Was macht eine gute Infografik aus? 6 Schritte!



In den ersten beiden Teilen dieser Serie über Infografiken und Datenvisualisierung haben wir gezeigt, warum Infografiken so erfolgreich sind und wie Sie mit einfach zu bedienenden Tools Infografiken selbst erstellen können. Im letzten Teil gehen wir darauf ein, was beim Erstellen von Infografiken zu beachten ist und geben Ihnen weitere Tools mit auf den Weg.



Richtig eingesetzt kann eine Infografik eine virale Wirkung entfalten. Voraussetzungen dafür sind neben einer ansprechenden visuellen Darbietung, der Inhalt und die Verbreitungsstrategie. Die folgende Vorgehensweise hat sich bei der Erstellung und Streuung von Infografiken bewährt.

Ausschnitt aus einer typischen Infographic
Bildstatistiken – Kuchen, Kerzen und Balken kommen bei zahlenlastigen Infografiken zum Einsatz

1. Ideenfindung

Zu Beginn müssen Sie sich im Klaren darüber werden, welche Botschaft Sie mit Ihrer Infografik vermitteln möchten. Sie haben noch kein Thema? Google Trends ist eine heiße Quelle für vieldiskutierte Themen.

2. Überprüfen Sie Ihre Idee auf Tauglichkeit

Um auch den gewünschten Effekt bei der relevanten Zielgruppe und in der Suchmaschine zu erzielen, sollten Sie folgende Aspekte beachten.

  • Passt die Infografik zum Kontext Ihrer Webseite?
  • Gibt es zuverlässige Datenquellen, die Sie verwenden können?
  • Lässt sich das Thema durch eine visuelle Darstellung einfacher erklären?

3. Recherche

Wer Banalitäten als Infografik verkaufen will, wird keinen Erfolg ernten. Grundlage jeder guten Visualisierung sind qualitative Inhalte. Das können Informationen zu Ihrem Produkt oder Erkenntnisse sein, die Sie während Ihres eigenen Geschäftsbetriebs gesammelt haben. Häufig werden auch externe Datensätze von statistischen Ämtern und aus der wissenschaftlichen Forschung herangezogen. Die folgenden Portale sind eine gute Anlaufstelle für die anfängliche Datenrecherche.

  • Zanran – Suchmaschine für statistische Daten
  • Govdata – Zentrales Portal auf dem Datensätze aus allen Verwaltungsebenen in Deutschland kostenlos zur Verfügung gestellt werden
  • Destatis – Die Onlinedatenbank des Statistischen Bundesamts

4. Wählen Sie eine geeignete Darstellungsform

Es gibt verschiedene Typen von Infografiken:


Eine alternative Einteilung der verschiedenen Darstellungsformen finden Sie hier.

5. Design der Infografik

Auch die Verpackung muss stimmen. Eine schön aufbereitete Infografik schmeichelt den Augen und sticht aus der Masse der Informationsflut heraus. Studien ergaben, dass Infografiken mit einer 30 mal höheren Wahrscheinlichkeit angeklickt werden, als Texte mit dem gleichen Inhalt. Wer keinen Photoshop erprobten Designer zur Hand hat, dem stehen zahlreiche Anfängerfreundliche Tools zur Erstellung von Infografiken zur Verfügung. Hier haben wir die besten vorgestellt.

6. Verbreitung der Infografik

Eine Infografik macht sich nicht von alleine selbstständig. Um eine breite Masse zu erreichen, müssen Sie diese händisch an möglichst vielen Orten im Internet streuen. Suchen Sie themenverwandte Facebookgruppen und stellen Sie Ihre Infografik dort ein. Achten Sie darauf, dass Ihre Grafik leicht zu teilen ist. Social Media Plugins für Facebook und Twitter sorgen dafür, dass Ihre Leser mit nur einem Klick Ihre Infografik mit ihrer Freundesliste teilen. Schreiben Sie die wichtigsten Personen aus Ihrer Branche an. Dabei können Blogübersichten wie feedly oder bloglovin  behilflich sein. Darüber hinaus können Sie Ihre Infografik bei speziellen Infografikverzeichnissen einreichen. Zu den bekanntesten zählen Visual.lyDaily InfographicCool Infographics und Infographics Archive.

Tiefer ins Thema einsteigen

Zum Abschluss unserer Infografikserie legen wir Ihnen das folgende Video ans Herz, wenn auch die Bildqualität etwas zu wünschen übrig lässt. Infografik-Experte Jess Bachman erklärt in seiner einstündigen Präsentation, wie virale Infografiken entstehen.