5 verrückte und bizarre Geschäftsideen aus aller Welt



Eine gute Geschäftsidee ist seriös, bodenständig und massentauglich? Nicht unbedingt. Je verrückter die Geschäftsidee, desto gewinnbringender, scheint das Motto der folgenden Start-ups zu sein. Wir stellen vor: Papierflugzeuge 2.0., Zwergschweinchen, Butler für jedermann, Fitnessbänder für Vierbeiner und Luftverkäufer.



PowerUp FPV: Millionen für ein Papierflugzeug

Der Traum vom Fliegen inspiriert auch heute noch Bastler und Technikbegeisterte zu neuen Erfindungen. Im vergangenen Jahr konnte ein ferngesteuertes Papierflugzeug mit dem Namen PowerUp auf Kickstarter über eine Millionen US-Dollar Startfinanzierung einsammeln. Der Flieger wird mit einem kleinen Propeller und Funkmodul ausgestattet und wird per Smartphone-App gelenkt.

Dieser Papierflieger sammelte auf Kickstarter mehr als eine  Millionen Dollar ein.
Der Papierflieger brachte auf Kickstarter über eine Millionen US-Dollar ein (Foto: PowerUp Toys)

Nun möchten die Erfinder des PowerUps einen draufsetzen und haben die Weiterentwicklung ihres Papierfliegers bekanntgegeben. Beim neuen Projekt geht es darum, das Fliegen aus der Ich-Perspektive mitzuerleben. Eine Kamera an der Spitze des Flugzeugs überträgt die Videodaten live auf das Smartphone. Dieses wiederum wird in die Virtual Reality-Brille „Google Cardboard“ eingesetzt und stellt die Szenerie in 3D dar, ganz so, als ob man selbst auf dem Rücken des Fliegers mitreisen würde. Das Video zeigt, wie das Ganze in Aktion aussieht:

Ausgefallenes Haustier

Chinesische Wissenschaftler haben moderne Methoden der Gentechnik angewendet, um Mini-Schweine zu züchten. Sie wiegen ausgewachsen mit 15 kg nicht mehr als ein mittelgroßer Hund. Im Vergleich zu den 300 kg, die ein klassisches Hausschwein auf die Waage bringt, ist das sehr wenig. Das Minischwein ist aber auch nicht für die Fleischproduktion gedacht, sondern wird als Haustier gehandelt.

Entstanden sei die neue Schweinerasse im Rahmen medizinischer Laborversuche, da sie ursprünglich ausschließlich als Versuchstiere für die Untersuchung menschlicher Magenbakterien gedacht waren. Doch nun von der neuen Rasse entzückt, machten die Wissenschaftler eine weitere Geschäftsidee daraus. Interessenten in China können das Mini-Schwein für 1.600 Euro kaufen. Angeblich könne man bei der Bestellung sogar eine Wunschfarbe und Fellmusterung angeben.

Forscher züchten Zwergschweinchen mit Hilfe von Gentechnik (Bild: BIG)
Forscher züchten Zwergschweinchen mit Hilfe von Gentechnik (Foto: BGI)

Tierschützer haben Bedenken bezüglich der Gesundheit der Tiere geäußert. Doch das Gentechnikunternehmen BGI, das hinter dem Minischwein steckt, gab an, dass selbst bei den Nachkommen der Zweigscheine keine Gesundheitsprobleme zu beobachten seien.

Die Ergebnisse seien eher mit denen vergleichbar, die auch bei der Züchtung kleiner Hunderassen zu beobachten sind.

Wenn der Kellner zum persönlichen Butler wird

Auch die nächste Geschäftsidee kommt aus Asien. In einem Restaurant in Tokio dürfen sich die Gäste nicht nur über das Essen, sondern auch über einen besonders Service freuen. Damit sind nicht etwa sexuelle Dienstleistungen gemeint.

Man kann sich das Ganze eher wie ein Rollenspiel vorstellen, bei dem die Gäste von sehr devoten Kellnerinnen bedient werden, und sich einfach nur wie zu Hause fühlen sollen. Die knappen Outfits sind dennoch Teil des Geschäftsmodells.

Ähnliche Konzepte gibt es in ganz Japan und teilweise auch im Ausland unter dem Namen Maid Café. Die Variante für weibliche Gäste nennt sich Butler Café. Dort treten die Angestellten im Frack auf. Einen Eindruck verschafft das folgende Video:

Canhegat: Tierisch fit

Ihr Stubentiger liegt nur noch verfressen in der Ecke herum und kommt wegen seines großen Hängebauchs kaum noch die Treppe hoch? Dann wird es Zeit, dass sie ihm ein Fitnesshalsband umlegen. Es funktioniert so ähnlich, wie das Armband für den Menschen.

In Kombination mit einer App lässt sich verfolgen, wie viel der Vierbeiner gegessen hat, in welchem Maß er sich bewegt und wie viel Kalorien dabei verbraucht werden. Die Idee stammt von der französischen Firma Canhegat, die damit auf der CES2016 einen Wettbewerb für das Internet der Dinge gewonnen hat.

Die App für faule Mietzen (Bild: Canhegat)
Die App für faule Miezen (Foto: Canhegat)

Vitality Air: frische Luft für Großstädter

Luft ist so allgegenwärtig und ständig verfügbar, dass wir uns gar keine Gedanken über ihren Preis machen. Doch an manchen Orten dieser Welt ändert sich diese Wahrnehmung. Im vom Smog geplagten China hat sich Luft in Dosenform zum Verkaufshit entwickelt. Ein kanadisches Start-up mit dem Namen Vitality Air verkauft Frischluft aus den Rocky Mountains für umgerechnet rund 20 Euro je 8 Liter Dose, die immerhin für 150 Atemzüge ausreichen sein soll.

Vitality Air verkauft Frischluft aus den Rocky Mountains (Bild: Vitality Air)
Vitality Air verkauft Frischluft aus den Rocky Mountains (Foto: Vitality Air)

Derartige Scherzartikel gibt es häufiger und auch Vitality Air soll als Spaß gegründet worden sein. Doch die erste Lieferung bestehend aus 500 Flaschen war innerhalb von vier Tagen verkauft.

Eine zweite Lieferung über 4.000 Flaschen ging kurz darauf komplett nach China. Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass man selbst mit den verrücktesten Geschäftsideen Erfolg haben kann, sofern es eine Nachfrage gibt. Inwiefern der Transport von Frischluft um die halbe Welt dem Klimaproblem zuträglich ist, sei aber mal dahingestellt.

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