Gründen als einziger Weg zum Wohlstand



Wer reich werden will, muss gründen. Wer erfolgreich gründen will, muss den Vertrieb fördern. Und wer Förderanträge nicht beherrscht, ist vielleicht kein guter Gründer. An klaren Worten und wertvollen Tipps fehlte es auf der Gründen – Fördern – Wachsen, der Auftaktveranstaltung der Gründerwoche Deutschland in Hessen nicht. Wir blicken zurück auf die Veranstaltung in der Vorwoche.

Mehr als 250 Gründer, Gründungsinteressierte und Partner für Gründer trafen sich am 18. November in The Squaire am Frankfurter Flughafen zur offiziellen Auftaktveranstaltung der Gründerwoche Deutschland in Hessen. Im Mittelpunkt stehen der direkte Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der hessischen Gründerlandschaft.

Die Begrüßung übernahm der Hessische Wirtschaftsminister, Tarek Al-Wazir.

Neben Finanzierungshilfe sorgt die öffentliche Hand vor allem auch für Öffentlichkeitsarbeit für das Thema Gründen,

so Al-Wazir. „Mit Veranstaltungen wie dieser wollen wir das Ökosystem für Gründer in Hessen und Deutschland verbessern und allen Interessierten zeigen, dass Gründen eine echte Alternative zu abhängiger Beschäftigung ist.“ Markus Garn, Geschäftsbereichsleiter beim Veranstalter FRANKFURT BUSINESS MEDIA, ergänzte:

Gründer sind deshalb so wichtig, weil ihre Innovationen nicht nur sie persönlich, sondern die ganze Gesellschaft voranbringen.

Seriengründer und Crowdfinanzierer

Der Blick auf die übergeordnete Bedeutung einer aktiven Gründerlandschaft ist aus gesellschaftlicher Sicht richtig. „Aber Gründer denken viele zu wenig darüber nach, wie sie als Gründer reich werden können. Richtig reich kann man nur als Gründer werden, nicht als Angestellter“, sagte der Gastredner Jörg Lamprecht gezielt provokant. Lamprecht kann mit Fug und Recht als Seriengründer bezeichnet werden. Vier Firmen hat er in den vergangenen 15 Jahren gegründet und verkauft, zuletzt die Firma Aibotix, die kommerzielle Drohnen z.B. zur Geländevermessung herstellt. Genauso wichtig wie eine gute Idee sei eine genaue Vorstellung davon, wie man mit dieser Idee Geld verdienen kann. Dazu gehöre, den Markt zu kennen und einen starken Vertrieb aufzubauen.

Wer behauptet, für das eigene Produkt gebe es keinen Wettbewerber, kennt den Markt einfach nicht gut genug. Und wer sich nicht um den Vertrieb kümmert, kann nicht erfolgreich sein.

Gruenden Foerdern Wachsen 2014
Gründen – Fördern – Wachsen 2014: der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir bei der Eröffnung (o.l.), Green Alley auf dem Gründermarktplatz (o.r.) das Panel zur Unternehmensfinanzierung (u.l.) und das Berater-Café (u.r.)

Mit diesen Tipps im Hinterkopf konnten sich die Gründer und Gründungsinteressierten anschließend in verschiedenen Fachforen detailliert zu Fragen wie Gründungsfinanzierung oder Geschäftsmodelle für „grüne“ Start-ups informieren. Lars Stevenson, Gründer und Geschäftsführer von lumindo, berichtete im Diskussionsforum „Finanzierung“ beispielsweise von seiner jüngsten Crowdfinanzierung, die sich für lumindo als geeignetes Finanzierungsinstrument erwiesen habe. Michael Schwarz, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Hessen, war skeptischer gegenüber dieser Finanzierungsform und prognostizierte, dass „Crowdfinanzierung in fünf Jahren ganz anders aussehen wird als heute.“ Schon allein die zunehmende Regulierung dürfte den Markt verändern, wie auch Robert Michels im seinem Interview im jüngsten Crowdfinanzierungsmonitor von Für-Gründer.de zu bedenken gibt.

Individuelle Beratung

Im Coaching-Café der Gründen – Fördern – Wachsen gab es für Gründer direkt vor Ort individuelle Beratung zu Themen von Finanzierung bis „Wie erzähle ich gegenüber Investoren die richtige Geschichte über mein Unternehmen?“. So kam jeder Gründer, der Informationen, Kontakte und Beratung suchte auf seine Kosten.

Wer Glück hatte und schnell reagierte, konnte die Veranstaltung sogar direkt für die eigene Vermarktung nutzen: Bei seinem Besuch schlenderte Tarek Al-Wazir auch über den „Gründermarktplatz“, auf dem sich neben Dienstleistern auch einige Gründer mit ihren Ideen präsentierten. Am Stand von Naschlabor, einem Süßigkeiten-Start-up, machte er Halt und wurde prompt mit Mitgründer Jan Hendrik Stoffel fotografiert. Dann ging alles ganz schnell. „Ich habe das Bild meinem Bruder geschickt, der hat es auf Twitter gepostet, und noch während Herr Al-Wazir bei uns stand, hat er höchstpersönlich den Tweet re-tweeted“, freut sich der Gründer über die prominente Unterstützung.

Mit den richtigen Partnern ans Ziel

Den Abschluss der Gründen – Fördern – Wachsen bildete ein Vortrag von Markus Schmedtmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Flyeralarm. Er präsentierte große Pläne für das nicht mehr ganz junge Start-up. Flyeralarm sei gerade dabei, ein weltweites Netz von Partnerdruckereien aufzubauen, um überall auf der Welt jederzeit lieferfähig zu sein. Und das Unternehmen scheut auch die Kooperation mit traditionellen Industrieunternehmen nicht. Mit Heidelberger Druckmaschinen arbeite man an einem 3-D-Drucker, um auch hier bald mit einer eigenen Lösung am Markt zu sein. „Man muss nicht alles selbst können“, sagt Schmedtmann. „Man muss zum Beispiel kein Drucker sein, um den größten europäischen Druckanbieter aufzubauen.“ Auch das ein Hinweis an die Gründer in Deutschland, genau zu überlegen, was sie können und was sie mit ihrem Start-up erreichen wollen. Mit dem richtigen Fokus und den richtigen Partnern kann dann fast alles gelingen.

Mehr über Gründen – Fördern – Wachsen erfahren Sie auf der Website.

Über uns | Impressum | Datenschutz | Mediadaten | Jobs | Partner | Presse | Berater Login