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Start-ups im Test: Bier mit Braufässchen brauen



Bier selbst brauen? Dies soll mit Braufässchen klappen – und zwar in bis zu 30.000 Variationen. Dies haben wir für einen Start-up Test zum Anlass genommen und unsere eigene Bier-Kreation geordert und getestet. Das Ergebnis überzeugt – aber lesen und schauen Sie selbst.



Bereits Ende November 2013 haben wir mit Braufässchen über die Theorie hinter dem Bierbrauen und den guten Start des Start-ups gesprochen. Das Gründerteam von Braufässchen besteht aus Wolfgang Westermeier, Ping Lu und Dominik Guber aus München. Noch zu ihren Studienzeiten ist die Idee zu Braufässchen entstanden und Mitte 2012 ging der Webshop dann online. Dabei ist der Prozess zum eigenen Bier denkbar einfach, wie Wolfgang Westermeier ausführt:

Man konfiguriert sich in drei einfachen Schritten in unserem Webshop sein Wunschbier. Dazu wählt man als erstes den Biertyp aus – Weißbier, Pils oder Dunkles. Anschließend kann man die Hopfenintensität und damit die Bitterkeit des Bieres auswählen und in einem dritten Schritt optional bis zu drei verschiedene Aromen hinzugeben.

Unser Testbier: Dunkel und mit Jalapeno und Sandelholz

Der Auswahl- und Bestellprozess über den Webshop von Braufässchen lief völlig unkompliziert und auch das Paket mit allen Utensilien für den heimischen Brauprozess war innerhalb von drei Tagen da. Dann bedarf es aber etwas Planung, da das Bier vor dem Trinken noch eine Woche gären muss und dann auch nicht ewig gelagert werden kann. Dementsprechend haben auch wir uns ein Wochenende für eine gesellige Runde rausgesucht und dann eine Woche vorher den Brauprozess begonnen.

Braufaesschen Fass
Für-Gründer.de testet das Braufässchen

Das Paket enthielt gut sortiert alle relevanten Zutaten und eine übersichtliche und einfach verständliche Anleitung. Folgt man den dort erläuterten Schritten kann eigentlich nichts schief gehen. Im Einzelnen waren im Paket:

  • das fünf Liter Fass, eine Flasche Malzextrakt, Hopfen, die Aromastoffe Jalapeno und Sandelholz, die Anleitung sowie natürlich der Verschluss für das Fass

Im nachfolgenden Video haben wir die Zubereitung kurz festgehalten:

Der Herstellungsprozess nach der Anleitung war schnell ausgeführt – durch das gleichzeitige Filmen lagen wir bei etwa 25 Minuten. Nach der 7-tägigen Lagerung war es dann an der Zeit zu probieren. Wir hatten ein schönes Dunkles mit einer scharfen Note – und hier ergibt sich unser einziger Kritikpunkt: wie sich im Endeffekt herausgestellt hat, waren die fünf Liter schneller leer als gedacht.  Das spricht somit für die Qualität des Produkts und natürlich aus Konsumentensicht für ein größeres Fass oder eine Doppelbestellung.

Der Preis von – je nach Zutat – über 30 Euro ist natürlich auch nicht ohne – besonders wenn man ihn mit dem Preis von 5 Litern handelsüblichen Bieres vergleicht. Allerdings gibt es dabei auch keinen Erlebniseffekt und bei Braufässchen hat man den vollständigen Einfluss und die Kontrolle auf den Brauprozess. Und im Vergleich zum Bier im Supermarkt führt Braufässchen aus:

Außerdem ist das Braufässchen Bier nicht pasteurisiert oder geklärt und damit wesentlich frischer und naturbelassener als das Bier aus dem Supermarkt.

Braufässchen im Interview: ein Follow-up

Nach dem positiven Test, wollten wir von Braufässchen natürlich auch wissen, was in der Zwischenzeit passiert ist und wie es in der Zukunft weitergeht.

Für-Gründer:de: Hat das Weihnachtsgeschäft die Erwartungen erfüllt und wie ging es im Jahr 2014 weiter?

Wolfgang Westermeier von Braufässchen: Das Weihnachtsgeschäft hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Wir hatten Ende November schon so viel verkauft, wie wir für das ganze Weihnachtsgeschäft geplant hatten. Zum Glück haben wir rechtzeitig gemerkt, dass wir eine höhere Nachfrage als geplant haben und konnten rechtzeitig alle Rohstoffe nachbestellen und weitere Aushilfen einstellen. Wir sind also mehr als zufrieden mit dem letzten Weihnachtsgeschäft.

Parallel zum Weihnachtsgeschäft waren wir noch mit zwei potentiellen Investoren in Verhandlungen für die nächste Investitionsrunde.

Vor vier Wochen haben wir die Investitionsrunde mit einem strategischen Investor erfolgreich abgeschlossen. Dabei war uns von Anfang an wichtig, dass wir neben dem finanziellen Aspekt auch einen Investor finden, der uns mit seinen Kompetenzen bei der Weiterentwicklung unseres Produktes und Geschäftsmodells unterstützen kann.

Für-Gründer.de: Aktuell bieten Sie Frühlingsbiere mit Himbeere und Waldmeister an – wie entstehen die Mischungen und die Ideen dazu bei Ihnen?

Wolfgang Westermeier von Braufässchen: Die Ideen überlegen wir uns in der Regel gemeinsam im Team. Wir fragen aber natürlich auch unsere Kunden nach ihrer Meinung und Wünschen. Anschließend setzen wir uns mit unseren Lieferanten zusammen und diskutieren mit diesen, welche Rohstoffe dafür in Frage kommen. Die Auswahl hochwertiger, natürlicher Rohstoffe ist uns dabei sehr wichtig. Wenn wir geeignete Rohstoffe gefunden haben, folgt eine intensive Produktentwicklungsphase mit zahlreichen Verkostungen.

Für-Gründer.de: Was steht operativ und strategisch bei Braufässchen im Jahr 2014 an?

Wolfgang Westermeier von Braufässchen: Aktuell sind wir gerade dabei in größere Räumlichkeiten umzuziehen und die Produktion weiter auszubauen um dem Wachstum Rechnung zu tragen. Parallel dazu planen wir gerade den Markteinritt in Großbritannien sowie die Einführung einiger neuer Produkte wie z.B. Cider bzw. Apfelwein zum Selberbrauen.

Für-Gründer.de: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg – als Frankfurter testen wir gerne dann auch den Apfelwein.

Kontakt zu Braufässchen

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