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Sieger Phase I ego.-BUSINESSplanwettbewerb



Die erste Phase des ego.-BUSINESSplanwettbewerbs ist beendet. Auf der Messe „Chance“ in Halle wurden am 27. Januar die besten Ideenpapiere ausgezeichnet. Die fünf Erstplatzierten erhielten eine Prämie von jeweils 1.000 €. Dazu gehörten die Geschäftsideen Docear, IDBreeder, das Institut für Familienpsychologie, Mornament und Meine Burg. Von insgesamt 46 eingereichten Ideenskizzen als Vorstufe der Businesspläne haben die Ideen dieser fünf Existenzgründer die Juroren des Businessplanwettbewerbs überzeugt. Hier stellen Sie sich vor:

Die Gründer von Docear im Kurzinterview:

Für-Gründer.de: Was verbirgt sich hinter Docear und welchen Nutzen haben Anwender konkret?

Stefan Lange, Jöran Beel und Marcel Genzmehr (v. l.) von Docear

Jöran Beel von Docear: Docear ist eine Software für Studenten und Wissenschaftler zur Literaturverwaltung. Das heißt, Docear unterstützt bei der Suche, Organisation und dem Erstellen von Literatur. Hierzu vereint Docear mehrere Anwendungen wie eine akademische Suchmaschine, PDF Editor, Dateimanager, Referenzmanager und Mind Mapping. Wir vergleichen Docear immer gerne mit einer Office Suite wie Microsoft oder OpenOffice: So wie Microsoft Office alle wichtigen Anwendungen für Büroarbeiter bündelt, bündelt Docear alle wichtigen Anwendungen für Wissenschaftler. Durch die Integration all dieser Anwendungen können Nutzer auf alle Daten ob Notizen, Dokumente, Ideen, Referenzen, Entwürfe, usw. in jeder Anwendung zugreifen, was die Arbeit enorm erleichtert.

Für-Gründer.de: Wohin soll die Entwicklung von Docear in der nächsten Zeit gehen?

Jöran Beel von Docear: Zurzeit ist Docear als Testversion, Beta Version, auf www.docear.org verfügbar. Die Beta ist zwar schon hilfreich beim Literaturmanagement, aber viele von den genannten Funktionen fehlen noch. Das heißt, in nächster Zeit werden wir uns vor allem auf die weitere Entwicklung konzentrieren. Langfristig möchten wir auch einen Empfehlungsdienst anbieten, der unseren Nutzern interessante Dinge empfiehlt. Das ganze sähe dann beispielsweise so aus, dass Docear erkennt, dass der Nutzer an seiner Masterarbeit im Bereich Informatik/Datenbanken arbeitet und dann interessante Bücher und Paper empfiehlt, oder auch Jobangebote, Aufbaustudiengänge oder Stipendienprogramme für Doktorandenstellen.

  • Kontakt: Docear
    Jöran Beel
    Edithawinkel 3, 39108 Magdeburg
    Telefon: 0151.58 58 39 75
    Email: info@docear.org
    zur Website

Nachgefragt bei IDBreeder

Für-Gründer.de: Der digitale Arbeitsplatz steht im Mittelpunkt Ihrer Geschäftsidee – was sind dabei wesentliche Merkmale, die uns das Arbeiten angenehmer machen sollen?

Matthias Will, Walter Precht und Stephan Hagedorn von IDBreeder.

Walter Precht von IDBreeder: Individualität trifft moderne Produktionstechnologien: Der sogenannte idTable verbindet die Anforderungen vieler Unternehmen und Privatleute an eine arbeitsplatznahe Informationstechnik mit dem Bedürfnis nach qualitativ hochwertigen Schreibtischen.

Die am Schreibtisch benötigten Anschlüsse und Geräte werden durch unsere Funktionsplatte direkt im Radius des Nutzers zugänglich. Die Verbindungselemente zwischen den einzelnen Geräten verbergen sich innerhalb der Platte. Hierdurch wird die Arbeitsfläche frei von Kabeln und Geräten. Der Schreibtisch kann so wieder seinem ursprünglichen Zweck dienen, als Arbeitsplatz und nicht als Abstellfläche.
Unsere Arbeitsplatzlösungen können durch eine Online-Konfiguration individuell vom Kunden angepasst und bestellt werden. Die Kunden entscheiden selbst, welche Form, Größe, welches Material, welche Anschlüsse und wie sie auf der Funktionsplatte angeordnet werden sollen. Die Kunden erhalten so einen ergonomischen und  individuellen Arbeitsplatz. Durch die Nutzung moderner Produktionstechnologien können wir hochwertige und individuelle Lösungen zu einem fairen Preis anbieten.

