Gründer stellen sich vor… heute Saveen Krishnamurthy von LUDUFACTUR



Saveen Krishnamurthy und Wolfram Kosch sind die beiden Gründer von LUDUFACTUR.

Für-Gründer: Was verbirgt sich hinter der LUDUFACTUR und wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Saveen Krishnamurthy von LUDUFACTUR: Die Idee, Gesellschaftsspiele in einer personalisierten Version zu erstellen, ist keineswegs neu. Viele leidenschaftliche Spieler haben diese Geschenkidee bereits in mühevoller Handarbeit und mit nicht unerheblichen Mittel- und Zeiteinsatz selbst umgesetzt. Das Ergebnis ist nie mit der Qualität des Originalspiels vergleichbar, nicht sehr langlebig und somit zum wirklichen Spielen nur bedingt geeignet. Wir haben diese Erfahrung vor Jahren in unserer Studienzeit selbst gemacht und über alternative automatisierbare Verfahren nachgedacht. Heute haben wir mit unserer beruflichen Erfahrungen und den zur Verfügung stehenden neuen Technologien die Möglichkeit diese Ideen umzusetzen.

LUDUFACTUR wird es Kunden in Zukunft ermöglichen, existierende Brett- und Kartenspiele im Internet zu personalisieren und in der Regel als Geschenke für Dritte zu erwerben. Die Personalisierung erfolgt durch die Kunden über eine von LUDUFACTUR erstellten webbasierten Konfigurator, der unter anderem das Hochladen und Einfügen von Bildern und das Verändern von Texten auf Spielbrett, -figuren, -karten und -verpackung erlaubt.

Zudem möchte LUDUFACTUR den Markt für Mass-Customization-Produkte vom Level der klassischen 2D-Personalsierung auf ein neues Level der 3D-Personalisierung heben. Dazu entwickeln wir öffentlich gefördert gemeinsam mit dem Institut für Visual Computing der Humboldt Universität Berlin innovative 3D-Technologien, um unseren Kunden maximale Möglichkeiten in der Umsetzung Ihrer Kreativität zu bieten.

Für-Gründer: Wie weit sind Sie derzeit mit Ihrer Gründung und wo lagen die größten Hürden?

Saveen Krishnamurthy von LUDUFACTUR: Die Vorgründungsphase, die sämtliche Vorbereitungen für Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb umfasst, ist bereits abgeschlossen. In unserem Businessmodell gilt es noch einige Haupthürden zu nehmen: Wir müssen die Rechteinhaber also die Spieleverlage für unsere Geschäftsidee gewinnen und mit ihnen Lizenzbedingungen vereinbaren. Außerdem steht die Entwicklung eines automatisierten Produktionsprozesses an, der eine Produktion zu marktfähigen Preisen erlaubt. Dafür müssen Produktionspartnern ermittelt werden, die diesen Prozess abbilden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Akquise von Finanzmitteln zur Umsetzung der geplanten Geschäftsidee.

Bisher haben wir die ersten Hürden erfolgreich nehmen können und bei der Finanzierung schon den ersten Teilerfolge durch das EXIST-Gründerstipendium vorzuweisen. Mit dem Crowdfunding von Innovestment wollen wir weitere notwendige Finanzmittel einwerben.

Für-Gründer: Wie schätzen Sie Ihren Markt ein?

Saveen Krishnamurthy von LUDUFACTUR: Wir haben die beiden wichtigsten Expertengruppen für unseren Markt befragt, beispielsweise die Kunden auf der Nachfrageseite. Eine umfangreiche Marktbefragung, die wir mit über 200 potentiellen Kunden durch geführt haben, hat uns stark in unseren Annahmen über die Marktfähigkeit unserer Produkte, die zu erzielenden Preise und die Marktgröße bestätigt.

Auf der Angebotsseite haben uns die etablierten Akteure am Markt, die Verlage, auf der Grundlage der von uns realisierbaren Preise Einschätzungen über die Marktgröße für jedes einzelne ihrer Produkte gegeben. In unserer Geschäftsplanung haben wir weit konservativer gerechnet und sind dennoch zu einem sehr positiven Ergebnis gekommen, was unser Vertrauen in den Markt weiter festigt.

Für-Gründer: Warum haben Sie sich für ein Crowd investing über die Plattform Innovestment entschieden? Wie sieht es bei Ihnen mit den klassischen Finanzierungswegen aus?

Saveen Krishnamurthy von LUDUFACTUR: Der Businesscase LUDUFACTUR liegt mit der Höhe des Finanzbedarfs und der Risikobewertung zwischen den zwei klassischen Finanzierungsoptionen Bankkredit und Venture Capital. Für die sehr konservative Bankfinanzierung ist unser Vorhaben nicht ausreichenden mit Sicherheiten durch die Gründer gedeckt. Für die Venture Capital-Geber ist unser Finanzbedarf in der ersten Finanzierungsrunde schlicht zu gering.

Daher ist Crowd investing über Innovestment für uns eine ideale Möglichkeit den restlichen Finanzbedarf über eine breite Basis von Investoren zu decken. Der Vorteil dabei ist, dass dadurch auch kleinere Beteiligungen für Interessenten ermöglicht werden, die wie wir an diese Geschäftsidee glauben.

Für-Gründer: Wofür sollen die angestrebten 36.000 € eingesetzt werden?

Saveen Krishnamurthy von LUDUFACTUR: Das Budget ist für drei große Kostenblöcke gedacht. So sollen ca. 60 % für Kommunikationsmaßnahmen im Bereich Marketing, PR und Vertrieb, ca. 30 % für IT-Entwicklungen, beispielsweise das Shopsystem oder den Konfigurator, sowie ca. 10 % für Produktionsvorbereitungen eingesetzt werden.

Für-Gründer: Welche Schritte werden Sie in den nächsten Monaten in Angriff nehmen?

Saveen Krishnamurthy von LUDUFACTUR: Zunächst steht der Abschluss der Restfinanzierung durch Investoriengespräche und durch das Crowd funding Projekt auf Innovestment an. Außerdem muss der Marketingfahrplan in Kooperation mit den Verlagen noch final ausgearbeitet werden. Auch die Gestaltung der Web-Plattform, der finalen CI/CD sowie der Auf- und Ausbau des Online-Shopsystems und des Konfigurators, inklusive Rechnungswesen sind in Arbeit. Der finaler Aufbau des Produktionsprozesses für die Vorproduktlieferung, Lagerung, Musterproduktion und Versandlogistik wird ebenso in nächster Zeit in Angriff genommen.

Für-Gründer: Vielen Dank für das Gespräch!

Unterstützen Sie LUDUFACTUR über die Crowd investing Plattform Innovestment und lesen Sie mehr zum Finanzierungsinstrument Crowd funding bzw Crowd investing auf Für-Gründer.de!

Kontakt zur LUDUFACTUR

Saveen Krishnamurthy
Geschäftsführung, Leitung IT & Marketing

Telefon: 030.69 20 22 77
www.ludufactur.com