Gründer stellen sich vor.. heute Andreas Hell von 100 Tage 100 Ideen



Ideen sind der Ausgangspunkt für jede Gründung. Gleich 100 Ideen wollen die Initiatoren von 100 Tage 100 Ideen entwickeln. In der Diskussion soll sich dann herausstellen, aus welcher Idee eine Geschäftsidee werden kann. Zahlreiche Geschäftsideen finden sich auch auf dem Portal Für-Gründer.de.

Für-Gründer.de: 100 Tage 100 Ideen – was verbirgt sich dahinter?

Andres Hell von 100 Tage 100 Ideen: Kurz gesagt wollen wir in 100 Tagen 100 potentielle Geschäftsideen generieren. Wir wollen zum einen unsere Kreativität herausfordern und zum anderen unseren den Ansatz des Open Entrepreneurship verbreiten.

Für-Gründer.de: Wie sind Sie auf diese Idee gekommen und wer gehört mit zum Ideenteam?

Andres Hell von 100 Tage 100 Ideen: Im privaten Umfeld haben wir uns häufig über unsere Ideen ausgetauscht und über deren Potentiale, Probleme und ähnliche Geschäftskonzepte gesprochen. Dabei ist uns zunächst einmal aufgefallen, dass wir Ideen – selbst nachdem wir darüber gesprochen haben – vergessen. Des Weiteren ist uns aufgefallen, dass es keine Plattform – wie wir sie uns vorstellen – gibt, auf der sich viele Menschen über Ideen und Geschäftsmodelle austauschen können. Daraus ist dann die Idee des Open Entrepreneurship entstanden, d.h., Ideen nicht im stillen Kämmerlein alleine zur Marktreife zu bringen sondern gemeinsam mit anderen.

Zum Ideenteam gehören Marco Pietsch, Andreas Hell und Oliver G. Hoffmann. Nachdem wir in den letzten Wochen einige Zuschriften erhielten, haben wir uns entschieden eine Gästewoche einzuführen. Es gibt somit nochmal sieben zusätzliche Ideengeber.

Für-Gründer.de: Bei welcher Anzahl an Ideen steht das Projekt gerade und welche Ideen würden Sie als Highlights kurz vorstellen?

Andres Hell von 100 Tage 100 Ideen: Wir sind nun bei der 50. Idee, haben also gerade Bergfest gefeiert. Wir lassen über alle 100 Ideen abstimmen, um so die besten 10 Ideen zu ermitteln. Am Ende wird dann noch über den Sieger abgestimmt. Wir laden auch Ihre Leser ein, an den Abstimmung auf Facebook oder direkt auf unserer Seite teilzunehmen!

Es ist insgesamt schwierig zu beurteilen, welche der vielen Ideen schon jetzt die Besten sind. Es kommt auch auf die Sichtweise an. Wir haben Lieblingsideen und die Leser auch. Beispielsweise hatten wir unerwartet viel Zuspruch bei den Ideen „Werbung auf der Rolltreppe“ und dem „Blumengieß-Alarm“. Es hat sich dabei gezeigt, dass die „einfachen“ Ideen manchmal die Highlights sind. Beim „Blumengieß-Alarm“ stellen wir uns eine App vor, welche uns darauf hinweist, wann unsere Zimmerpflanzen gegossen werden müssen, wo der beste Standort ist und welcher Dünger zu empfehlen ist. In unserer Studentenzeit hätte diese Anwendung dem Überleben unserer Zimmerpflanzen gut getan. So ein Service könnte von Blumenhäusern angeboten und gepflegt werden und könnte ein klares Alleinstellungsmerkmal bilden.

Für-Gründer.de: Open Entrepreneurship ist eine weitere Maxime von 100 Tage 100 Ideen – was kann hierunter verstanden werden?

Andres Hell von 100 Tage 100 Ideen: Open Entrepreneurship bedeutet für uns, die Idee nicht hinter verschlossenen Türen zur Marktreife auszubauen, sondern im offenen Austausch bis zur Gründung mit jedem der dazu Interesse hat. Auf diesem Weg können potentielle Kunden nach ihrer Meinung gefragt und für die Unternehmensgründung Partner, Experten und auch Investoren überzeugt und gefunden werden.

Für-Gründer.de: Begegnet Ihnen nicht oft eine gewisse Skepsis, wenn es darum geht Geschäftsideen offen zu diskutieren? Und was entgegnen Sie dann?

