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Resümee zum ersten Crowd Dialog in München



Am 21. November fand in München erstmals der Crowd Dialog statt. Mehr als 380 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil, um mehr über die Themen Crowd funding und Crowd investing zu erfahren. Wir sprachen mit dem Organisator Dr. Michael Gebert von Marketing Society über das Event, die Rolle des Bankensektors und der Politik bei Crowd investing und Crowd funding sowie die Zukunft dieser Finanzierungsformen in Deutschland.



Die Themen Crowd investing und Crowd funding werden für mehr und mehr kapitalsuchende Unternehmer zu einer relevanten Finanzierungsalternative. Der erste Crowd Dialog in München bestätigt diese Entwicklung und ließ zahlreiche Interessierte mehr über die Thematik erfahren. Auf einer zweiten Seite haben wir Ihnen Stimmen zum Crowd Dialog von führenden Plattformen zusammengestellt.

Für-Gründer.de: Hallo Herr Gebert, am 21. November 2013 fand der erste Crowd Dialog in Deutschland statt – wie ist Ihr Fazit? 

Michael Gebert von Marketing Society: Mehr als 380 Crowd funding Interessierte und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis haben den ersten Crowd Dialog zu einer sehr erfolgreichen Konferenz und Netzwerk-Veranstaltung gemacht. Die Branche strebt nach Professionalisierung und steht an einer wichtigen Schwelle. Die positive Signalwirkung einer solchen Veranstaltung für Crowd funding und Crowd investing ist entscheidend, um auch 2014 diese innovative Form der Finanzierung und Investmentmöglichkeit weiter erfolgreich etablieren zu können.

Eindruecke Crowd Dialog
Eindrücke vom Crowd Dialog 2013 in München

Für-Gründer.de: Welche Themen standen besonders im Mittelpunkt während des Crowd Dialogs und welche Referenten kamen besonders gut beim Publikum an?

Michael Gebert von Marketing Society: Besonders spannend wurde es neben dem umfassenden Einblick in die europäischen Regularien beim Panel der führenden Plattformen. Unterschiedliche Einschätzungen und Lösungsangebote haben einen breiten Einblick in die aktuell relevanten Geschäftsmodelle geben können. Neben der Agenda auf der Hauptbühne wurde auch das Workshop-Angebot in der Business Lounge von den Teilnehmern sehr gut angenommen.

Für-Gründer.de: Welche Rolle spielen bei dem Thema eigentlich der klassische Bankensektor und die Politik?

Michael Gebert von Marketing Society: Die Politik und das Verständnis der politischen Entscheidungsträger zu Crowd funding und Crowd investing ist ein wesentlicher Bestandteil für den zukünftigen Erfolg. Im Besonderen, wenn es um die Umsetzung der Interessen der Branche bei Regularien und deren neuer Interpretation für Schwarmfinanzierungen geht.

Der klassische Bankensektor ist nach meiner Einschätzung der Schlüssel zu größeren Märkten und höheren Finanzierungsvolumen. Nicht ohne Grund waren auf dem Crowd Dialog auch alle namhaften Banken mit ihren Business-Development-Managern oder Trendscouts vertreten. Ich bin mir sicher, dass 2014 noch der ein oder andere klassische Bankenakteur Crowd investing und Crowd funding für sich entdecken wird.

Dr. Michael Gebert
Dr. Michael Gebert von Marketing Society

Für-Gründer.de: Was konnten die Besucher bei der Poster Session erleben und welche Start-ups stellten sich bspw. dort vor?

Michael Gebert von Marketing Society: Die Poster Session war eine einzigartige Konzeption, bei der sich 10 von der Jury ausgewählte Start-ups präsentiert haben. Nur ein schwarzer Edding und ein leeres A1 Blatt standen zur Verfügung, um bewusst Geschäftsmodelle zu entdigitalisieren und auf die wesentlichen Kernaussagen und Alleinstellungsmerkmale zu reduzieren. Über 70 Start-Ups aus völlig unterschiedlichen Gründerhistorien haben sich beworben. Die Gewinner konnten ihr Konzept dann am Nachmittag auf der Bühne allen Teilnehmern vorstellen.

Liste der Gewinner
Während der Veranstaltung konnten sich 10 Teams mit ihrer Idee dem Publikum präsentieren.

Für-Gründer.de: Hand aufs Herz, was hat nicht wie gewollt funktioniert?

Michael Gebert von Marketing Society: Am 21. November war es ziemlich kalt. Insofern waren die Schlangen bei der Registrierung und zum Mittagessen ungünstig. Wie oft bei knapp 30 Referenten muss man als Veranstalter auch mit kurzfristigen Absagen umgehen und schnellstmöglich für prominenten Ersatz sorgen. Alles in allem ist die Veranstaltung aber ziemlich rund gelaufen und die kritischen Punkte stehen bereits auf der Verbesserungsliste für 2014.

Für-Gründer.de: Ein Ausblick auf 2014: was erwarten Sie persönlich in den Bereichen Crowd funding und Crowd investing in Deutschland im nächsten Jahr?

Michael Gebert von Marketing Society:

2014 wird sehr spannend für die Branchen – in vielerlei Hinsicht. Die EU wird sich mit Regularien befassen, die BaFIN wird klare Aussagen treffen und der Mittelstand wird den Schwarm als möglichen Finanzierungskanal für sich entdecken. Die Branche wird erwachsen – mögliche erste Konsolidierungen einiger Plattformen sind vorhersehbar und neue Marktteilnehmer werden für zusätzliche Bewegung sorgen.

Für-Gründer.de: Und wie wird es 2014 mit der Crowd Dialog weitergehen?

Michael Gebert von Marketing Society: Der Crowd Dialog 2014 ist für November geplant. In der Zwischenzeit werden wir mit dem Crowd Mentor Netzwerk kleine Workshops konzipieren. Ideen für Themen und Zielgruppen haben wir durch den Crowd Dialog mannigfaltig eingeholt – es wird ein in jeder Hinsicht spannendes Jahr!

Für-Gründer.de: Vielen Dank für das Gespräch!

Auf der nächsten Seite finden Sie Feedback von Seedmatch, Companisto, Bankless24 und Innovestment zum Crowd Dialog.

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