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Halbzeit bei Geschäftsmodell vs. Businessplan



Frankfurt, Dortmund, München lauteten die letzten Stationen einer Roadshow, die über Sinn und Unsinn des Businessplans diskutiert. Nun heißt es kurz verschnaufen, bevor es u.a. in Potsdam, Hamburg und Berlin weitergeht. Die Teilnahme ist für alle Interessierten kostenfrei.



Der gute alte Businessplan – ein klassisches Instrument, um bei der Bank einen Kredit zu beantragen. Bei Investoren ist hingegen oft das Geschäftsideen-Canvas erster Dreh- und Angelpunkt. Wie Business Modeling und Business Planning zusammenpassen, wird auf den Veranstaltungen heiß diskutiert. Zu Beginn der deutschlandweiten Roadshow sprachen wir mit Dr. Jan Evers – einer der Initiatoren der Roadshow – über den augenscheinlichen Widerspruch:

Es sind gar nicht wir, die den Widerspruch aufmachen. Es ist tatsächlich eine stärker werdende Diskussion unter Gründern und Gründungsförderern. Wir erleben eklatante Differenzen zu dem Thema. Gründungsförderer – seien es nun Banker, Ministerien oder Kammern, sind weiter auf den Businessplan eingeschworen und begrüßen daher ein Tool, das hier unterstützt.

Start-ups und ihre Medien halten Businessplaner für überflüssig. Das finden wir fachlich spannend. Es werden gute Gründe angeführt, aber viel ist auch Unkenntnis und Bashing. Mit der Roadshow wollen wir die Auseinandersetzung produktiv machen.

Businessplan Karikatur

 

Worum geht es auf der Roadshow?

Neben der vielleicht zunächst noch abstrakten Diskussion Businessplan vs. Canvas werden zwei Tools im Detail vor- und gegenübergestellt:

  • runpat – Business Modeling: runpat will bei Innovations- und Gründungsprojekten mit einer Online-Software zur schnellen und einfachen Entwicklung von Geschäftsmodellen bis zur Marktreife unterstützen.
  • SmartBusinessPlan – Business Planning:  der SmartBusinessPlan will eine Browser-App zur Erstellung des kompletten Businessplans sein – von der Geschäftsidee über den vollständigen Finanzplan bis hin zum druckfertigen PDF.

Gestartet in Hannover hat die Roadshow schon eine ganze Reihe an Stationen hinter sich. Bei den Diskussionen entstanden interessante An- und Einsichten:

Als IHK-Vertreterin frage ich mich: Dürfen wir es den Gründern zu einfach machen – müssen wir sie nicht auch mit Zahlenarbeit konfrontieren?

Eine Gründerin hat den Spagat zwischen beiden Angeboten gemacht:

runpat hat mich heute sehr abgeholt. Ich war noch zu unklar für SmartBusinessPlan. Ich brauche erst mal Hilfe, mich zu sortieren. Danach würde mir SmartBusinessPlan helfen, weil es klar abfragt und strukturiert.

Und auch wenn manche Gründer meinen, sie möchten eigentlich keinen Businessplan selber schreiben, hielten andere dagegen:

Wenn man eine Finanzierung brauche – egal ob von Bank, Stiftung, oder Zuschussgebern – ist ein Businessplan nötig. Ob uns das gefällt oder nicht.

Abseits von Zahlen, Daten und Fakten wurde noch eine andere qualitative Komponente ins Spiel gebracht, die häufig über Erfolg oder Mißerfolg von Gründungen entscheidet – unabhängig von den Tools, die man vorher nutzt:

Sind nicht schlecht funktionierende Teams und deren Konflikte einer der häufigsten Gründe fürs Scheitern? Wenn das Team das wichtigste Asset für Investoren ist, dann muss darin der Fokus im Business Planning liegen – und nicht im Zahlenwerk!

Einigkeit bestand jedoch grundsätzlich darin, dass Tools grundsätzlich Unterstützung für Gründer bieten können

Tool heißt Werkzeug – wir diskutieren also über digitale Hilfsmittel. Es ist gut, wenn man durch ein Hilfsmittel vorab herausfindet, ob sich eine Gründung rechnen kann; oder wenn ein Tool hilft, Unterlagen so professionell vorzubereiten, damit durch sie eine Finanzierung eingeworben werden kann.

Die Roadshow geht weiter

Wer jetzt Lust auf die Tools und interessante Diskussionen bekommen hat, kann live bei den nächsten Stationen der Roadshow dabei sein – jeweils von 17 bis 20 Uhr: zur Anmeldung.

  • 11.11.2014, Potsdam, BPW Berlin Brandenburg, Berliner Volksbank
  • 12.11.2014, Oldenburg, Schlaues Haus (16 Uhr bis 18 Uhr)
  • 17.11.2014, Hamburg, Haspa, Startup Dock, Hamburg Startups
  • 18.11.2014, Düsseldorf, Life Science Center, (16:30 Uhr bis 20 Uhr)
  • 20.11.2014, Stuttgart, Bürgschaftsbank
  • 20.01.2015, Berlin, etventure GmbH, (16:30 Uhr bis 20 Uhr)