % der Preisgelder mit einem Fokus auf die Ideenphase oder den Businessplan verliehen. Die zweite große Gruppe bilden Wettbewerbe mit Prämierungen in der Kategorie Start-ups/Newcomer: 31 % aller Auszeichnungen entfallen hierauf.

Wettbewerbsleitfaden 2016

Die Wettbewerbslust hat Sie gepackt und jetzt möchten Sie erfahren, wie Sie sich optimal auf einen Gründerwettbewerb vorbereiten können? Dann kommt unser  Wettbewerbsleitfaden 2016 gerade richtig. Darin lernen Sie, wie Gründer den passenden Wettbewerb auswählen, worauf im Wettbewerbsverlauf zu achten ist und wie man seine Teilnahme medienwirksam nutzt. Laden Sie sich den umfassenden Wettbewerbsleitfaden für Gründer herunter.