Ausgewählte Geschäftsideen Spezial: Taxi-Apps im Vergleich



Apps sollen unser Leben einfacher machen und auch in der Taxi-Branche ist dieser Gedanke angekommen. Neben dem Taxi-App-Pionier MyTaxi entwickeln sich derzeit zahlreiche weitere Apps, die die Suche nach einem Taxi vereinfachen sollen. Regionale und bundesweite Anbieter konkurrieren um die Aufmerksamkeit der App-Anwender. Heute stellen wir Ihnen einige Taxi-Apps vor. Dazu gehören MyTaxi, BetterTaxi, Taxi.eu und Taxi.de.

MyTaxi ist der Pionier der Taxi-Apps

MyTaxi war die erste Taxi-App, die sich als direkter Vermittler zwischen Fahrgast und Taxifahrer etablierte. MyTaxi versteht sich als eine klassische Taxi-Bestell-App und lässt damit die großen Taxizentralen aus der Vermittlung außen vor. Individuell, transparent und einfach, das sind die Leitideen von MyTaxi, die die Geschäftsidee seit ihrer Gründung im Juni 2009 verfolgt. Der Kunde von MyTaxi kann sich über die App alle teilnehmenden Taxis in der Umgebung anzeigen lassen, verschiedene Wunschoptionen wählen und direkt Kontakt mit einem Fahrer aufnehmen.

In einer fremden Stadt hilft MyTaxi dem Kunden, automatisch den aktuellen Standort zu ermitteln. Zudem kann der Kunde über die App die Anfahrt in Echtzeit verfolgen sowie den ungefähren Fahrpreis vorab berechnen. Nach Fahrtende können die Kunden den Fahrer bewerten, sodass auch andere Kunden der MyTaxi-Community davon profitieren. Hier können Kunden ihre Fahrten auch speichern, um für zukünftige Fahrten den Lieblingsfahrer wieder kontaktieren zu können.

MyTaxi hat sich schon in vielen Großstädten einen Namen gemacht. Ob in Berlin, Hamburg, München aber auch in Wien, Zürich oder auf Sylt wird die Taxi-App genutzt. Auch Vorbestellungen für eine Taxifahrt sind über MyTaxi möglich. Darüber hinaus bietet MyTaxi ein mobiles Bezahlungssystem, worüber Kunden der Taxi-App die Fahrt direkt per Smartphone begleichen können. Die Nutzung von MyTaxi ist für Kunden kostenlos. Allein die Fahrer zahlen für jede erfolgreich vermittelte Fahrt in Deutschland 0,79 €. Sie profitieren jedoch von der vertragslosen, einfachen und transparenten Kooperation mit MyTaxi, die Kundenanfragen direkt per App an alle registrierten Fahrer verschickt.

Der Pionier MyTaxi startete den Wettbewerb der Taxi-Apps. (Quelle: Website www.mytaxi.com)

Die Geschäftsidee MyTaxi hat sich mit Hilfe von verschiedenen Investoren, die Venture Capital zur Verfügung gestellt haben, finanziert. In insgesamt zwei Investitionsrunden hat MyTaxi unter anderem von der KfW Bank eine Finanzspritze erhalten. Und die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 150.000 Downloads kann die Taxi-App verzeichnen, die Zahl der registrierten Fahrer wächst stetig und auch die steigende Anzahl der Mitarbeiter der Geschäftsidee scheint ein Beleg für die erfolgreiche Etablierung von MyTaxi.

Taxi.eu ist die Antwort der großen Taxizentralen

Eine deutliche Antwort auf MyTaxi gab es von den Taxizentralen selbst mit der App Taxi.eu, mit der sich die Taxizentralen als mobile Vermittler wieder ins Spiel bringen. Analog zu MyTaxi können sich Kunden mit Hilfe weniger Klicks ein Taxi bestellen, Sonderwünsche angeben und den Fahrtpreis berechnen. Mit über 40.000 Taxen in 60 Städten in acht europäischen Ländern steigt Taxi.eu mit einer großen Reichweite ins App-Geschäft ein. Vor allem auch kleinere Städte kann Taxi.eu abdecken, denn die Geschäftsidee kooperiert auch mit vielen regionalen Taxi-Anbietern. Getragen wird die Geschäftsidee Taxi.eu von mehreren großen Taxiunternehmen und Gesellschaftern.