Für-Gründer.de: Seit wann gibt es IDBreeder und was hat Sie zum Schritt in die Selbstständigkeit bewegt?

Walter Precht von IDBreeder: Die Grundidee zu IDBreeder ist Stephan Hagedorn und mir bei der Arbeit an unseren Abschlussarbeiten 2010 gekommen. Matthias Will ist im März 2011 zum Team dazu gestoßen.

Selbständigkeit bedeutet für uns, konzeptionell zu arbeiten, Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen und jeweils von den Stärken der anderen Teammitglieder zu profitieren. Wir erwarten von einer Selbständigkeit außerdem die Möglichkeit, die eigenen Potentiale zu entfalten.

  • Kontakt: IDBreeder
    Walter Precht
    Goethestr. 11, 06114 Halle
    mail@idbreeder.de
    zur Website

Fragen an das  Institut für Familienpsychologie

Für-Gründer.de: Was macht Ihren Ansatz in der Begutachtung so einzigartig?

Die psychologische Sachverständige Josephin Kriemann.

Josephin Kriemann vom Insitut für Familienpsychologie: Das Besondere an dem Begutachtungsprozesses liegt in der Lösungs- und Ressourcenorientierung. Das bedeutet, dass ich in den Gesprächen mit den Eltern eine Vertrauensbasis schaffe, um gemeinsam an einer einvernehmlichen Lösung zu arbeiten. Gleiches gilt vor allem bei der Arbeit mit Scheidungs- und Trennungskindern. Ich lerne sie stets in ihrer vertrauten Umgebung kennen. Die Kinder erzählen dann aus ihrem Leben, über Dinge die sie mögen und die sie nicht mögen und ich versuche dann gezielt anzuknüpfen.

Ein Beispiel: Wenn ein Kind gerne malt, malen wir, wenn es gern mit Puppen spielt, spielen wir mit Puppen. Diese Herangehensweise ist wichtig, um später teilweise sehr heiklen Themen wie „Wo möchte ich wohnen?“, „Was gefällt mir bei Papa oder Mama nicht?“ zu besprechen.  Auch die Kooperation mit meiner Kollegin Dr. Annika Falkner, die bereits langjährige Erfahrungen in der Sachverständigentätigkeit vorweisen kann, ist von Vorteil. Ihr Coaching ist ein wichtiger Bestandteil zur Sicherung der hohen wissenschaftlichen Qualität meiner Arbeit.

Für-Gründer.de: Was bedeutet die Ihnen der erste Platz in der Kategorie Soziales beim ego.-BUSINESSplanwettbewerb für Sie?

Josephin Kriemann vom Insitut für Familienpsychologie: Über die Auszeichnung beim ego.-BUSINESSplanwettbewerb 2011/2012 habe ich mich sehr gefreut. Dabei war die Erstellung eines Businessplans für mich eine große Hilfe, um eine Struktur für die einzelnen Schritte bis zur Gründung zu erarbeiten. Auch gemeinsam mit Jana Bork vom Partnernetzwerk MovE habe ich einige neue, kreative Ideen entworfen, die nach der Gründung in die Tat umgesetzt wurden. Die Teilnahme am Businessplanwettbewerb war dann noch einmal ein richtiger Ansporn für mich, sich in die Arbeit zu stürzen.

So eine positive Rückmeldung auf meine Gründungsidee zu erhalten, ist für mich vor allem ein Zeichen dafür, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Unterstützung habe ich natürlich auch von meiner Familie und meinen Freunden erhalten, die mir immer den Rücken gestärkt haben. Gerade weil es sich bei den Juroren im Businessplanwettbewerb um Menschen handelt, die Experten auf ihrem Gebiet sind und die so viel Erfahrung haben, die sozusagen wissen, wovon sie reden, ist die Auszeichnung ein tolles Feedback. Ich habe die Bewertungen der Juroren auch sehr gern angenommen und hoffe, diese für die zweite Phase umsetzen zu können.

  • Kontakt: Institut für Familienpsychologie
    Josephin Kriemann, Psychologische Sachverständige

 Mornament im Gespräch

Für-Gründer.de: Sie haben die Auszeichnung in der Kategorie „kreativ“ erhalten, was macht Mornament so kreativ?

