Geschäftsideen rund um das E-Bike



E-Bikes liegen im Trend. Zwischen 2010 und 2012 konnten insgesamt über 900.000 Fahrzeuge dieser Art verkauft werden und damit dreimal so viele als in den drei Jahren zuvor.  Insgesamt sind damit 1,2 Millionen E-Bikes auf deutschen Straßen anzutreffen, so eine aktuelle Studie des ACE Auto Club Europa. Keine andere Fahrzeuggruppe könne aktuell solche Zuwachsraten aufweisen. Dementsprechend haben sich auch schon eine Reihe junger Unternehmen in den Markt gewagt, von denen wir Ihnen heute drei Geschäftsideen vorstellen.

War in den Jahren zuvor insbesondere die „Silver Generation“ Zielgruppe für E-Bikes, öffnet sich der Markt neuen Interessenten. Sowohl junge Städter als auch Fahrradkuriere liebäugeln immer häufiger mit dieser Form der Mobilität. Ein lohnendes Umfeld also für Tüftler und Start-ups. Wir stellen Ihnen heute drei Geschäftsideen vor, die den Trend bereits erkannt und innovative Konzepte rund um das E-Bike entwickelt haben.

Geschäftsidee bike energy – Infastruktur für das E-Bike Tankstellennetz

E-Bikes bieten sich auch für längere Fahrradtouren zum Beispiel beim Urlaub in den Bergen an. Durch die Unterstützung durch den Elektromotor bewältigen auch ungeübte Fahrradfahrer steile Berge. Je nach Distanz ist jedoch schnell einmal der Akku leer und ohne das E ist ein E-Bike nur ein sehr schweres Fahrrad. Die Geschäftsidee bike energy möchte hier Abhilfe schaffen und hat eine Ladestation für E-Bikes entwickelt.

Aufgestellt wird diese an Orten, an denen E-Biker üblicherweise in ihren Pausen verweilen, also Cafes, Gaststätten und Herbergen. Als Vorteil für die Unternehmer dieser Lokalitäten und für die Gemeinden nennt bike energy, dass Touristen und Gäste angezogen werden und somit der Umsatz gesteigert werden kann. Weiterhin hat bike energy ein spezielles Ladekonzept entwickelt, das dafür sorgt, dass die E-Biker ihre eigenen Ladegeräte zu Hause lassen können. Denn diese sind häufig nicht wetterfest und außerdem schwer und unhandlich.

Die Fahrradtankstelle von bike energy
Die Fahrradtankstelle von bike energy (Quelle bike-energy.com)

Das Finanzierungskonzept für die Ladestation von bike energy sieht eine Splittung der Kosten zwischen Gemeinde, Touristikbüro und Unternehmen vor. Eine Ladestation kostet 6.900 Euro. Weitere Informationen zu der Geschäftsidee bike energy finden sich hier.

„Ich ersetze ein Auto“ – Das Lastenrad iBullitt solar

Mit dem iBullit solar kann ein Radfahrer mit Hilfe der Transportbox Lasten von bis zu 100 kg ohne große Mühen transportieren. Damit richtet sich dieses Lastenrad insbesondere an Fahrradkuriere. Ein 250 Watt starker Elektromotor beschleunigt das Rad auf bis zu 25 km/h. Damit ist es zulassungsfrei und nicht führerscheinpflichtig.

Der Akku ermöglicht in seiner größten Variante eine Reichweite von bis zu 250 km. Damit kann der iBullit für kleinere Lieferungen innerhalb der Stadt sogar das Auto ersetzen. Gerade bei Expresssendungen wie Blumensträußen oder kleinen Paketen ist der iBullitt durch seine Wendigkeit gegenüber einem Auto im Vorteil und bietet Fahrradkurieren neue Geschäftsmöglichkeiten.

Der iBullit solar von urban-e
iBullitt möchte Autos im urbanen Lieferverkehr ersetzen (Quelle: urban-e.com)

Darüber hinaus ist ein iBullitt mit Verbrauchskosten von nur 0,15 Euro auf 100km deutlich günstiger im Betrieb als ein PKW. Das Besondere am iBullitt solar ist, dass auf der Transportbox befindliche Solarpanels die Reichweite während der Fahrt erweitern. Zum vollständigen Aufladen muss der iBullitt jedoch an die heimische Steckdose. Die Kosten für solch ein Rad liegen bei knapp 5.000 Euro.

Hinter dieser Geschäftsidee steckt das Berliner Start-up urban-e. Deren Vision ist es eine Form der Mobilität zu entwickeln, die geprägt ist von Design, Nachhaltigkeit und Lebensfreude und dabei andere Menschen in ihrer Umgebung nicht durch Lärm oder Abgase einschränkt. Weitere Informationen zum iBullitt finden sich auf der Webseite von urban-e.

Jobrad – Das Dienstrad für die Arbeit von LeaseRad

Mit der Geschäftsidee Jobrad möchte das Freiburger Start-up LeaseRad Fahrradfahren businesstauglich machen. Die Idee dahinter ist, dass Arbeitgeber, die auf ein ökologisches Image Acht geben ihren Mitarbeitern statt Dienstwagen sozusagen Diensträder anbieten. Dazu schließt der Arbeitgeber mit LeaseRad einen Rahmenvertrag und informiert seine Mitarbeiter über dieses Angebot. Dieser kann dann im Fahrradgeschäft sich ein Rad seiner Wahl aussuchen und schließt mit seinem Arbeitgeber einen Überlassungsvertrag.

Im Anzug mit dem Fahrrad zur Arbeit
Jobrad möchte Berufstätigen Anreize schaffen, mit dem Fahrrad in die Arbeit zu fahren (Quelle: jobrad.org)

Der Clou: anstatt das Fahrrad selber komplett zu bezahlen, behält der Arbeitgeber wie bei einem Dienstwagen monatlich 1% des Anschaffungspreises ein und überweist es an das Finanzamt. LeaseRad hat es nämlich geschafft, alle Finanzämter Deutschlands von der Anwendung dieses Steuervorteils zu überzeugen. Davon profitieren nicht nur Arbeitgeber und Mitarbeiter, sondern auch die Umwelt. Denn zwei Drittel aller Arbeitswege betragen weniger als 10 km und können bequem mit dem Rad bewältigt werden. Weitere Informationen und ein Interview mit dem Geschäftsführer von LeaseRad finden sich hier.

Zahlreiche weitere interessante Geschäftsideen finden Sie auf dem Portal Für-Gründer.de.

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