Taxi.de und BetterTaxi versuchen zu vermitteln

Taxi.de arbeitet eng mit Taxiunternehmen und -zentralen zusammen. (Quelle: Website www.taxi.de)

Taxi.de war einer der ersten Nachfolger von MyTaxi, dessen Angebot für die Kunden ähnliche Funktionen und Optionen bereitstellt wie MyTaxi. Der Unterschied liegt jedoch in der Vermittlung Richtung Taxifahrer. Wo MyTaxi sich direkt an die Taxifahrer wendet, leitet Taxi.de Bestellungen zwar an selbstständige Fahrer, jedoch auch an Taxiunternehmen und Zentralen weiter, die daraufhin ihre Fahrer wiederrum mit der Fahrt beauftragen. Die Geschäftsidee Taxi.de versucht damit zwischen den außen vorgelassenen Taxiunternehmen und den neuen Bestell-Formen der Taxi-Apps zu vermitteln. Taxi.de erhebt anders als MyTaxi auch keine Gebühren für die Vermittlung, sondern finanziert sich unter anderem durch Werbung auf der Website. Acuh Investoren und Business Angels sind bereits bei Taxi.de mit an Bord. Taxiunternehmen profitieren von der Vermittlungssoftware Taxi.de, da sie über ein Flottenmanagementsystem ihre Fahrer effektiv, zielgerichtet und preiswert koordinieren können. Zudem bietet Taxi.de Taxiunternehmen an, unternehmenseigene Taxi-Apps zu entwickeln.

Ein weiterer Taxi-App-Konkurrent kommt mit BetterTaxi ins Spiel, der auch auf die Zusammenarbeit mit Taxizentralen setzt. Bislang operiert BetterTaxi nur im Raum Berlin, wo Kunden von der Taxi-App bislang auf 1.000 Taxis zugreifen können. BetterTaxi möchte bei seiner Vermittlung auf die professionelle Taxi-Infrastruktur der Zentralen zurückgreifen und für diese gleichzeitig zusätzliche Aufträge und neue Kundenkreise erschließen. BetterTaxi will alt mit neu verbinden, das heißt, bestehende Taxizentralen mit den Funktionen wie bargeldloses Bezahlen, einem Geschäftskundenkonto und einem Bewertungssystem zusammenbringen. BetterTaxi hat durch die enge Zusammenarbeit mit Taxizentralen deutschlandweit Zugriff auf sämtliche Schnittstellen der großen Zentralvermittler und dies steigert die Reichweite der Vermittlungs-App.

Auch BetterTaxi versucht sich als Taxi-App und will bald Taxi-Sharing ermöglichen (Quelle: www.bettertaxi.de)

Wo MyTaxi nur mit einzelnen Fahrern in einer Stadt kooperiert, kann BetterTaxi auf nahezu das ganze bestehende Netzwerk zurückgreifen. Für jede erfolgreich durchgeführte Fahrt kassiert BetterTaxi eine Provision von der Taxizentrale. Doch auch wenn keine direkten Kosten für die Taxifahrer entstehen, drückt die Vermittlung über die Taxizentralen wiederrum den Gewinn der Taxifahrer, die bei einer direkten Vermittlung über MyTaxi deshalb am Ende voraussichtlich mehr Geld in der Tasche haben.

BetterTaxi hat bei seiner Finanzierung auf Mikroinvestoren gesetzt, die sich über das neue Finanzierungsinstrument Crowd investing an der Geschäftsidee beteiligen können. Mit der Finanzierungsrunde über die Crowd investing-Plattform Companisto will BetterTaxi weitere deutsche Städte in die Taxi-App einbinden. Ferner ist geplant, Taxi-Sharing über die Taxi-App von BetterTaxi zu ermöglichen. Dabei können Kunden, die zur gleichen Zeit ein ähnliches Fahrziel haben, sich ein Taxi und somit den Fahrpreis teilen. Dies schont die Umwelt und den Geldbeutel der Kunden, was wiederum neue Kundenkreise anziehen kann. Diese Geschäftsidee wird bereits von colexio in München praktiziert, die mit einer Taxi-Sharing-App die Möglichkeit von Sammelfahrten eröffnet.

Weitere Beispiele für Geschäftsideen finden Sie auf Für-Gründer.de.

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