KarmaKonsum Gründer-Award und Konferenz 2013 in Frankfurt



Am 23. und 24. Mai findet in der IHK Frankfurt die KarmaKonsum Konferenz statt. Im Zuge der nachhaltigen Messe verleihen die Initiatoren den KarmaKonsum Gründer-Award für die beste öko-soziale Gründung. Neben der Preisverleihung haben die Besucher an zwei Tagen Zeit, sich über eine nachhaltige Lebensweise zu informieren und Unternehmer die Gelegenheit, branchenrelevante Kontakte zu knüpfen.

Im Rahmen der KarmaKonsum Konferenz wird am 23. Mai der KarmaKonsum Gründer-Award 2013 verliehen. Der KarmaKonsum Gründer-Award unterstützt öko-soziale Gründungen, die sich auf den Weg in die Selbstständigkeit machen. Das beste Gründerteam wird gefördert, indem es Zugang zum Branchennetzwerk erlangt. Zudem erhalten die Preisträger:

  • 10.000 € Anzeigenvolumen in der taz
  • 10.000 € Anzeigenvolumen in der Schrot & Korn
  • Gründerberatung durch Kompass
  • 90 Minuten persönliches und telefonisches Coaching und/oder eine Netzwerkberatung aller Jury-Mitglieder

Die erste und wichtigste Teilnahmebedingung lautet, dass es sich um eine öko-soziale Existenzgründung handeln sollte. Allerdings konnten auch Non-Profit Projekte bis zum 15. März eingereicht werden. Der springende Punkt ist, die Geschäftsidee sollte Potenzial haben und die Wirtschaft somit nachhaltig gestalten. Wie diese Gestaltung aussieht, bleibt jedem selbst überlassen, aber in Bezug auf die Existenzgründung haben die Macher des KarmaKonsum Gründer-Awards ganz konkrete Vorstellungen, welche Bedingungen ein Jungunternehmen erfüllen muss, um als Sieger bei dem Preis hervorzugehen.

Eindrücke von der KarmaKonsum Expo 2012
Eindrücke von der KarmaKonsum Expo 2012

Das Programm der KarmaKonsum Konferenz am 23. und 24. Mai 2013 trägt die Überschrift „Zwei Tage nachhaltige Inspiration in Frankfurt“. In Vorträgen und Workshops werden die Themen verantwortungsvolles Wirtschaften, nachhaltige und gesunde Lebensstile und die Arbeitswelt der Zukunft behandelt.

Zu den Programm-Punkten am ersten Tag gehören Keynotes zu bspw. der Transformation der Wirtschaft zu einer neuen WIR Kultur, den Studienergebnissen „LOHAS und Arbeit“ oder Vorbilder: Be the Change! Des Weiteren werden in Podiumsdiskussionen u.a. die folgenden Bereiche angesprochen: Potenziale der nachhaltigen Organisationsentwicklung und Kooperation zwischen Mainstream und Graswurzel. Am zweiten Tag finden 15 verschiedene Workshops statt, an denen die Besucher teilnehmen können.

Ebenfalls werden den Unternehmen vor Ort Ausstellungsflächen geboten, wo sie den Besuchern Alternativen für ein nachhaltiges Wirtschaften und Leben präsentieren können. Auf der Website von KarmaKonsum erhalten Sie mehr Informationen zum Event, wie z.B. zum Programm der Konferenz.

Für-Gründer.de sprach mit Christoph Harrach, dem Gründer und Initiator von KarmaKonsum und dem KarmaKonsum Gründer-Award. Dabei erfuhren wir, wie der KarmaKonsum Gründer-Award entstanden ist, welche Geschäftsideen gute Chancen haben und wie es um die ehemaligen Preisträgern heute steht.

Christoph Harrach ist Gründer und Initiator hinter KarmaKonsum und dem KarmaKonsum Gründer-Award

Für-Gründer.de.: Guten Tag Herr Harrach, am 23. Mai dieses Jahres wird der KarmaKonsum Gründer-Award bereits zum 5. Mal verliehen. Wie ist der Preis damals 2009 entstanden?