Andres Hell von 100 Tage 100 Ideen: Ja natürlich. Wir hören oft, dass dann eine Idee doch kopiert werden kann. Dem können wir grundsätzlich nicht wiedersprechen. Jeder denkt sofort an Facebook, Google und andere Millardenkonzerne. Diese machen aber nur den Bruchteil der Unternehmen weltweit aus. Hätte Facebook vor zehn Jahren auf unserer Plattform darüber diskutiert, ob ein Netzwerk, bei dem man sich mit Freunden online vernetzen kann, sinnvoll ist, dann hätte viele vielleicht gesagt, dass das niemand braucht. Visionäre Ideen werden es auch auf unserer Plattform schwerer haben.

Wir haben vor ein paar Wochen einen Artikel auf spiegel.de über eine Gründerin gelesen, die eine Kinderbetreuung in einer Einkaufstraße eröffnet hat. Sie ist leider gescheitert. Das Beispiel ist in zweierlei Hinsicht gut. Es zeigt, dass der Bedarf für eine Plattform wie unsere da ist. Des Weiteren kann diese Idee kopiert werden, zum Beispiel in einer anderen Stadt, in einem anderen Land etc. Der eigene Markt muss ja nicht gleich gefährdet sein. Und solche kleine Idee gibt es viele. Wenn jede Idee nur drei bis fünf Leuten eine Arbeitsstelle bietet, ist unser Ziel schon voll erreicht. Es gilt generell: Eine kopierte Idee bedeutet nicht, dass der Kopierende Erfolg hat – sonst dürfte unser Pizza-Lieferant auch nicht seine Zutaten z.B. Käse, Tomatensoße uvm. nennen.

Für-Gründer.de: Ideen öffentlich zu diskutieren ist eine Seite, aber wie sieht es mit der Weiterentwicklung der Geschäftsidee bis zur Gründung aus – wie möchten Sie dies konkret unterstützen?

Andres Hell von 100 Tage 100 Ideen: Wir wollen am Ende der 100 Ideen eine Plattform haben, auf der Ideengeber, mögliche Investoren, potentielle Kunden, Experten und Interessierte gemeinsam diskutieren. Diese Plattform sollte jedem Interessierten zugänglich sein!

Wir sind gerade dabei – neben der Generierung von Idee – ein griffiges Konzept zu Erarbeiten, sodass wir damit im Februar erfolgreich starten können. Für den Aufbau dieser Plattform suchen wir noch Unterstützer – vielleicht sind ja einige Blog-Leser daran interessiert. Wir würden uns über Kontakte freuen!

Für-Gründer.de: Welche Idee ist Ihre Lieblingsidee?

Andres Hell von 100 Tage 100 Ideen: Wir haben alle so unsere Lieblingsideen. Eine Idee, die vielleicht nicht so große Aufmerksamkeit erreicht hat, war die Idee über Feuerwehr und Krankentransporte in Megastädten. Diese Idee kann man nur wirklich verstehen, wenn man schon einmal in solch einer Megastadt war. Während die Lieferservice von McDonalds und KFC mit ihren Mopeds recht schnell die Kunden erreicht, bleiben Feuerwehr und Krankenwagen im Verkehrschaos stecken. Dabei würden die anderen Verkehrsteilnehmer sicher gerne Platz machen, es ist nur einfach keiner da! Als Marco Pietsch den MC Donald Roller in Jakarta um die Autos schlängeln sah, kam er auf die Idee, dass doch eigentlich auch die Feuerwehr auf Rollern unterwegs sein könnte. Mit einem Baukastensystem könnten die benötigten Löschvorrichtungen am Einsatzort zusammengesteckt werden. Diese Idee ist nicht für jeden unmittelbar greifbar und es Bedarf viel technischer Neuentwicklung, aber wir denken, dass hier schon jetzt etwas getan werden muss…und wir hoffen, dass die angesprochenen Unternehmen da schon dabei sind.

Für-Gründer.de:  Was planen Sie für die Zeit, wenn die 100 Tage rum sind?

Andres Hell von 100 Tage 100 Ideen: Am liebsten Urlaub. Aber Marco ist voll eingespannt bei seinem Praktikum bei DB Schenker in Jakarta, ich schreibe meine Masterarbeit bei DHL in Bonn und Oliver wird dann wieder mehr Zeit für sein eigenes Unternehmen Northwind-Visuals haben, welches sich auf Unternehmensvideos spezialisiert.

Aber auch nach den 100 Tagen wollen wir die Open Entrepreneurship Plattform aufbauen. Dies bedeutet nochmals viel Arbeit und wird neben unseren anderen Tätigkeiten ein Schwerpunkt sein.

Für-Gründer.de: Vielen Dank für das Gespräch.

Kontakt

100 Tage 100 Ideen
67069 Ludwigshafen
Telefon: 0163 / 69 96 13 3
E-Mail: info@100Tage100Ideen.de
Website: www.100Tage100Ideen.de