Thomas Kalkofen von Mornament.

Thomas Kalkofen von Mornament: Die Kreativität von Mornament beruht einfach auf der Leidenschaft und Faszination für Mosaike. Daraus wurde ein innovatives Konzept entwickelt, bei dem es wichtig war, dem Kunden einen großen Spielraum bei der Umsetzung seiner Ideen zu gewähren.

Ich persönlich sehe Mosaike als wunderbare Design-Highlights, in denen künstlerisches Talent, technisches Know-how und handwerkliches Geschick verschmelzen. Mornament versucht diese drei Elemente miteinander zu verbinden und so qualitativ hochwertige und kundenindividuell gestaltbare Mosaike anzubieten.

Für-Gründer.de: Woher stammt Ihre Leidenschaft für Mosaike?

Thomas Kalkofen von Mornament:  Entwickelt hat sich diese Leidenschaft über einige Jahre hinweg. Am Anfang stand hier das Interesse für Geschichte, alte Kulturen und die Architektur. Dabei trifft man dann sozusagen zwangsläufig auch auf Mosaike, die ja schon seit Jahrtausenden als dekorative Elemente verwendet werden. Sie waren so etwas wie ein Botschafter aus einer anderen Zeit, die etwas über die Auftraggeber, die Ersteller oder über den Zeitgeist und das Lebensgefühl wiedergeben. Für mich als Ingenieur war, neben der künstlerischen Gestaltung, vor allem aber auch die Herstellung eines Mosaiks von sehr großem Interesse. Es ist schon faszinierend, wie aus teilweise tausenden von einzelnen Teilen, ein großes Ganzes entsteht.

  • Kontakt: Mornament
    Thomas Kalkofen
    Gerhart-Hauptmann Str. 64, 39108 Magdeburg
    Telefon:  0172.45 38 46 7

Fragen an Meine Burg

Für-Gründer.de: Was erwarten die Kunden von „Meine Burg“?

Angela Brümmer von Meine Burg!

Angela Brümmer von Mein Burg: Meine Burg wird dem Kunden auf der Burg Schlanstedt ein touristisches Gesamtangebot bieten, von der Möglichkeit im Burghotel zu übernachten, Speisen nach alten Rezepten im Restaurant zu genießen bis hin zum Rundumblick vom tausend Jahre alten Bergfried im Rahmen einer Führung. Den Kunden erwarten besondere Erlebnisse, sie können die Geschichte der Burg mit allen Sinnen hautnah erleben. Von ihrem Aufenthalt auf der Burg erwarten die Gäste, dass sie in historischem Ambiente vom alltäglichen Leben für eine kurze Zeit ausbrechen und entspannen können. Dabei legen die Gäste Wert auf Qualität in allen Bereichen des Unternehmens, durch die die Annehmlichkeiten der Neuzeit mit den Gegebenheiten der Vergangenheit verbunden werden.

Für-Gründer.de: Was sind die größten Herausforderungen bei der Umsetzung Ihrer Idee?

Angela Brümmer von Mein Burg: Die Burg Schlanstedt verkörpert ein Stück Kulturgeschichte Sachsen-Anhalts. Eine besondere Herausforderung für das Unternehmen bei der Umsetzung des Konzeptes  besteht darin, den authentischen Charakter der Burg nicht zu stören, sondern ihn zu bewahren und zu unterstreichen. Wichtig ist es dabei, flexibel auf Veränderungen des Umfeldes oder Komplikationen bei der baulichen Umsetzung zu reagieren. Viel Arbeit liegt vor allem im Bereich des Marketings und der Kommunikation noch vor uns, um die Burg und das Angebot des Unternehmens auch über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus bekannt zu machen.

  • Kontakt: Meine Burg!
    Angela Brümmer
    Burg 1, 38838 Schlanstedt
    Telefon: 0171.47 11 48 6

Wir wünschen der Gründerinnen und Gründern viel Erfolg auf ihren Wegen und mit ihren Unternehmen. Beim ego.-BUSINESSplanwettbewerb war der 16. März der Stichtag zur Abgabe der kleinen Businesspläne. Wir sind gespannt, welche Vorhaben die Jury überzeugen werden. Die Gewinner werden im April bekannt gegeben. Für den Juni 2012 steht dann die Phase 3 an, bei der ein großer Businessplan eingereicht werden kann. Erfahren Sie mehr Details über den ego.-BUSINESSplanwettbewerb.

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