Christoph Harrach von KarmaKonsum: Ich habe den Blog KarmaKonsum Anfang 2007 gegründet und viel über das Thema nachhaltige und gesunde Lebensstile (LOHAS) berichtet. Zeitgleich mit meiner Existenzgründung im gleichen Jahr bildete sich um den Blog herum eine Community von jungen Menschen, die das Thema Nachhaltigkeit unternehmerisch vorantreiben.

Für-Gründer.de.: Der KarmaKonsum Gründer-Award legt den Fokus auf ökosoziale Gründungsideen und Non-Profit Projekte. Warum wollen Sie gerade diese Vorhaben unterstützen?

Christoph Harrach von KarmaKonsum: Die Wirtschafts- und Finanzkrise deutet darauf hin, dass wir uns in einer Zeit der großen Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft befinden. In dieser „industriellen Revolution“ spielen die Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit eine zentrale Rolle. Das konventionelle Wirtschaftssystem, welches auf Ausbeutung von Mensch und Natur basiert, wird von immer mehr Menschen in Frage gestellt. Und dies spiegelt  sich nicht nur in dem wachsenden Konsumentenbewusstsein wider, sondern auch in dem beruflichen Alltag. Dieser Lebensbereich bietet viele Möglichkeiten, einen positiven Beitrag für die nachhaltige Entwicklung durch die individuellen Talente zu leisten. Diesen Menschen wollen wir mit dem Gründer-Award eine Plattform bieten.

Für-Gründer.de.: Was zeichnet ein ökosoziales und nachhaltiges Start-up aus und wie schaffen sie es in die engere Auswahl?

Christoph Harrach von KarmaKonsum: Der Begriff Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft und kann so übersetzt werden: „Heute so leben und wirtschaften, dass die zukünftigen Generationen keinen Schaden erleiden.“ Von diesem Ideal sind wir heute weiter denn je entfernt. Dennoch gibt es Unternehmen, die mit diesem Ziel vor Augen ihre gesamte Wertschöpfungskette gestalten. Die Nachhaltigkeit prägt sich über die Bereiche:

  • Ökologie, also Umweltschutz und Abfall,
  • Soziales, wie Mitarbeiter- und Lieferantenpolitik, und
  • Ökonomie, also Profit versus Gemeinwohlorientierung, aus.

Diese drei Hauptaspekte werden bei der Bewertung der Geschäftsideen berücksichtigt.

Für-Gründer.de.: Der KarmaKonsum Gründer-Award blickt ja bereits auf so einige Titelträger zurück. Haben die Sieger gehalten, was sie im Hinblick auf ökosoziales Unternehmertum und Nachhaltigkeit versprochen haben und wo stehen sie heute?

Christoph Harrach von KarmaKonsum: Wir vergeben den Gründer-Award zum fünften Mal und die vorherigen Preisträger sind alle noch erfolgreich und treiben ihre Handlungsfelder als Pioniere voran. Beispielsweise ist unser erster Gewinner aus 2009 Leaserad maßgeblich an der Gesetzesänderung zur Umsetzung der steuerlichen „Dienstfahrradregelung“ beteiligt. Unsere Gewinnerin aus 2010 Manomama leistet gerade wieder Pionierarbeit im Bereich der lokalen Herstellung von Textilien.

Für-Gründer.de.: Und zum Abschluss: die Verleihung des Awards ist eingebettet in die Karma Konsum-Konferenz: welche Highlights können die Teilnehmer der Konferenz erwarten?

Christoph Harrach von KarmaKonsum: In diesem Jahr geht es primär um das Thema „Kooperation zwischen Grassroots und Mainstream“: Unter dem Motto „Unity in Diversity“ suchen wir neue Ansätze, wie diese Kooperation gefördert werden kann. Ein wichtiger Aspekt spielen dabei die eigenen Mitarbeiter. Wir werden auch erstmalig Ergebnisse eine repräsentativen Mitarbeiterbefragung vorstellen, die klar darauf hinweisen, dass die Mitarbeiter am Arbeitsplatz sich für die nachhaltige Entwicklung einsetzen möchten. Einen Ausblick auf dieses spannende Thema gibt es in einem Gastbeitrag von mir in der WiWo Green.

Vielen Dank für das Gespräch!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Teilnahme an einem Businessplanwettbewerb. Hinweise und Tipps für die Erstellung des Businessplans finden Sie hier.

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